.

.

 

Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Das Schlimmste ist, dass keiner mit uns redet.“ In dieser Klage gipfelt ein Offener Brief an OB Andreas Starke zum Thema Bahnausbau Bamberg. Konsequenzen werden beschrieben.

Ohne konkrete Aussagen und verbindliche Antworten

Gabriele G. von der „Kleintierzuchtanlage Bamberg Nord e.V.“ wendet sich in einem Offenen Brief an OB Andreas Starke und die Stadtratsfraktionen. Sie schreibt „mit größter Sorge im Namen vieler mitbetroffener Mitglieder“ und benennt das Thema: „die ebenerdige Durchfahrung und die damit verbundene Zerstörung unserer Kleintierzuchtanlage“.
Die Kleintierzuchtanlage besteht seit mehreren Jahrzehnten und beherbergt nicht nur Kleingärtner, sondern auch mehrere Tierzuchtvereine wie zwei Kaninchenzuchtvereine, den Geflügelzuchtverein und den Brieftaubenzuchtverein. Alle haben im Kleingartenbereich ihre Vereinsheime. Als Aufgabe beschreibt Gabriele G. „die Erhaltung vieler Arten bei Geflügel und Kleintieren, (…) um die Artenvielfalt zu gewährleisten“.
In dem Brief wird Bezug genommen auf die Aussage des Vereinsvorsitzenden L.W. der nach eigenen Worten „sich in regelmäßigen Abständen bei der Stadt Bamberg nach Stand der Dinge Sachen ICE-Ausbau erkundigt, ohne konkrete Aussagen und verbindliche Antworten zu erhalten. Es stünde noch nichts fest, wurde ihm immer wieder von der Stadt Bamberg gesagt.“
Durch mehrere Publikationen im Fränkischen Tag seit Herbst 2019 seien die Betroffenen jedoch hellhörig geworden und haben versucht, Erkundigungen einzuholen. „Dabei mussten wir feststellen“, so Gabriele G., „dass aufgrund der vorliegenden Pläne der Deutschen Bahn und dem heutigen Planungsstand unsere Gartenanlage dem ebenerdigen Bahnausbau unwiederbringlich aufgrund des geplanten Kreuzungsbauwerkes (Kronacher Straße) weichen muss“.

Befremdliches Verhalten

In dem Bürgerschreiben wird an die Stadtratssitzung vom 6.3.2018 erinnert, in der „mit 29 zu 13 Stimmen die Empfehlung abgegeben worden ist, die ebenerdige Durchfahrung und damit den Ausbau der Bestandsstrecke zu favorisieren“. Zitiert wird aus dem Protokoll dieser Sitzung in dem es heißt: "Bei der Bahn und der Stadtverwaltung wird ein zentraler Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger für alle Belange des Bahnausbaus eingerichtet. (…) Die Beteiligung der Betroffenen, Information der gesamten Bürgerschaft, ist auf der Grundlage des bisherigen Kommunikationsprozesses transparent und bürgernah fortzusetzen."
Für Gabriele G. stellt sich „genau hier die Frage, wo diese Kommunikation in den fast zwei Jahren seit dieser Sitzung stattgefunden hat?
Auf Betreiben des Vorsitzenden L.W. habe am 14. Januar 2020 zwar ein Gespräch mit OB Starke stattgefunden. „Darüber ist uns eine Kopie des Protokolls zugesandt worden“, heißt es in dem Brief, dieses sei aber „nicht sehr aussagekräftig“. Interessant sei lediglich die Feststellung, dass sich die Stadt um Ausgleichsflächen bemühen will. Aber auch hier habe sich der Verein erkundigt und zur Kenntnis nehmen müssen, dass „die Stadt keinerlei Ausgleichsflächen parat und schon gar nicht im Stadtgebiet hat“.
Bitter schreibt Gabriele G – „im Namen vieler Vereinsmitglieder“, dass es sich um „ein Hinhalten der betroffenen Kleingärtner handelt, bis die Kommunalwahl vorbei ist, damit keinerlei Ärgernisse aufkommen und die Wahl erfolgreich über die Politbühne geht“. „Es ist befremdlich, dass ein Bürgermeister, der vom Bürger gewählte oberste Vertreter einer Stadt und deren Bürger, es nicht als notwendig erachtet, auf betroffene Bürger zuzugehen und aufzuklären, was durch den Bahnausbau zukommen wird.
20.2.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare.

Kommentare   
+9 # supi 2020-02-20 19:05
was hier beklagt wird, ist noch gar nichts was in den nächsten jahren auf die stadt und ihre bürger zukommt, es wird alle vorstellungen sprengen
Antworten | Dem Administrator melden
+16 # Bambergerin 2020-02-21 05:51
Dass man sich für den Ausbau durch die Stadt entschieden hat statt für die Umgehung werde ich nie verstehen. Ich wünschte, man könnte das noch widerrufen. Da hat der Stadtrat mal wieder zu Lasten der ganzen Stadt versagt.
Antworten | Dem Administrator melden
+3 # Heiner 2020-02-23 12:02
Die ganze Belastung hätte vermieden werden können , hätte man auf Bahnsinn gehört. Aber nein unsere "noch Volksverteter" sagten NEIN zur Ostumfahrung. Ein Frage an Herrn Weinsheime: Es gab einen Bericht wo der Oberbürgermeister gedroht haben soll , laut WEBZET, mit rechtlichen Mitteln wenn gegen den Beschluss des Stadtrates gegangen wird. Was wurde daraus. Wurde die Ostumfahrung sogar seitens der Bahn empfohlen ??
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # Weinsheimer 2020-02-23 16:57
Welche Drohungen der OB ausgestoßen hat oder haben soll, weiß ich nicht mehr. Tatsache ist allerdings, dass unser Antrag, auch die eingehauste Güterzug-Ostumfahrung der gleichen Prüfung zu unterziehen wie die anderen Vorschläge, von der GroKo mit 29 : 13 Stimmen abgelehnt wurde. Damit blieb nur nach die ebenerdige Stadtdurchfahrung. Hier waren wir für einen Untertunnelung von der UF Geisfelder Straße an die Gereuth-Siedlung vorbei. Auch hier stimmte ein Mehrheit dagegen.
Antworten | Dem Administrator melden
+3 # Heiner 2020-02-23 17:21
Danke für die schnelle Antwort. Somit ist mir bewusst wo meine Kreuze sein werden.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

-

bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

-

Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

-

Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

-

Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

-

Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

-

Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

-

Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

-

Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

-

Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

Weiterlesen ...

Die WeBZet hat keine Mitglieder. Die Anzeige ist systembedingt. 12/19-629- 165 Insgesamt 1444453

Aktuell sind 19 Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der webzet-blog wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.