Drucken

KINDERBETREUUNGBILDUNG

Kinder-Betreuungsplätze werden weiterhin fehlen

Die vor wenigen Jahren beschlossene “KiTa-Offensive” des Stadtrates zeigt Wirkung. 490 neue KiTa-Plätze sind entstanden. Es bleiben aber Lücken. Und es fehlen Hortplätze.

Auch notwendige Sanierungsmaßnahmen von Bestandsplätzen fallen an

Im Rahmen der KiTa-Offensive konnte in den letzten drei Jahren zusammen mit den Trägern der Einrichtungen eine Vielzahl an Projekten zur Entscheidungsreife geführt werden. Die hierfür bereitgestellten Haushaltsmittel haben zur Schaffung von 490 neuen Kinderbetreuungsplätzen geführt. In einem Bericht zur Sitzung des städt. Jugendhilfeausschusses stellte die Verwaltung dar, dass die Abstimmung weiterer Projekte vorangetrieben wird.
Die Maßnahmen der Kita-Offensive würden insbesondere in den Jahren 2021 und 2022 ihre Wirkung zeigen. Die Zahl der fehlenden Krippenplätze reduziert sich von aktuell noch 243 auf 99 Plätze. Im Jahr 2023 werden jedoch nach aktuellen Planungen trotz der Maßnahmen der Kita-Offensive noch immer 83 Plätze fehlen. Im Kindergartenbereich wird im Jahr 2023 eine Lücke von 100 Plätzen bestehen. Grundsätzlich wird bei Krippenplätzen eine Betreuungsquote von 65% angenommen; bei Kindergartenplätzen in Höhe von 98%.
Über die Schaffung von neuen Plätzen hinaus, müssen auch notwendige Sanierungsmaßnahmen von Bestandsplätzen vorgenommen werden. Aktuell erscheint bei drei Kindertagesstätten eine Generalsanierung unumgänglich.
Dabei schiebt sich Frage nach ausreichenden Kinderhortplätzen immer stärker in den Fokus.

CSU/BA-Fraktion setzt sich für ausreichende Kinderhortplätze ein

Die CSU/BA-Stadtratsfraktion hatte dazu bereits im März 2021 einen Antrag des Inhalts gestellt, dass zur “notwendigen Unterstützung der Familien auf dem Maiselgelände in Bamberg Süd-Ost ein Kinderhaus entstehen soll”. Dort biete sich eine der wenigen örtlichen Möglichkeiten, Kinderhortplätze zu schaffen. Die Schaffung von Kinderbetreuungs-Einrichtungen sollte sich nicht nur auf die Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren konzentrieren, sondern im Rahmen eines „Kinderhaus“ neben Krippe und Kindergarten auch einen Hort vorhalten. “Dies entspricht auch dem gesellschaftlichen Wandel”, heißt es in dem Antrag.
Im Sitzungsbericht der Verwaltung wurde dieser Punkt nur marginal angesprochen.
Jugendamtsleiter Tobias Kobold wies darauf hin, dass das betreffende Grundstück auf dem Maiselgelände weiterhin in Privatbesitz sei. Die Realisierung des Gesamtkomplexes erfordere weitere Abstimmungen. Der Antrag sollte als “behandelt” abgelegt werden.
Sitzungsleiter Bgm Jonas Glüsenkamp sah es allerdings als berechtigt an, den CSU/BA-Antrag “Kinderhaus im Maisel-Quartier” weiter auf der Tagesordnung zu lassen. Er klammerte den Beschluss, das Thema sei “geschäftsordnungsmäßig behandelt” bei der Abstimmung aus. Die anderen Beschlüsse, z.B. “die Verwaltung soll die Projekte der KiTa-Offensive zur bedarfsgerechten Entscheidungsreife bringen”, wurden einstimmig gefasst.
Webzet unter www.freie-webzet.de aufrufen und speichern! > WEITERE ARTIKEL
14.7.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.