Einstimmig abgelehnt. Die Pläne, in einem sanierten Schloss Geyerswörth möglicherweise ein Museum für moderne Kunst einzurichten, sind vom Tisch. Wegen der enormen Zusatzkosten.

Die Planung für eine Verwaltungsnutzung weit vorangeschritten

Schloss Geyerswörth wird auch nach seiner Sanierung im Jahr 2023 bleiben, was es ist: Ein Verwaltungsgebäude. Diese Grundsatzentscheidung traf der Finanzsenat am Dienstag (26.3.2019). Bei ihrer Entscheidung folgten die Stadträte vor allem der Erkenntnis, dass ein für Ausstellungs- bzw. Museumszwecke notwendiges Raumprogramm nur mit einem enormen finanziellen und baulichen Aufwand erfüllt werden könnte. Zwischenzeitlich seien alle Planungen und Finanzierungsüberlegungen für eine Verwaltungsnutzung schon weit vorangeschritten. Die Raumanforderungen an ein Museum würden grundlegend von den Anforderungen an ein Verwaltungsgebäude abweichen. Bereits vor zwei Jahren war der einstimmige Beschluss gefasst worden, dass die derzeitige Nutzung des Gebäudes mit Verwaltungsräumen auch künftig beibehalten werden soll.
Nach dem einstimmigen Beschluss ist die museale Nutzung des bekannten Renaissancegebäudes als Ausstellungsort für Werke der Münchner Sammlung Goetz vom Tisch.

Der Kultursenat war vorher nicht gehört worden

In der kurzen Debatte hoben die verschiedenen Fraktionsvertreter/innen ihre weitgehend gleichen Positionen hervor. CSU-Sprecher Dr. Helmut Müller freute sich über die Klärung des Sachverhalts. »Ich bin von Anfang an gegen diese Pläne gewesen«, bekräftigte er seine Haltung. Auch Heinz Kuntke (SPD) bekundete, »er sei froh, dass aus den Überlegungen, in Schloss Geyerswörth eine Dependance der Münchner Sammlung Goetz einzurichten, nicht geworden ist«. Christiane Laaser (GAL) hielt der Verwaltung vor, dass der zuständige Kultursenat vorher nicht gehört worden sei. »Unsere ablehnende Haltung bei diesem Projekt bedeutet nicht, dass wir gegen Präsentiermöglichkeiten für moderne Kunst sind«, betonte Dieter Weinsheimer (BA). »Wir waren insbesondere auch deswegen dagegen, weil wir das geplante Projekt „Kunstraum – jetzt“ im ehem. Kesselhaus am Leinritt gefährdet sahen.«
OB Andreas Starke (SPD) hielt grundsätzlich fest, dass die Idee einer Ausstellung Goetz in Bamberg dennoch weiter verfolgt werde. Der Beschluss bedeute Sicht nur, dass dieses Projekt »eben nicht jetzt und nicht dort« verwirklicht wird.
27.3.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.