Auf einen guten Tag

 

Solange du nicht Frieden machst mit der Person, die du bist, wirst du niemals zufrieden sein mit dem, was du bist.

Doris Mortman

Jahrzehntelang sah die Stadt Bamberg nur Vorteile darin, dass die Kinderbetreuungsstätten von freien Trägern geführt wurden. Man habe Geld gespart – und jetzt: anders?

Wichtige Unterlagen gab es nur als Tischvorlage

Im Rahmen der „KiTa-Offensive“ sollen in den nächsten Jahren noch einige Einrichtungen erweitert oder neu gebaut werden. Als dringend steht eine KiTa am Ochsenanger in Gaustadt an; dazu werden schon seit längerem intensive Gespräche mit einer Elterninitiative geführt. Nach heutigem Planungsstand sollen am Ochsenanger insgesamt 62 Plätze (12 Krippenplätze, 50 Kindergartenplätze) realisiert werden.
In der Sitzung des städt. Finanzsenats am 16.7.19 wurden die Prämissen für die neue Kinder-Einrichtung diskutiert. Entsprechend der Verlautbarungen aus dem Rathaus habe man sich mit keinem freien Träger über eine Trägerschaft verständigen können. Deshalb möchte man die neue KiTa selbst in städtischer Trägerschaft übernehmen.
Die finanziellen Auswirkungen für den laufenden Betrieb wurden im Beschlussantrag der Verwaltung mit Kosten in künftigen Haushaltsjahren in Höhe von 608.405 € (Betriebskosten) und 38.600 € (Personalkosten) angegeben. Zwischen Ausgaben und Einnahmen bestehe ein Defizit in Höhe von rd. 70.000 €.
Erst in der Sitzung wurde den Stadträt_innen die ersten Planungen für den Bau vorgestellt. Diese Aufgabe wird von der Stadtbau GmbH vorgenommen. Auch das Betriebskonzept wurde den Senatsmitgliedern als Tischvorlage ausgehändigt.

Die Finanzierung der KiTa ist derzeit mangels Mittel nicht zu stemmen

In der Aussprache zum Thema äußerte sich lediglich die Fraktion der Bamberger Allianz kritisch. BA-Sprecher Weinsheimer machte für den „Paradigmenwechsel“ (=Wechsel von einer Grundauffassung zu einer anderen) der Stadt ein Zerwürfnis zwischen OB Starke und führenden Trägerpersonen verantwortlich. Seiner Fraktion sei die Erstellung der KiTa am Ochsenanger sehr wichtig, sie wolle aber auch den Kostenunterschied zwischen der Stadt als Träger und einer freien, gemeinnützigen Trägerschaft wissen. Namens seiner Fraktion beantragte er, dass die Verwaltung zum Vergleich der Kosten eine entsprechende Übersicht erstellt. Des Weiteren fragte Weinsheimer nach, wer den KiTa-Neubau finanziert und ob die Stadt diesen Neubau dann anmieten oder kaufen werde. Stadtbau-Chef Veit Bergmann sagte dazu, dass man zwar eine Raumprogramm erstellt habe, Zahlen aber noch nicht gesagt werden könnten. Voraussichtlich werde der KiTa-Bau an die Stadt verkauft.
Die Gaustadter BuB-Stadträtin Daniela Reinfelder kritisierte, dass wichtige Unterlagen nur per Tischvorlage gegeben wurden. Nach ihrem Kenntnisstand wäre die kath. Kirchenstiftung St. Josef Gaustadt bereit gewesen, die Trägerschaft der neuen KiTa zu übernehmen.
In der darauffolgenden Diskussion äußerte sich CSU-Sprecher Dr. Helmut Müller mehr kritisch und SPD-Sprecher Heinz Kuntke mehr euphorisch zum geplanten Paradigmenwechsel. Der Antrag der BA-Fraktion wurde allerdings angenommen; die endgültige Entscheidung soll dann in den Haushaltsberatungen für 2020 getroffen werden - vorbehaltlich der Mittelbereitstellung in künftigen Haushaltsjahren.
Deutlich erklärte Finanzreferent Bertram Felix, dass die Finanzierung der KiTa am Ochsenanger derzeit mangels Mittel nicht zu stemmen wäre.
17.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+14 # George W. 2019-07-17 11:27
Mir ist es zwar wurscht wer die Trägerschaft einer Kita hat, aber ich sehe schon ein,
dass man darauf achtet, welche Variante weniger Kosten verursacht. Die Stadt jammert ja oft genug, dass kein Geld da ist.
Schließlich geht es nicht nur um die Kita in Gaustadt. Es stehen auch noch weitere in anderen Stadtteilen an.
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+8 # Monika S. 2019-07-18 17:51
Das man auf s Geld schaut ist schon wichtig. Denn auch in anderen Stadtteilen braucht man noch Kindergartenplätze. Dabei ist auch mir egal, wer die Trägerschaft übernimmt. Die Stadt sollte aber nicht unnötig Höhe Kosten eingehen.
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+2 # supi 2019-07-18 20:16
heute so, morgen anders und übermorgen ganz neue ideen, hauptsache immer bewegung im spiel, wir sind mit uns und nicht mit kitas beschäftigt
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+4 # Klaus M. 2019-07-20 07:46
Nach meinen Informationen will Starke nur zeigen, dass er der Obermacher ist. Auch wenn es zum Nachteil der Stadt ist.
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