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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Bei der Beurteilung der Bahnausbau-Variante „Kurzer Tunnel“ haben die Gutachter genauer hingesehen. Bisher verbreitete Negativ-Behauptungen wurden weitgehend entkräftet.

Eine Variante, die bisher von der DB Netz AG abgelehnt wurde

Die Gutachter des WVI-Büros Stuttgart haben für den Bahnausbau Bamberg zwar die Variante „ebenerdig, 4-gleisig im Bestand“ auf den ersten Platz gesetzt, aber mit einem mäßigen Ergebnis.
Wenn man tatsächlich die Ausführungen des Gutachtens liest, dann erscheinen nur die Varianten „3-gleisige Durchfahrung“, 0-Lösung und der Volltunnel (Tscherner) klar abgeschlagen zu sein. Als besonders interessant stechen hingegen die Darlegungen zum sog. kurzen Tunnel hervor – eine Variante, die von Südeingang der Stadt bis nördlich der Geisfelder Unterführung reichen würde. Auf einer Länge von ca. 1,35 km würden alle vier Gleise unterirdisch in einem Tunnel in offener Bauweise (> Bild l.) angelegt werden. Im nördlichen Anschluss an den Tunnel würde der Spurplan der Variante „Ebenerdige Durchfahrung“ folgen.
Bisher wurde diese Variante anhand wesentlicher Kritikpunkte von Seiten der DB Netz AG nachgeordnet behandelt. Die Gutachter haben sich offenichtlich die Mühe gemacht und die Kritikpunkte weitgehend entkräftet. > vgl. Auszug aus dem Abschlussbericht des Gutachtens. > hier im PDF-Format.

Auch ein S-Bahn-Haltepunkt Süd wäre realisierbar

Die Gutachter zeigen insbesondere Möglichkeiten auf, wie ein Rettungskonzept im Bereich des Tunnels aussehen könnte und dass auch ein S-Bahn-Haltepunkt Süd realisierbar wäre. Hauptunterschied zum ebenerdigen Ausbau: Es würden längeren Treppenanlagen sowie eine höhere Aufzugsanlage aufgrund der Tieflage der Station gebraucht. Was natürlich auch höhere Kosten ggenüber der ebenerdigen Variante ausmachen würde. Die fachlichen Details zur Planung können von der interessierten Leserschaft in der oben bereits genannten PDF-Datei und im „Schlussbericht zum Bahnausbau Bamberg(S. 32 - 40) gelesen werden.
Als ein weiterer zu lösender Kritikpunkt wird die Höhenlage der jeweils äußeren Tunnelröhren aufgegriffen. Die Gegner eines „kurzen Tunnels“ kritisieren, dass bei einer gleichen Höhenlage mit den inneren Röhren, Konflikte mit der städtischen Infrastruktur und Zugänglichkeit der bestehenden Bebauung entlang Nürnberger Straße sowie Theresienstraße auftreten.
Auch hier machen die Gutachter einen Vorschlag zur Machbarkeit. Um die Probleme zu vermeiden, wird eine Tieferlegung der außen liegenden Tunnelröhren um ca. 3,50 m gegenüber den inneren Röhren dargelegt. Auch diese Detaildarstellung kann hier nicht aufgezeigt werden.
Vom Bahnausbau Bamberg wären neun Eisenbahnüberführungen, zwei Straßenbrücken und vier Bahnübergänge (Ersatz durch Über- bzw. Unterführung) im Stadtgebiet betroffen. Gegenüber der Variante „Ebenerdige Durchfahrung“ ergibt sich beim kurzen Tunnel als ein wesentlicher Unterschied, dass vier der Eisenbahnüberführungen aufgrund des Tunnels zu Straßenüberführungen in teilweise veränderter Lage umgebaut werden müssten (Forchheimer Str., Münchner Ring, Geisfelder Str. und Moosstr., letztere wird durch eine neue Überführung nur für Fußgänger und Radfahrer ersetzt), was deutlich umfangreichere Anpassungen der städtischen Straßeninfrastruktur bedeutet.
Eindeutige Vorteile durch die Variante „kurzer Tunnel“ ergäben sich für Bamberg-Süd. Die Bahntrasse wäre nicht mehr sichtbar und es gäbe keinen Lärm mehr. In größeren Abschnitten fiele die Grenzwirkung der Bahntrasse ganz weg.
Der größte Nachteil der aufgezeigten Tunnellösung sind die Kosten: sie sollen angeblich bei rd. 900 Mio € liegen. Der „lange Tunnel“ in bergmännischer Bauweise wird mit 1,1 Milliarden € beziffert, der sog. Tscherner-Volltunnel würde Bahn und Bund mehr als zwei Milliarden kosten. Die zurzeit favorisierte „Ebenerdige Durchfahrung“ soll für rd. 600 Mio € zu haben sein.
20.2.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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