Auf einen guten Tag

 

Dräng dich nicht vor, sonst musst du dich wieder zurückziehen; zieh dich aber nicht ganz zurück, sonst wirst du vergessen. 
Buch Jesus Sirach 13,10

 

Die betroffenen Eltern sind Sturm gelaufen. Für ihre Kinder in der Grundschule Gaustadt wird eine Betreuungseinrichtung gebraucht. Zunächst wird ein zweijähriges Provisorium geschaffen.

Ein freier Träger springt der Stadt zur Seite

Die als notwendig empfundene Maßnahme kann in Zusammenhang mit der geplanten EInrichtung einer KiTa am Ochsenanger gesehen werden. Mit dem Unterschied, dass diesmal ein freier Träger gebraucht wird. Deshalb kann man wohl im Sitzungsvortrag der Stadtverwaltung lesen: „Wegen der besonderen Lage in Gaustadt und dem großen Entgegenkommen des Trägers (Kirchenstiftung St. Josef Gaustadt) soll der Investitionskostenzuschuss einmalig erhöht werden, um den Träger nicht weiter zu belasten.“
Die betroffenen Eltern in Gaustadt haben auf die Stadtverwaltung und einigen Stadtratsfraktionen erheblichen Druck ausgeübt. Der Bedarf an Kinderhortplätzen war augenscheinlich. Um den Wünschen entgegenzukommen, hat die Stadverwaltung das Gespäch mit der Kirchenstiftung St. Josef Gaustadt aufgenommen. So hat sich die KiTa St. Sebastian bereiterklärt, für einen Zeitraum von zwei Jahren die Schulkindbetreuung (Kinderhort) mit 10 Plätzen ab dem Schuljahr 2019/20 einzurichten. Danach sollen wie geplant in der gegenüberliegenden Schule entsprechende Kapazitäten geschaffen werden.
Für die 10 Plätze in den Jugendräumen der Kirche werden aber insbesondere Möbel gebraucht. Im Rahmen der freiwilligen Investitionskostenförderung wird seitens der Stadt hier ein Zuschuss in Höhe von max. 7.402 € gegeben. Wegen des besonderen Entgegenkommens der Kirchenstiftung werden einmalig weitere 3.730 € übernommen.

Auch in anderen Stadteilen besteht Bedarf

Die Stadverwaltung hat in der Sitzung des Finanzsenats am 16.7.19 betont, dass mit dieser einmaligen Entscheidung auf die besondere Situation im Stadtteil Gaustadt reagiert wird. „Damit ist keine Vorentscheidung getroffen, wie der Ausbau der Schulkindbetreuung in Bamberg grundsätzlich erfolgen soll“ (Zitat Sitzungsbericht).
In der Ausprache der Senatsmitglieder wurde der Sachverhalt im Zusammenhang mit der Einrichtung einer „städtischen KiTa“ am Ochsenanger in Gaustadt gesehen. Dr. Helmut Müller (CSU) wies darauf hin, dass die Stadt aufgrund der sich abzeichnenden Haushaltslage derzeit keine Kindereinrichtungen finanzieren könne. Andererseits hob Heinz Kuntke (SPD) hervor, dass auch in anderen Stadteilen offenkundiger Bedarf bestehe. Kiki Laaser (GAL) verlangte von Stadt und Stadtrat sich »nicht zurückzulehnen und auf den Gesetzgeber zu warten«. Die Maßnahme ist notwendig, »um in Gaustadt Druck aus dem Kessel zu nehmen«, meinte Dieter Weinsheimer von der Bamberger Allianz (BA). Daniela Reinfelder (BuB) fragte nach, ob über die Begrenzung auf 10 Plätze »nochmal diskutiert« werden könne. Konnte nicht. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
20.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten.  Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+8 # Bürger dieser Stadt 2019-07-21 11:19
Hier liest man Beträge, die vergleichsweise überschaubar sind und mit denen man trotzdem etwas reißen kann.
Da drängt sich auf, v. a. diesen Klausimausi-Zuschuss zu streichen und für Kinderbetreuungszwecke einzusetzen. Egal wie man es dreht und wendet: Es ist unveratwortlich, irgendeinen Blödsinn in der Prioritätenliste vor die Kinderbetreuung zu stellen. Genau dieser Eindruck herrscht momentan vor. Auch der Spitzenbasketball muß insoweit zur Disposition gestellt werden. Wir können uns solche, teilweise obendrein gemeinschädliche, Spielereien schlicht und einfach nicht leisten.

Die Eltern wären gut beraten, mit diesem Thema etwas gelassener umzugehen. Am Ende klappt's immer irgendwie, man kann halt nicht - in typisch deutscher Manier - alles im Voraus festzurren. Hier muss man mit einem gewissen Vertrauen und Flexibilität agieren, das ist leider so.
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+5 # wähler 2019-07-21 23:29
mit Vertrauen ist den Eltern nicht geholfen. es fehlen Plätze und die Stadt mauert mal wieder. teilweise muss man schon fast von Lügenmärchen sprechen.
ich empfehle den Eltern auf die Barrikaden zu gehen, anstatt gelassen zu bleiben. sie sollten ihre Rechtsansprüche knallhart durchziehen.
mal sehen, ob der Finanzchef dann immer noch gegen Kitaplätze schreit, nur weil sie nicht rentabel genug sind.
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