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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Zugegeben, die WeBZet musste nachdrücklich ermuntert werden, um eine Umfrage zur Situation der Kulturschaffenden zu machen. Es ist eine Vertrauenssache. Probieren wir´s mal.

Gefragt sind alle, die in Bamberg von Kultur leben

In Bamberg gerieten Kulturschaffende, vor allem diejenigen, die von Gagen und Eintrittsgeldern leben müssen, immer wieder in Vergessenheit und agieren oft unter dem Radar der Stadt. Noch vor wenigen Jahren existierte in der Stadtverwaltung noch nicht einmal eine Übersicht geschweige denn eine Adressliste der freien Szene Bambergs. In Anbetracht der Tatsache, dass sich Bamberg selbst gerne als Kulturstadt bezeichnet und der OB in vielen Reden stolz die drei Säulen und die ehrenamtliche Kulturlandschaft thematisiert, ist die Wertschätzung der freien Szene in Bamberg vergleichsweise ein Armutszeugnis. Es scheint auch klar: Leichter, eindrucksvoller und für eigene Interessen politisch nachhaltiger scheint es, über große Orchester, deren Budgets, Millionenbeträge im Stadttheater und über internationale Künstler in der Concordia zu sprechen.
Gerade deshalb fallen viele hauptberufliche Kulturschaffende in Bamberg immer wieder durch das Raster der Wahrnehmung, Anerkennung und Wertschätzung. Musiker mit internationaler Erfahrung, Theatergruppen und Schauspieler mit nationalem Renommee, Kleinkunstbühnen, Kabarettisten, Comedians, bildende Künstler. – Seit Jahren spricht man sie nur an, wenn es darum geht, kostenlos – beispielsweise bei Maxplatzevents – aufzutreten.

Zahlen als Basis für mögliche Hilfspakete

Die Coronakrise hat auch diese Szene schwer getroffen. Von heute auf morgen brachen ab Mitte März die Einnahmen komplett zusammen, hunderprozentiger Gageausfall von einem auf den anderen Tag und keine Buchungen mehr für das Livegeschäft bis in den Herbst hinein.
Mit Hilfe einer Umfrage soll nun bei der Stadt, der Stadtverwaltung und beim Finanzreferenten auf Fakten aufmerksam gemacht werden, um die Notwendigkeit einer nachhaltigen Unterstützung deutlich zu machen. Einerseits soll der Bedarf ermittelt werden und andererseits auf die fehlende Wertschätzung aufmerksam gemacht werden. Die freie Kulturszene ist eine wesentliche Säule für den Tourismus, die Gastronomie und das bunte Leben der Stadt insgesamt.
Zur wesentlichen Beurteilung gehören auch Zahlen als Basis für mögliche Hilfspakete.
Die Stadt Bamberg als Weltkulturerbestadt und ihr Kulturamt sollen sich in der Lage, aber auch in der Pflicht sehen, auf unbürokratischem Weg kurzfristig Maßnahmen – vielleicht nicht zur Rettung, aber zur kräftigen Unterstützung – der hiesigen Szene in die Wege zu leiten.
Deshalb werden die Kulturschaffenden in Bamberg um Unterstützung aufgefordert, an der Umfrage teilzunehmen > Fragebogen herunterladen. Dazu dient ein kurzer Fragebogen mit der Bitte um Rücksendung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Antworten werden ausgewertet, zusammengefasst und anonymisiert weitergegeben. Selbstverständlich werden die Daten vertraulich behandelt und werden nach Abschluss der Aktion gelöscht.
Sie werden aber benötigt, um ausreichend und fundiert argumentieren und letztlich Beschlüsse auf den Weg bringen zu können.
24.5.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. rechte Spalte unten) freigeschaltet.

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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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