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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Von der Corona-Krise sind viele freischaffende Künstler besonders hart betroffen. Viele können nicht mehr auftreten und stehen plötzlich ohne Einnahmen da.

1000 € für drei Monate für Künstlerinnen und Künstler

Die Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern unterstützt da nur bedingt. In Bayern gingen die Künstler zumindest bislang nahezu leer aus. Das soll jetzt anders werden. Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, dass es Hilfen für die Kulturszene geben soll, so vor allem eine Unterstützung von jeweils 1.000 € für drei Monate für Künstlerinnen und Künstler, die in die Künstlersozialkasse einzahlen.
Für die Soforthilfe des Freistaates Bayern und des Bundes gibt es ein gemeinsames Antragsformular. Nähere Informationen dazu und das kombinierte Online-Antragsformular sind unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ zu finden. (Der Antrag kann nur online gestellt werden.)
Damit Bamberger Unternehmen, Freiberufler, Selbständige und Kunstschaffende durch die Corona-Krise keinen Liquiditätsengpass erleiden, hat die Stadt Bamberg den „Bamberger Rettungsschirm“ in Höhe von 1,5 Mio Euro aufgelegt. Dieser gewährt als Unterstützung ein zinsloses Darlehen bis zu 20.000 €, heißt es in einer Pressemitteilung des städt. Presseamtes.
Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadt Bamberg unter www.wirtschaft.bamberg.de. Momentan ist das Volumen des „Bamberger Rettungsschirm“ aber schon fast ausgeschöpft. Noch eingehende Anträge kommen auf eine Warteliste. Das Hilfsangebot erscheint aber gerade Kunstschaffenden hohl.

Antrag: Freie Gelder aus dem Budget des E.T.A. Hoffmann-Theaters nutzen

Einen speziell auf das Bamberger Kulturleben bezogenen Antrag hat die BA-Stadträtin Ursula Redler an Oberbürgermeister Andreas Starke gestellt. Sie schlägt vor zu prüfen, “ob freigewordene Gelder aus der Saison 2019/2020 des E.T.A. Hoffmann-Theaters insbesondere für einen Schutzschirm für die freischaffenden Künstler in der Bamberger Szene genutzt werden können.“
Redler argumentiert: Das Personal des Theaters sei ja wohl größtenteils in Kurzarbeit, so dass der Großteil der Gehälter durch den Staat übernommen wird. Da auch sonst keine Kosten für Inszenierungen, Marketingmaßnahmen etc. der restlichen Spielzeit anfallen, müssten Gelder aus dem Budget des E.T.A. Hoffmann-Theaters frei sein. Zwar fallen auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern weg, doch decken diese bekanntermaßen ohnehin nur ca. 15% der Ausgaben für öffentliche, defizitäre Kulturangebote.
Die Stadträtin erwartet eine zeitnahe Antwort auf ihre Anregung.
24.4.20 Bilder: WeBZet¸ Baureferat.Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+8 # Eisenbahner 2020-04-24 17:31
Ich schreibe es hier, genau wie bei Jutta Dithfurt auf Facebook: Spargelstechen ist keine Schande!
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+8 # supi 2020-04-24 18:15
bauer reinhart im steigerwald sucht händeringend helfer, auf den feldern ist künstlerisches ausleben auch garantiert
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-9 # Bergradfahrer 2020-04-25 09:03
Ohne persönlich werden zu wollen, es war zu erwarten, dass Kommentare wie "Die solln amol wos gscheids ärbedn!" aus der eher kulturfernen Ecke kommen.
Dass dies meist Leute sagen, denen der eigene Bauch beim Bücken im Wege stünde und deren Wirbelsäule vom Sesselwarmhalten deformiert ist, finde ich lustig.
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+9 # Werner 2020-04-26 19:02
Ach liebster Bergradler, immer ein Herz für die Bedürftigkeit. Schön, dass es Sie gibt. Ich sag mal so: es ist immer einfach zu behaupten - hättens halt was g‘scheits gelernt, unsere sogenannten Künstler. Aber in diesem Fall zeigt sich vielleicht, wer wirklich für die hohe Kunst geboren ist oder sich einfach nur an den Fleischtöpfen labt, weil jemand ein Instrument bedienen kann. Zudem zeigt sich vielleicht auch, was in einer solchen Krise wichtig ist und was nicht. Daraus kann man lernen.
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-11 # Bergradfahrer 2020-04-27 08:42
Danke für die Ergänzung. Neben den "Kulturfernen" habe ich diejenigen vergessen, die sich anmaßen beurteilen zu können, was "gute" und "schlechte" Kunst ist. Was konkret diese dazu befähigt, also außer einem großen Mundwerk und wenig Ahnung, bleibt stets unbeantwortet.
Und warum sollten Kunst und Kultur nicht helfen, diese sogenannte Krise zu bewältigen? Diese spielt sich nämlich in der Hauptsache in den Köpfen ab, bekommt langsam den Touch einer induzierten wahnhaften Störung. Und da tut Ablenkung ganz dringend Not.
Geld drucken und alles runterfahren ist NICHT die Lösung, sondern macht alles erst so richtig schlimm.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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