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Redensarten und Redeweisen

B 17

bäduuchd: betucht. reich.
Di sän scho vo früä heä bäduuchd. Die sind schon von früher her reich.
-
Bagaasch: Bagage. Gepäck, üble Gesellschaft.
Däs is dä a Bagaasch, wuusd doo midgäbrochd hosd. Das ist (schon) eine üble Gesellschaft, die du da mitgebracht hast.
-
Bageed, Bageede: Paket(e). Muskeln.
Deä hod dä Bageede droohänga! Der hat vielleicht (Arm-)Muskeln!
-
bägeenga: begegnen.
Schuld mä uns wos, wall mä u ns scho widdä bägeenga? Schulden wir uns etwas, weil wir uns schon wieder begegnen? 
Forts.

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Schon seit geraumer Zeit stehen zwei mögliche Kultureinrichtungen für Bamberg im Wettbewerb. Jetzt wurde entschieden: das Kesselhaus soll erste Priorität haben.

In den meisten Fällen nicht wirtschaftlich oder kostendeckend

Vielleicht ist es dem anstehenden Kommunalwahlkampf geschuldet, dass im Wettbewerb zwischen dem „Kunstraum“ Kesselhaus und einem gewünschten Kulturquartier Lagarde eine Entscheidung getroffen worden ist. Das Kesselhaus am Unteren Leinritt soll mit 1. Priorität vorangetrieben und das Kulturquartier Lagarde danach umgesetzt werden. Das Kesselhaus stand schon im Wahlkampf vor sechs Jahren auf der Tagesordnung. Andererseits können – nach Darstellung der Verwaltung – die ausgewählten Liegenschaften in der ehem. Lagardekaserne ohnehin frühestens 2023 umgebaut werden.
In der Sitzung des städt. Kultursenats am 18.7.18 wurde grundsätzlich positiv aufgenommen, dass  gleich zwei Standorte für die Einrichtung eines Kulturzentrums räumlich geeignet erscheinen. Allerdings müsse man beachten, dass „Bedarfe, die von Kultureinrichtungen, -vereinen und –akteuren benannt werden, in den meisten Fällen nicht wirtschaftlich oder kostendeckend abbildbar sind und neben dem Wunsch nach Raum die Notwendigkeit der Zufinanzierung/Förderung für die künstlerischen Produktionen implizieren“ – heißt es im Sitzungsvortrag der Verwaltung. Im Klartext: Es wird nicht nur Geld für die baulichen Leistungen gebraucht, sondern sehr wahrscheinlich auch für die Nutzung und den Unterhalt der Einrichtung.

»Kulturangebote gehören zur Daseinsfürsorge«

In der Debatte bekannten sich fast alle Senatsmitglieder zur Sinnhaftigkeit der genannten Kultureinrichtungen. »Kulturangebote gehören zur Daseinsfürsorge«, meinte Dr. Franz-Wilhelm Heller von der CSU. SPD-Sprecher Felix Holland machte sich zunächst für die vorrangige Realisierung des geplanten Kulturquartiers Lagarde stark, schwenkte aber später auf den Mehrheitsbeschluss des Senats ein. Tendenziell sprach sich auch Andreas Reuss (GAL) für die Beibehaltung »der Reihenfolge« aus. Klar tat das Wolfgang Wussmann (BA): »Nach intensiven Abwägungen geben wir dem Kesselhaus den Vorrang.« Aus Sicht der Bamberger Allianz sei der Beschlussvorschlag der Verwaltung ein guter Kompromiss. In ihrem Debattenbeitrag sprach Annette Neumann (BBB) gegen die Kultureinrichtungen, denn die Stadt müsse »erst ihre Hausaufgaben machen«. Sie meinte damit Schulen sanieren und KiTa-Plätze einrichten. Martin Pöhner (FDP) stellte den Antrag, »dem Kulturquartier Lagarde im Vergleich zum Kulturraum Kesselhaus 1. Priorität einzuräumen.«
Im Zuge der Abstimmung wurde die Verwaltung beauftragt, „auf der Grundlage der bisherigen Gespräche ein Nutzungs- und Betriebsmodell der Posthalle als Kulturhaus unter Federführung des Kulturamts bis 2020 zu erarbeiten“. Andererseits sollen die „Kosten und Fördermöglichkeiten für eine Machbarkeitsstudie Kulturhaus Kesselhaus eruiert und entsprechende Haushaltsmittel für die Haushaltsberatungen 2020 angemeldet werden“. Neu beschlossen wurde, die Gespräche mit Bezug auf das Kulturquartier Lagarde mit allen Kulturinteressierten zu führen. Bei der Abstimmung gab es nur zum Einzelpunkt „Machbarkeitsstudie Kulturhaus Kesselhaus“ zwei Gegenstimmen (GAL).
22.7.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+9 # Kulturquartier 2019-07-22 15:15
Der Verein Kulturquartier Lagarde e.V. setzt sich seit über drei Jahre für die Schaffung eines Kulturquartiers in der ehemaligen Lagarde-Kaserne ein. Es ist uns wichtig festzustellen, dass auch wir es weder für zielführend noch sinnvoll halten, die beiden Standorte gegeneinander auszuspielen. Im Gegenteil, die beiden Einrichtungen würden sich perfekt ergänzen. Das Kulturquartier soll einen breiten Ansatz bieten, der bei Weitem nicht rein auf Kunst und Kultur eingegrenzt sein soll. Neben Möglichkeiten für z.B. Theater, Konzerte, Schulbälle usw. soll das Kulturquartier auch Möglichkeiten schaffen z.B. für Vereinsfeiern und - Treffen, Kinderveranstaltungen, Geburtstags- und Hochzeitsfeiern. Das Kesselhaus hingegen wäre mit seinem Raumangebot für Ausstellungen moderner Kunst und kleine Kulturfestivals und Veranstaltungen, wie sie dort bereits stattfinden bestens geeignet.

Ein Aspekt der uns sehr wichtig ist und der in der aktuellen Diskussion leider nicht vorkommt, ist das Gebäude 7114 in der Weißenburger Straße. (https://www.altbamberg.de/app/download/5812344771/Stellungnahme+Kulturquartier+Lagarde+2019-02-05.pdf).
Zwischenzeitlich zum Abriss vorgesehen soll es nun erhalten bleiben und vorerst von der Verwaltung genutzt werden. Unser Verein plädiert dafür in diesem jetzt bereits nutzbaren Gebäude schnellstmöglich ein Bürgerhaus einzurichten für Vereine und Gruppen wie z.B. Goolkids oder das Mütterzentrum Känguruh.

Rainer Pfaff – Vorsitzender Kulturquartier Lagarde e.V.
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-4 # supi 2019-07-22 15:59
mir scheint, dass frau STRin Annette Neumann (BBB) die einzige im gremium war, die mit weitsicht und verantwortungsbewusstsein an die thematik heran ging
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+5 # Bernhard 2019-07-23 01:07
"Frühestens 2023 umgebaut werden" - ja, fragt denn da niemand mehr nach wie man auf solche Zahlen kommt?

War denn die Konversion nicht eigentlich für 2015 vorgesehen?

Ist denn nicht längst die Lagarde in städtischer Hand, mit viel Steuergeld dem Bund abgekauft?
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