Auf einen guten Tag

                                    

An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern im Gegenteil ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

Søren Kierkegaard

 

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Neema mä di Rolldräbbm oddä dän Aufdsuuch?
Aufdsuuch = AufzugNehmen wir die Rolltreppe oder den Aufzug?
In dänn Aufdsuuch braugsd ned naufm Obäbörchämasda! = In dieser Kleidung brauchst du nicht beim Oberbürgermeister vorstellig werden!
-
Doo hom mä dä wos aufgädsoong!
aufdsieng = aufziehen, erziehen, hänseln
Da haben wir etwas aufgezogen!
Mid diä wä i andära Seidn aufdsieng. = In deiner Erziehung muss sich einiges ändern.
Dän hom si dä wos aufgädsoong = Den haben sie sehr oft gehänselt.
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Sie sind "neu" in Bamberg? Dann wird Sie es überraschen und vielleicht auch verwundern: Am 1. November ist Allerheiligen - In Bayern ein sog. stiller Feiertag. Und da gilt Tanzverbot.

Andere Bundesländer, andere Sitten

Allerheiligen ist in Bayern auch 2017 wieder ein stiller Feiertag. Am 1. November gedenken die Christen traditionell aller Heiligen der Kirche, auch derer, die sich keinen großen Namen gemacht haben. Von der Kirche wurde der Tag erstmals im 8. Jahrhundert begangen.
Heutzutage besuchen viele Menschen am 1. November und am darauffolgenden Tag Allerseelen die Gräber ihrer Verwandten. Sie kommen dazu oft von weit her. Allerseelen ist in der katholischen Kirche der Gedenktag für alle Verstorbenen. Weit verbreitet ist dabei der Brauch, an diesen Tagen die Gräber mit Lichtern zu schmücken.
Das Hochfest Allerheiligen am 1. November ist also ein sog. "stiller Feiertag", an dem in Bayern keine Tanzveranstaltungen stattfinden dürfen und Veranstaltungen allgemein eher von ernstem Charakter sein sollen.
Das Tanzverbot führt dabei durchaus zu gewissen Konflikten. Denn in den vergangenen Jahren ist es zunehmend in Mode gekommen, am 31. Oktober - eigentlich der Reformationstag - Halloween zu feiern. Die wilden Gruselpartys haben in Bayern wegen des Tanzverbots an Allerheiligen ein genau definiertes Ende. Punkt 2 Uhr muss mit dem Spektakel nämlich Schluss sein.

Gedenken im „stillen Kämmerlein“?

Neuerdings gibt es Immer wieder Diskussionen, ob Tanzverbote in der heutigen Zeit noch angemessen sind. Befürworter sind der Meinung, dass die Stillen Tage zu unserer Kultur gehören, weil unser Land über viele Jahrhunderte christlich geprägt worden ist. Stille oder Abstinenz von Vergnügen sei ein besonderer Ausdruck von Trauer, die man seinen Vorfahren und Angehörigen schuldig sei. Besonders religiösen Menschen müsse man die stille Trauerfeier ebenso zugestehen, wie man andererseits das ausgelassene Feiern etwa 3könnten, wenn sie es ruhig haben möchten. Nichtreligiösen oder nichtchristlichen Menschen sollte man aber die Freude per Gesetz nicht verbieten.
Jedenfalls gibt es bis heute in jedem Bundesland stille Feiertage und damit Tanzverbote.

Tanzverbot bedeutet mittlerweile zwar nicht, dass Clubs oder Diskotheken auch um 2 Uhr schließen müssten. Die Lokale können durchaus länger geöffnet bleiben. Die Betreiber müssen jedoch sicherstellen, dass nicht getanzt wird und dass die Musik nicht zu laut und zu fröhlich ist. Sollten sich Nachbarn beschweren und die Polizei auf den Plan rufen, kann ein Bußgeld fällig werden.
Neben Allerheiligen gibt es noch weitere stille Feiertage in Bayern: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag, Heiliger Abend.
Nur in den überwiegend katholisch geprägten Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag.
29.10.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

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