Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

Wenn ein/e Bahnreisende/r in Bamberg ankommt, muss er/sie einen negativen Eindruck von der Weltkulturstadt haben: Der Bahnhofvorplatz könnte kaum hässlicher sein.

Alles hängt am Bau des Regionalen Omnibusbahnhofs (ROB)

Im aktuellen Kommunal-Wahlkampf wird auch der Bahnhofsvorplatz immer wieder erwähnt und von neuen Bewerbern für das Bürgermeister- und Stadtratsmandat als besonders sanierungsbedürftig gegeiselt. Um es gleich zusagen, der Bahnhofsplatz unterliegt nicht der Entscheidungsgewalt der Stadt Bamberg, sondern gehört der Deutschen Bahn – und dort weiß man nicht mal welche von den vielen Tochtergesellschaften eigentlich zuständig ist. Das entschuldigt aber nicht den Zustand des Platzes, wie er von Bürgern und Bürgerinnen immer wieder kritisiert wird.
Von der Stadtpolitik wird als Ziel eine umfassende Aufwertung des gesamten Bahnhofsplatzes als wichtiges Eingangstor in die Stadt angestrebt. Damit sind die Flächen unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude, aber auch die gegenüberliegenden Freiflächen vor der Postfiliale und dem ehemaligen EON-Areal gemeint.
Bei den Überlegungen für eine Neugestaltung und –nutzung des gesamten Geländes vor dem Entrée-Gebäude des Bahnhofs steht die bisherige Absicht einen Regionalen Omnibusbahnhof (ROB) zu bauen gleichermaßen im Vordergrund wie im Weg. Konzepte für den Bau eines ROBs gibt es bereits, doch bisher blockierte die Bahn die Entwicklung. Mittlerweile gibt es aus dem Landkreis Forderungen, den ROB woanders hinzubauen. In Bamberg hat sich zuletzt die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz (BA) gemeldet und die Prüfung eines Standortes im Zusammenhang mit der geforderten Verschiebung des S-Bahn-Haltes Bbg-Süd verlangt. Alles vor dem Hintergrund, dass der vorgesehene Platz für den ROB am zentralen Bahnhof nicht ausreichen sollte, stetig hinausgeschoben wird oder doch woanders gebaut werden muss.

Ein grünes Tor zur Welterbestadt Bamberg könnte entstehen

Warum bewegt sich beim Hauptakteur Deutsche Bahn nichts? Als wichtigster Grund wird angegeben, dass erst im Zuge des viergleisigen Bahnausbaus durch Bamberg über den ROB-Standort entschieden werden kann. So werde die vorgesehene Fläche für die Lagerung der Baustelleneinrichtung gebraucht. Alles deutet darauf hin, dass die Realisierung eines ROB voraussichtlich erst in acht bis zehn Jahren erfolgen kann. Im Grunde weiß zurzeit niemand so recht, wie es weitergehen soll.
Anlass der Hauptkritik am Areal Bahnhofsvorplatz ist die Tristesse von den Ausgängen bis zum Platz vor der Postfiliale. Da ginge es in erster Linie um Gestaltung. Die jetzigen Haltstellen von Regionalbussen und Taxis unmittelbar vor dem Bahnhof müssten wohl verschwinden. Allerdings wohin, wenn es noch keinen ROB geben wird. Das Areal besitzt grundlegende Qualitäten als Willkommensplatz für eine schöne Stadt. Mit Blick auf den Dom, einer großzügig sonnigen Lage, gut erreichbar von allen Richtungen. Weitere Bäume könnten gepflanzt werden; ihr Schattenwurf würde am Ort und generell der Erwärmung in der Stadt entgegenwirken. Ein sonniges, grünes, weiträumiges Tor zur Welterbestadt Bamberg würde entstehen!
Noch alles Träume.
31.1.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+17 # GodFather 2020-02-01 18:01
Wenn man mal mit Verstand an den Bahnhofsvorplatz rangehen würde oder gegangen wäre, hätte man eine Situation wie bspw. in Fürth schaffen können. Den Fußgängertunnel unter den Gleisen bis zu Postplatz und gegenüber am Cocoon verlängern, als Fußgängerpassage. Das hätte zig Vorteile, u.a. dass Fußgänger barrierefrei und gefahrlos aus der Stadt zum Gleis kommen, dass der Raum am Bahnhof den Umlandbussen zur Verfügung stehen könnten, dass die Ludwigstraße für den MIV zur Verfügung stehen und der Verkehr dort fließen könnte.
Aber nein, man wartet lieber endlose Zeiten ab und schiebt die Schuld auf die Bahn. Kaum zu glauben, dass andere Städte es geschafft haben ihren Bahnhof zu modernisieren, man nehme auch Würzburg als Beispiel.
Und dass bei der Bahn niemand weiß, wem das Gebäude gehört, das halte ich für einen gerne gestreuten urbanen mythos, Tante G. spuckt nach kurzer Recherche aus, wo man ansetzen kann: https://www.stationsdatenbank.bayern-takt.de/StationsdatenbankBEG/Steckbrief.html?lang=de&efz=8000025
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+5 # supi 2020-02-02 18:44
Vorschläge hat es vor Jahren schon genug gegeben, siehe nur den planungsvorschlag von horst-peter müller, der sich dem thema auch schon mal angenommen hatte
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+5 # GodFather 2020-02-02 20:27
Wenn man sich die dort zu findenden Bilder ansieht merkt man wie lange in der Sache schon Stillstand herrscht, ein Jammer!
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Redensarten und Redeweisen

B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

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Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

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Bauärai: Bauerei. Hausbau oder Landwirtschaft.
Edsd langd mäs mid dä Bauärai. Jetzt reicht mir´s mit der Landwirtschaft/Feldarbeit/Hausbauerei.
Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

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Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
Mai Bauch hod aa mai Gäld gäkosd. Mein Bauch hat auch mal Geld gekostet.
A Böchd grössä wi dä annä. Ein Bauch größer als der andere.
Boich aidsieng, iech will durch! Bäuche einziehen, ich will durch!

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Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

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Bauch|loodn: Bauchladen. Hosentür.
Schau noo, deä hod sain Bauchloodn offm! Schau hin, der hat seine Hosentür offen.

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bävoä, bävoäsd: bevor, vorher.
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Bävoäsd mi hausd, sooch i deäs liebä. Bevor du mich schlägst, sag ich dir´s lieber.

Forts.

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