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Symbolhaft. Mit Stimmengleichheit 22 : 22 ist die Prüfung einer Bahn-Ostumfahrung abgelehnt worden. Die in der Bürgerschaft mit am meisten gewünschte Variante ist endgültig vom Tisch.

Welche Variante ist die beste für unsere Stadt?

Der Antragssteller musste sich nach seinen Worten gegen vielerlei Anfeindungen wehren. Wohl deshalb beharrte BA-Sprecher Dieter Weinsheimer immer wieder darauf, dass es seiner Fraktion um eine Gleichbehandlung der Varianten gehe. Am Ergebnis der gutachterlichen Bewertung aller Trassen werde man die eigene Entscheidung treffen. Ähnlich sahen das auch 16 weitere Stadtratsmitglieder aus allen Fraktionen. GAL-Sprecherin Ursula Sowa betonte: »Wir wollen sicher sein, welche Variante die beste für unsere Stadt ist.« Norbert Tscherner (BBB) sprach sich aus Fairnessgründen für eine „neutrale Überprüfung“ aus. Die beiden Gärtnerstadträte Anna Niedermaier (CSU) und Sebastian Martin-Niedermaier (SPD) blieben bei ihrer ursprünglichen Haltung.

Weder notwendig noch sinnvoll

Anders sah das die Mehrheit von CSU und SPD, unterstützt von je einem Vertreter der FDP und der BuB. Klaus Stieringer (SPD) und Helmut Müller (CSU) warnten davor, die Ostumfahrung ins Rennen zurückzuholen. Beide versuchten wieder in die Diskussion Pro- und Contra-Ostumfahrung einzusteigen. Die Hinweise, dass es darum gehe, die bisherigen Argumente von einem unabhängigen Gutachterbüro bewertet werden zu lassen, wurden ignoriert. Die Redner der GroKo sahen es als weder notwendig noch sinnvoll, dass die Variante einer „eingehausten, zweigleisigen Ostumfahrung für durchfahrende Züge entlang der A 73“ geprüft werde. Weinsheimer hingegen sprach von der Bedeutung eines Jahrhundertprojekts und dass es zum Frieden in der Stadt beitrage, wenn alle Varianten gleichermaßen von Fachleuten beurteilt worden seien.
Es kam zu einer Kampfabstimmung mit dem seltenen Ergebnis eines Stimmenpatts. Mit 22 : 22 Stimmen hatten die Antragsteller verloren.
Zu Beginn der Stadtratssitzung hatten sich vor dem Harmoniesaal etwa 30 Personen versammelt, die mit Spruchbändern gegen die Ostumfahrung demonstrierten. Unter ihren befanden sich Anwohner aus Kramersfeld, Bamberg-Ost und Lichteneiche. Aus ihrer Sicht würde der Hauptsmoorwald weiter zerschnitten und der Naherholungsraum beeinträchtigt. Der Bamberger Golfclub müsse um seine Existenz fürchten.
14.12.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+7 #7 Bamberger Bürgerin 2017-12-17 10:24
Ich stimme #6 voll zu und das ist auch an sich die normale Vorgehensweise, alle Möglichkeiten objektiv prüfen und dann die in der Abwägung beste Möglichkeit wählen...
;-)
+30 #6 cunningham 2017-12-14 17:02
Die Argumente von Herrn Weinsheimer überzeugen mich. Eine Bewertung der verschiedenen Varianten ist nur mit einer neutralen und fachkundigen Prüfung möglich. Das Geschwätz von Stieringer und Müller ist erbärmlich.
+16 #5 Bürger dieser Stadt 2017-12-14 13:09
#1: Diese Einstellung habe ich nicht. Erstens, weil mich Dinge, wenn schon nicht direkt, dann zumindest indirekt doch irgendwie betreffen können. Zweitens weil ich möchte, wenn es mal um mich direkt betreffende Dinge geht, dass auch Leute sich engagieren, die selbst nicht direkt betroffen sind. Man sieht sich im Leben immer zwei Mal.
+4 #4 Mann 2017-12-14 11:50
Ich bin sicher, daß man sichschon bald an den Vorschlag z.B. von Bahnsinn erinnern wird. Hier nochmal:
http://bahnsinn-bamberg.com/?page_id=10
+12 #3 Ein Bamberger 2017-12-14 10:00
"Der Bamberger Golfclub müsse um seine Existenz fürchten."

Würde den ein Bamberger vermissen?
+8 #2 Frau Holle 2017-12-14 09:28
Ein bisschen hartnäckig Sachlagen ignorieren, ein bisschen Anfeinden, ein bisschen Beleidigen...das ist bei uns nun wirklich nichts Neues. Da kenne ich noch weitere Themen, in deren Zusammenhang ein ähnliches Verhalten gar nicht mal so außerhalb jeder Erfahrung liegt (Events, Baksetball...).
-1 #1 brunzerla 2017-12-14 09:26
Die Frage ist, wer ist die "Bürgerschaft"? Ich wohne in Ost und sehe es eigentlich so, daß nur die an der derzeitigen Bahnlinie Wohnenden und die zukünftig Betroffenen in Ost und evtl. Lichteneiche "die Bürgerschaft" darstellen sollten. Ganz ehrlich? Mich persönlich interessiert es auch nicht, ob die Bergverbindung gebaut wird oder nicht, oder ob dann da 500 Leute nicht mehr ruhig schlafen können, da ich sie eh nicht nutzen würde, also weder einen Vorteil noch Nachteil davon hätte! Man kann mir nun vorwerfen, ich würde nicht über den Tellerrand hinausschauen, das mag sein, allerdings ist mir erstmal das Hemd näher als die Jacke.

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