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Endlich: Nach nahezu sechs Jahren Diskussion und Information hat der Bamberger Stadtrat entschieden, dass der Bahnausbau durch Bamberg ebenerdig und viergleisig im Bestand geschehen soll.

Umfangreichen Forderungenkatalog an die Bahn gestellt

Nach nochmals einer langen Debatte ist am Dienstag (6.3.) die Entscheidung mit 29 zu 13 Stimmen für den ebenerdigen Ausbau „im Bestand“ gefallen. Damit entsprach der Stadtrat der Lösung, die zuletzt von dem Gutachterbüro WVI-Stuttgart auf Platz eins gesetzt und von der Deutschen Bahn sehr dringend empfohlen worden ist. Die Stadtratsmitglieder haben ihre Zustimmung allerdings auch mit einem umfangreichen Forderungenkatalog an die Bahn verbunden. Gefordert wird ein gesicherter ICE-Systemhalt in Bamberg, Rücksichtnahme auf das Unesco-Welterbe, Schutz des Erwerbsgartenbaus, Grundwasserschutz und Trinkwasserversorgung, Lärmschutz für die anrainenden Bürger, schonende Bauabwicklung und ein S-Bahn-Halt Süd. > Bild l. Die Befürworter haben zudem den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs neu thematisiert.

Stadtrat will sich Mitsprachemöglichkeit sichern

Die Mehrheit für den Ausbau im Bestand kam entscheidend durch den Meinungswechsel der SPD-Fraktion zustande, die lange Zeit auf eine „Null-Ausbau-Lösung“ gesetzt hatte. Nach Meinung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Stieringer hätte die Bahn letztlich ohnehin die Lösung vollzogen, die ihr am sinnvollsten erschienen ist. Mit einem möglichst starken Stadtratsvotum könne man noch am ehesten bei der weiteren Durchführung der Maßnahme etwas erreichen.
Zuvor hatte Helmut Müller für die CSU von einer »Entscheidung fünf Minuten nach zwölf« gesprochen. Der Stadtrat müsse die Mitsprachemöglichkeit sichern. Immerhin gehe es um ein Milliarden-Projekt, das Bamberg nachhaltig verändern werde.
Für die »finale Alternative« hat sich Dieter Weinsheimer eingesetzt. Ihm kam es darauf an, dass der Stadtrat auch über einen Ausbau im Rahmen einer Tunnellösung abstimmt. Acht Stadtratsmitglieder votierten später dafür. Ein angekündigter GAL-Antrag, nur mit einem Forderungenkatalog ohne Variantenfestlegung, kam daraufhin überhaupt nicht mehr zur Abstimmung. Offensichtlich war dieser Ablauf dann der Auslöser für die erhoffte „große“ Abstimmungsmehrheit.
Neben den GroKo-Fraktionen CSU und SPD stimmten schließlich noch Daniela Reinfelder (BuB), Martin Pöhner (FDP), Wolfgang Grader (GAL) und die beiden BA-Stadträte Dieter Weinsheimer und Herbert Lauer für den jetzt zukunftsführenden Verwaltungsantrag „ebenerdiger, viergleisiger Ausbau auf der Bestandsstrecke durch die Stadt“.

Die Eigenkosten für die Stadt werden schon jetzt mit rd. 40 Mio € veranschlagt. . > Bild l. marode Zollner-Unterführung.

7.3.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+5 #13 Bamberger_Todesstern 2018-03-08 17:14
Bahnsinn und Fachwissen??
+3 #12 Heiner 2018-03-08 13:31
@11/Bambärchä
Ich komm nicht drauf , es sind Fachleute. Das Wissen der Bahnsinn Leute ist sehr sehr groß. Sprechen Sie doch mal mit denen, dann wissen auch Sie mehr , mehr als mancher in der Verwaltung und Stadtrat. Aber wir wollen nicht weiter ausdiskutieren, der Stadtrat hat seine Entscheidung gefällt, Punkt.
0 #11 Bambärchä 2018-03-08 12:42
#3 Zitat" Hättet , was man hinterher gerne sagt auf Fachleute wie Bahnsinn gehört "

Wie kommen sie darauf, das es sich bei dieser Bürgerinitative um Fachleute handelt?
+9 #10 Heinrich Schwimmbeck 2018-03-08 12:10
Ich habe in der Diskussion zum Ausdruck gebracht, dass diese Entscheidungsmatrix nicht geeignet war, die für BAMBERG beste Variante zu finden (man fand damit die für die Bahn beste Lösung) und hätte "eine Tunnelvariante" vorgezogen. Deshalb war ich unter den 9 Räten, die dem entsprechenden Antrag der BA zugestimmt haben und habe gegen die ebenerdige Durchfahrung gestimmt.
+4 #9 Heiner 2018-03-08 12:05
@Heinrich Schwimmbeck.
Wofür stimmten Sie ? Man liest nichts.
+4 #8 Heinrich Schwimmbeck 2018-03-08 09:37
zu #7 genau darum hatte ich den OB in der Sitzung gebeten: sich einen Beschlußvorschlag einfallen zu lassen, bei dem kein Junktim zwischen einer Variante und dem Forderungskatalog besteht - er ist nicht darauf eingegangen.
+8 #7 GodFather 2018-03-08 08:53
Weise wäre gewesen die gemeinsamen Positionen für den Forderungskatalog an die Bahn zu finden und sie getrennt von der Varianten-Empfehlung zur Entscheidung zu bringen. Damit hätte man gegenüber der BAHN das stärkstmögliche Mandat gehabt, selbst wenn sich bis 2030 die Zusammensetzung des Stadtrats noch mehrfach ändern wird.
+3 #6 Heinrich Schwimmbeck 2018-03-07 23:13
zu #3: ich findes überhaupt nicht schade und es tut überhaupt keinen Abbruch, wenn der Stadtrat kein einstimmiges Ergebnis gefunden hat.
Man muss sich vor Augen halten, dass die 29 Befürworter der ebenerdigen Durchfahrung für die Variante gestimmt haben, welche die BAHN favorisiert. Was hätte es denn genutzt, wenn wir anderen 13 auch noch dafür gestimmt hätten? Eingefangen werden sollten wir dadurch, dass man sagte, ein EINSTIMMIGER Beschluss würde der Stadt mehr Power gegen die Bahn im weiteren Verfahren geben. Aber da hätten ja noch mehr für die Variante der DB gestimmt, und wo soll Widerstand gegen die Bahn herkommen, wenn wir ihr einstimmig zustimmen? #1 würde (zurecht) sagen: Da wäre der Stadtrat ja noch unterwürfiger gewesen!
+10 #5 Samson 2018-03-07 22:32
Weinsheimer hat recht: Jede Diskussion oder Streit muss mal ein Ende haben. Er hat engagiert für eine faire Bewerttung der Ostumfahrung gekämpft und klar für eine Tunnellösung gestimmt. Wenn es dafür keine Mehrheiten gibt, dann muss man sich umorientieren. Die Karawane zieht schließlich weiter, da nützt alles lamentieren nichts mehr.
+11 #4 supi 2018-03-07 11:32
# 2 -weinsheimer

nach vielen langen jahren endlich richtig erkannt :
* letztlich hat die bahn das sagen *
ansonsten, trotz des faschings endes ein dreifach donnerndes helau, ob der narren und ihrer mehrjährigen narretei

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