Auf einen guten Tag

 

Solange du nicht Frieden machst mit der Person, die du bist, wirst du niemals zufrieden sein mit dem, was du bist.

Doris Mortman

Die geplante Einrichtung einer Moschee im Haingebiet soll vom Tisch sein. Neu ist hingegen der Bauantrag eines arabischen Vereins im Bamberger Norden – der auch bereits genehmigt ist.

„Das ganze Umfeld wird von Moscheebesuchern zugeparkt“

Die Stadtverwaltung schreibt, dass „ein eingetragener Verein, der sich der deutsch-arabischen Kultur verpflichtet fühlt, beantragt hat, einzelne Räume eines bisher gewerblich genutzten Gebäudes als Gebetsräume (Moschee), Schulungsräume sowie Büro zu nutzen“.
In diesem Bereich der Baunacher Straße gilt ein rechtswirksamer Bebauungsplan, der dort ein Mischgebiet festsetzt. „Die beantragte Nutzung ist im Mischgebiet genehmigungsfähig“, stellt das städt. Baureferat fest und hat gemäß der Geschäftsordnung des Bamberger Stadtrates das Vorhaben als laufendes Verwaltungshandeln eingeordnet und den Bauantrag genehmigt.
Mittlerweile haben Bürger_innen im Stadtteil von der Nutzungsänderung „Wind bekommen“ und sich an Stadträte_innen und den Bürgerverein Bamberg-Nord gewandt.
Der Bürgerverein (BüV) hat daraufhin einen Brief an Oberbürgermeister Andreas Starke geschrieben; der örtliche Stadtrat Wolfgang Wussmann (BA) hat in der Vollsitzung des Stadtrates am 23.7.19 eine Spontananfrage gestellt.
In dem von der BüV-Vorsitzenden Christina Keidel unterzeichneten Brief heißt es: Die Gewerbetreibenden und Anwohner sind mit dem Vorhaben nicht einverstanden. Folgende Gründe werden genannt: „Im unmittelbaren Umfeld … befindet sich die Moschee von DITIB (Türkisch Islamische Kultur Verein e.V.). Jeden Freitag und zu Islamischen Festtagen wird das ganze Umfeld von Moscheebesuchern zugeparkt. Die öffentlichen Parkplätze reichen schon jetzt nicht aus. Sogar private Kundenparkplätze werden von den Moscheebesuchern genutzt. Anwohner und Gewerbetreibende nehmen derzeit geduldig hin, dass die Straßenzüge zugeparkt werden.“

Eine Entscheidung von allgemeinen öffentlichen Interesse

Ein Unternehmen in der Nachbarschaft hat bisher die Nutzung des werkseigenen Mitarbeiterparkplatzes in der Baunacher Straße durch Moscheebesucher toleriert; hat jetzt aber „angekündigt, seinen Mitarbeiterparkplatz einzuzäunen und somit jegliche Nutzung durch Fremde zu unterbinden“.  Aus Sicht des BüV wird sich „die Parkplatzsituation entsprechend verschärfen und die Geduld und Akzeptanz der Bürger überstrapaziert."  
Im Rahmen einer aktuellen Anfrage griff Wolfgang Wussmann (BA) in der Vollsitzung des Stadtrates am 23.7.19  das Thema auf. Er kritisierte die Vorgehensweise der Verwaltung. Da es sich bei einer solchen Genehmigung um eine Entscheidung von allgemeinen öffentlichen Interesse handelt, hätte die Verwaltung noch vor der Genehmigung ein Stadtratsgremium informieren müssen. Eine ähnliche Kritik hatte auch die Vorsitzende des BüV, Christina Keidel, in ihrem Schreiben geäußert: Dass diese Genehmigung ohne Rücksprache mit dem ortskundigen Bürgerverein und ohne Wissen des Stadtrates erteilt worden sei, „ist äußerst befremdlich“.

Stadtrat Wussmann hatte noch mehrere Fragen zum Thema gestellt. Diese sollen nach Auskunft von Baureferent Thomas Beese in der Sitzung des Bausenates heute (24.7.19) beantwortet werden.

24.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+24 # Werner 2019-07-24 12:24
„Deutsch-Arabische Kultur“ - das ist ja knuffig. Erinnert mich schon fast an das Geschwafel von einem „Mundo Arabico“ eines leicht übergewichtigen, bärtigen Herrn aus (mittlerweile) Hallstadt.
Antworten | Dem Administrator melden
+20 # Patrickus 2019-07-24 12:34
Die Moschee im Haingebiet ist weg! Nun glaubt man im Bamberger Norden leichtes Spiel zu haben. Wer schon eine Moschee hat, kann auch noch eine zweite haben ....
Antworten | Dem Administrator melden
+18 # Redrum 2019-07-24 14:26
Schon ziemlich lustig, wie sich überall Widerstand breit macht. Jeder hat überall Bedenken.
Im gut betuchten Haingebiet, im Bergviertel....
keiner möchte sich dem multikulturellen Gedöns aussetzen.
Sagt man aber was gegen das Ankerzentrum beste plötzlich ein Nazi :-) :-) :-)
Schön immer mit zweierlei Maß messen....
Top :-x
Antworten | Dem Administrator melden
+12 # Eisenbahner 2019-07-24 16:54
Der gutbetuchte Rot- Rot-Grünwähler lebt halt auch nur nach dem Prinzip:
Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd lieber andere an! ;-)
Antworten | Dem Administrator melden
+9 # supi 2019-07-24 17:53
ja ja so ist das nun mal halt. im haingebiet angelegenheit des ganzen stadtrates samt fragen des bebauungsplans, stellplätze und parkmöglichkeiten. in bamberg nord laufendes verwaltungshandeln, der stadtrat wird nicht einmal benötigt, parkpltze egal. na ja es gibt halt menschen erster klasse, aber es muss auch menschen vierter klasse geben und wo die wohnen, das wissen wir nun. für einige super, für den rest halt wie immer blöd gelaufen.
Antworten | Dem Administrator melden
+11 # Heiner 2019-07-24 20:05
Die genehmigten Bauanträge werden doch den zuständigen Bausenatsmitgliedern vorgelegt. Sollt das nicht so sein möge man mich belehren. Sollte das nicht so gewesen sein und sich Herr Beese darauf beruft das dieses Bauvorhaben "genehmigungsfähig" und an den Räten des Gremiums vorbei geleitet haben, sollt er schnell seinen Hut nehmen und gehen. Dieses Vorhaben muss doch in der Bausenat Vorbesprechung ein Thema gewesen sein oder ging das auch hier ganz elegant unter ????????
Antworten | Dem Administrator melden
+6 # Werner 2019-07-24 21:53
Vielleicht war ja auch eine Zuwendung im Spiel, die nicht aus dem „erstgenannten Kulturkreis“ kommt. Man weiss ja nie....
Antworten | Dem Administrator melden
+5 # cityman 2019-07-25 11:39
Einfache Lösung: wenn den Christen die Kirchensteuerzahler weglaufen, könnten die doch ihre Tempel nebst Parkplätze an Muslime vermieten. :-)
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # rüpel ralle 2019-07-25 14:32
Nun in ihrer unnachahmlichen Art ist es doch der Stadt Bamberg und ihren Behörden und Ämtern wieder einmal gelungen zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
Das Haingebiet bekommt keine Moschee und dem Müller hat man auch die Nutzung des Herold-Hauses vermiest.
Zur Erreichung ihrer Ziele braucht die Stadt Bamberg weder Flächennutzungs- noch Bebauuungspläne gar Veränderungssperren, laufendes Verwaltungshandeln genügt, ach wären ihre Behörden und Ämter doch auch sonst so agil.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

WeBZet passt sich

Smartphones an

Die technischen Möglichkeiten entwickeln sind. Auch die WeBZet wird immer mehr auf Smartphones gelesen und die Leser auf klassischen PCs werden weniger. Von der WeBZet wird verlangt, dass sie sich den Smartphone-Bedingungen anpasst. Zudem wollen viele Nutzer nur noch einen Orientierungsblick auf den aktuellen Leitartikel werfen und andere Beiträge interessieren weniger. Die WeBZet wird also ihr Erscheinungsbild und den Inhalt entsprechend anpassen. Muss halt so sein!

 

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 24

Baiwäs: Beifuß.
Noo aana Endn köäd a weng Baiwäs. Zu/an eine/r Ente gehört etwas Beifuß.

-

bal: bald. fast, beinahe.
Eä woä scho bal doo. Er war schon bald da.

-

balaib, bailaib: beileibe. wirklich.
Geesd aa mied? - Iech, bailaib ned. Gehst du auch mit? - Ich, wirklich nicht!

-

bälaidichd: beleidigt.
Sägsd wos, is ä bälaidichd. Sagst (du) was, dann ist er beleidigt.

Bälaidichda Läbäwuäschd! Beleidigte Leberwurst (=empfindlich, dünnhäutig)

bälaidichn, bälaidinga: beleidigen.
Du mi fai ned bälaidinga! Tu mich bloß nicht beleidigen!
Bälaidichung: Beleidigung.
Wos du doo sägsd, däs is fai a Bälaidichung. Was du (da) sagst, das ist eine Beleidigung. ("fai" ist meistens nicht übersetzbar, ein mundartspezifisches Füllsel))

Forts.

Weiterlesen ...

Die WeBZet hat keine Mitglieder. Die Anzeige ist systembedingt. 7/19-672- 257 Insgesamt 1399048

Aktuell sind 25 Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Copyright © 2015.