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JUGENDARBEIT

Auf Staatszuschuss angewiesen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Notwendigkeit von präventiver Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche noch deutlicher gemacht. Die städt. Jugendarbeit muss neu vergeben werden.

Mit den Leistungen des bisherigen Aufgabenträgers zufrieden

Es ist rd. zehn Jahre her, dass Offene Jugendarbeit und Aufsuchende Jugendarbeit/Streetwork noch Sache des städt. Jugendamts war. Mittlerweile sind diese Aufgaben “privatisiert” und werden in Bamberg seit Jahren von der”iSo gGmbH, Beschäftigungsgesellschaft & Sozialer Verein”, wahrgenommen. Insgesamt sind und waren Stadtverwaltung und Stadtrat mit den Leistungen von iSo zufrieden und so würde man den “Sozialen Verein” auch weiter mit den zur Vergabe anstehenden Aufgaben betrauen. Geht aber nicht. Der Auftrag muss erneut ausgeschrieben werden, um dann für eine drei bis vierjährige Vertragsdauer wieder vergeben zu werden. Natürlich könnte iSo bei der erneuten Ausschreibung wieder erfolgreich sein.
Der Finanzsenat des Stadtrats hat sich am 21.6. mit dem Thema befasst und es kam zu einer längeren Aussprache. Wichtig erschienen dabei die grobe Aufgabenbeschreibung und die voraussichtlichen Kosten.
Die bisherigen vier städtischen Jugendeinrichtungen mit dem JuZ Margaretendamm, der BasKIDhall, dem Jugendtreff in Gaustadt, dem Jugendtreff Ost sowie der Jugendtreff St. Urban im Babenberger Viertel bleiben weiterhin bestehen. Die BasKIDhall in der Gereuth wird wie bisher nicht über das Gesamtkonzept offene Jugendarbeit finanziert, sondern im Rahmen der Städtebauförderung. Ein entsprechender Förderantrag ist im nächsten Jahr bei der Regierung v. Ofr. wieder zu stellen.
Ab 2022 sei daher für das Gesamtkonzept Off. Jugendarbeit sowie die Aufs. Jugendarbeit/ Streetwork Personal im Umfang von 9,75 Vollzeitstellen notwendig. Dies würde einen finanziellen Zuschuss seitens der Stadt von jährlich 688.000 € bedeuten.

Den zuständigen Fachsenat bei der Leistungsvergabe nicht übergehen

»Wenn wir von der Regierung v. Ofr. den erwarteten Zuschuss in Höhe von 160.000 € erhalten«, dann sehen sie hier einen “glücklichen Sozialreferenten”, sagte Bgm Jonas Glüsenkamp zu Beginn der Aussprache. Sein Parteikollege Wolfgang Grader (Grünes Bamberg) betonte: »Wir dürfen bei den Leistungen für die Jugendarbeit auf keinen Fall kürzen!« Er erhielt mit dieser Aussage Unterstützung von Dr. Ursula Redler (CSU-BA). Diese stellte zudem den Antrag, »den Leistungsauftrag erst nach einer inhaltlichen Konzeptdiskussion im zuständigen Fachsenat zu vergeben«. Vom Finanzsenat einstimmig akzeptiert.
Stadträtin Daniela Reinfelder (BuB) sah noch Fragen zum Sitzungsvortrag offen; insbesondere stellte sie fest, dass die tatsächlichen Kosten für das derzeitig vorliegende Konzept für die Jugendarbeit 724.000 € - »ohne Tarifsteigerungen« - umfasst. Ihr Antrag, den Tagesordnungspunkt in eine 2. Lesung zu schicken wurde gegen drei Stimmen abgelehnt.
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