Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

Von der Corona-Krise sind viele freischaffende Künstler besonders hart betroffen. Viele können nicht mehr auftreten und stehen plötzlich ohne Einnahmen da.

1000 € für drei Monate für Künstlerinnen und Künstler

Die Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern unterstützt da nur bedingt. In Bayern gingen die Künstler zumindest bislang nahezu leer aus. Das soll jetzt anders werden. Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, dass es Hilfen für die Kulturszene geben soll, so vor allem eine Unterstützung von jeweils 1.000 € für drei Monate für Künstlerinnen und Künstler, die in die Künstlersozialkasse einzahlen.
Für die Soforthilfe des Freistaates Bayern und des Bundes gibt es ein gemeinsames Antragsformular. Nähere Informationen dazu und das kombinierte Online-Antragsformular sind unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ zu finden. (Der Antrag kann nur online gestellt werden.)
Damit Bamberger Unternehmen, Freiberufler, Selbständige und Kunstschaffende durch die Corona-Krise keinen Liquiditätsengpass erleiden, hat die Stadt Bamberg den „Bamberger Rettungsschirm“ in Höhe von 1,5 Mio Euro aufgelegt. Dieser gewährt als Unterstützung ein zinsloses Darlehen bis zu 20.000 €, heißt es in einer Pressemitteilung des städt. Presseamtes.
Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadt Bamberg unter www.wirtschaft.bamberg.de. Momentan ist das Volumen des „Bamberger Rettungsschirm“ aber schon fast ausgeschöpft. Noch eingehende Anträge kommen auf eine Warteliste. Das Hilfsangebot erscheint aber gerade Kunstschaffenden hohl.

Antrag: Freie Gelder aus dem Budget des E.T.A. Hoffmann-Theaters nutzen

Einen speziell auf das Bamberger Kulturleben bezogenen Antrag hat die BA-Stadträtin Ursula Redler an Oberbürgermeister Andreas Starke gestellt. Sie schlägt vor zu prüfen, “ob freigewordene Gelder aus der Saison 2019/2020 des E.T.A. Hoffmann-Theaters insbesondere für einen Schutzschirm für die freischaffenden Künstler in der Bamberger Szene genutzt werden können.“
Redler argumentiert: Das Personal des Theaters sei ja wohl größtenteils in Kurzarbeit, so dass der Großteil der Gehälter durch den Staat übernommen wird. Da auch sonst keine Kosten für Inszenierungen, Marketingmaßnahmen etc. der restlichen Spielzeit anfallen, müssten Gelder aus dem Budget des E.T.A. Hoffmann-Theaters frei sein. Zwar fallen auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern weg, doch decken diese bekanntermaßen ohnehin nur ca. 15% der Ausgaben für öffentliche, defizitäre Kulturangebote.
Die Stadträtin erwartet eine zeitnahe Antwort auf ihre Anregung.
24.4.20 Bilder: WeBZet¸ Baureferat.Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+8 # Eisenbahner 2020-04-24 17:31
Ich schreibe es hier, genau wie bei Jutta Dithfurt auf Facebook: Spargelstechen ist keine Schande!
Antworten | Dem Administrator melden
+8 # supi 2020-04-24 18:15
bauer reinhart im steigerwald sucht händeringend helfer, auf den feldern ist künstlerisches ausleben auch garantiert
Antworten | Dem Administrator melden
-9 # Bergradfahrer 2020-04-25 09:03
Ohne persönlich werden zu wollen, es war zu erwarten, dass Kommentare wie "Die solln amol wos gscheids ärbedn!" aus der eher kulturfernen Ecke kommen.
Dass dies meist Leute sagen, denen der eigene Bauch beim Bücken im Wege stünde und deren Wirbelsäule vom Sesselwarmhalten deformiert ist, finde ich lustig.
Antworten | Dem Administrator melden
+9 # Werner 2020-04-26 19:02
Ach liebster Bergradler, immer ein Herz für die Bedürftigkeit. Schön, dass es Sie gibt. Ich sag mal so: es ist immer einfach zu behaupten - hättens halt was g‘scheits gelernt, unsere sogenannten Künstler. Aber in diesem Fall zeigt sich vielleicht, wer wirklich für die hohe Kunst geboren ist oder sich einfach nur an den Fleischtöpfen labt, weil jemand ein Instrument bedienen kann. Zudem zeigt sich vielleicht auch, was in einer solchen Krise wichtig ist und was nicht. Daraus kann man lernen.
Antworten | Dem Administrator melden
-11 # Bergradfahrer 2020-04-27 08:42
Danke für die Ergänzung. Neben den "Kulturfernen" habe ich diejenigen vergessen, die sich anmaßen beurteilen zu können, was "gute" und "schlechte" Kunst ist. Was konkret diese dazu befähigt, also außer einem großen Mundwerk und wenig Ahnung, bleibt stets unbeantwortet.
Und warum sollten Kunst und Kultur nicht helfen, diese sogenannte Krise zu bewältigen? Diese spielt sich nämlich in der Hauptsache in den Köpfen ab, bekommt langsam den Touch einer induzierten wahnhaften Störung. Und da tut Ablenkung ganz dringend Not.
Geld drucken und alles runterfahren ist NICHT die Lösung, sondern macht alles erst so richtig schlimm.
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

-

Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

-

Bauärai: Bauerei. Hausbau oder Landwirtschaft.
Edsd langd mäs mid dä Bauärai. Jetzt reicht mir´s mit der Landwirtschaft/Feldarbeit/Hausbauerei.
Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

-

Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
Mai Bauch hod aa mai Gäld gäkosd. Mein Bauch hat auch mal Geld gekostet.
A Böchd grössä wi dä annä. Ein Bauch größer als der andere.
Boich aidsieng, iech will durch! Bäuche einziehen, ich will durch!

-

Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

-

Bauch|loodn: Bauchladen. Hosentür.
Schau noo, deä hod sain Bauchloodn offm! Schau hin, der hat seine Hosentür offen.

-

bävoä, bävoäsd: bevor, vorher.
Bävoä du mä fai beedn! Zuvor beten wir.
Bävoäsd mi hausd, sooch i deäs liebä. Bevor du mich schlägst, sag ich dir´s lieber.

Forts.

Weiterlesen ...

Die WeBZet hat keine Mitglieder. Die Anzeige ist systembedingt. 12/19-629- 235 Insgesamt 1437029

Aktuell sind 16 Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Richtlinien für Kommentare

Die Kommentarfunktion der WeBZet wird bei manchen Themen intensiv genutzt. Leider auch mit destruktiver Absicht. „Richtlinien für Kommentare“ sollen vor Missbrauch schützen. 

Weiterlesen ...

Copyright © 2015.