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Zusammenstellung der verschärften Corona-Regeln in Bayern von BR24.

Ersatz für die Bayerlein-Bilder

Auf der Suche. Für die aus dem Sitzungssaal des Rathauses verbannten Bilder soll Ersatz beschafft werden. Die abgehängten Bayerleinbilder sollen auf dem Michelsberg eine neue Heimat finden.

Kann man bei weißen Wänden leichter einschlafen?

Besonders für die Interessierten sind es spannende Überlegungen: Was soll anstelle der großformatigen Bambergbilder in Zukunft im Sitzungssaal des Rathauses zu sehen sein. Unter Stadtratsmitgliedern, die über lange Jahre in diesem Saal sich oft auch gelangweilt haben, war es üblich, die Perspektiven der Bayerleinbilder auf die Stadt zu studieren. Vielleicht fällt es manchem leichter, durch den alternativlosen Blick auf weiße Wände zur Sache zurückzufinden. Oder wird es noch öfter als früher geschehen, dass ein Ratsmitglied schlicht einschläft.
Darum soll es allerdings nicht gehen.
Einem Bericht des FT v. 22.9.2020 wird im Rathaus zurzeit intensiv nach einer Alternative gesucht. Insofern verständlich, weil die Entfernung der Bamberg-Bilder von Bayerlein aus dem großen Sitzungsaal im Rathaus Maxplatz bei mehr Bürger/innen als befürchtet auf Kritik stößt. Laut FT-Bericht denkt man zurzeit darüber nach, die Wände im Saal möglicherweise weiß zu lassen oder etwa großformatige Fotomontagen des chilenischen Künstlers Pablo Zuleta Zahr (> Bild r.) anfertigen zu lassen. Der Stadtrat soll Mitte Oktober darüber entscheiden, wie nach der Abhängung der beiden Bayerlein-Ölgemälde weiter verfahren werden soll.

Soll der Fritz-Bayerlein-Weg nach einer Frau umbenannt werden?

Weiterhin denkt man im Rathaus darüber nach, ob die vier Bilder aus dem Sitzungssaal an Wänden in den weitläufigen Fluren der Bürgerspitalstiftung auf dem Michelsberg angebracht werden könnten. Damit wären die umstrittenen Bilder weiterhin einer – allerdings begrenzten - Öffentlichkeit zugänglich.
Nach eigenen Angaben der Stadt verfügt sie über 241 Werke Bayerleins – vom großformatigen Ölgemälde bis zur flüchtigen Skizze. 190 davon habe der Künstler der Stadt Bamberg selbst vermacht – unter der Bedingung, dass die Stadt seine Arbeit dadurch würdigt, dass sie sie ausstellt, heißt es in dem erwähnten FT-Artikel. Eine Darbietung der Bilder in den Gängen des Michelsberges könnte diesem Wunsch entsprechen.
Voraussichtlich auf längere Zeit ungelöst sein wird die Frage, ob der Fritz-Bayerlein-Weg auf dem Kaulberg umbenannt werden soll. Eine Umbenennung würde zwangsläufig erhebliche bürokratische Folgen für die Verwaltung und nicht zuletzt für die Anwohner mit sich bringen. Wie man hört, wird man sich Zeit lassen. Allerdings wird bereits über einen neuen Namen nachgedacht: Es soll eine weibliche Namensgeber/in sein.
26.8.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+16 # CFRA2 2020-09-26 13:58
Es ist immer noch der Sitzungssaal des Bamberger Stadtrates, wozu brauchen wir dann großformatige Fotomontagen eines chilenischen Künstlers?
Wir haben doch in Bamberg noch weitere Bilder und Künstler:
o Wolfgang Katzheimer "Apostelabschied" von 1483 (z.Z. im Hist. Museum Bbg)
o Leopöld Beyer, Ansicht mit Michelsberg, Residenz und Dom von 1837 (z.Z. im Hist. Museum Bbg)
o Edgar Stengele (geboren erst 1935)
o Fotos von Werner Kohn
...
Wenn schon ein Bildersturm vollzogen werden soll, dann sollte er auch mit Motiven ersetzt werden, die wenigstens einen Bamberg-Bezug haben!
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+16 # Michael 2020-09-26 15:17
Mein Kopfschütteln hört bei diesen Entscheidugen nicht mehr auf. SIe könnten ja auch mal bei Herrn Lüppertz nachfragen, der macht Ihnen sicher ein Angebot unter einer Million!
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+14 # Sabine 2020-09-26 15:19
Warum hat man die Bilder nicht einfach im Rathaus hängen lassen? Sind sie wohl im Bürgerspital am Michelsberg aufgehängt keine Bilder mehr, von einem Künstler mit Nazi Vergangenheit. Haben wir keine anderen Probleme?
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+7 # cityman 2020-09-27 12:24
Genau! Wichtig ist doch bei einem Bild nur, was es darstellt. Und da sind die Bayerleins doch Spitze, richtig Bamberger Motive. Die Gesinnung des Künstlers spielt doch dabei keine Rolle. Und das Geld kann man sinnvoller einsetzen, liebe Stadtspitze.
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-7 # Bamberger 2020-09-28 16:24
"Die Gesinnung der Künstlers spielt doch dabei keine Rolle"

Wie wenig sinnvoll diese Aussage ist, kann man an einem einfachen konstruiertem Beispiel zeigen:

Die österreichische Regierung hängt zukünftig in ihren Sitzungsraum handgezeichnete Motive aus Wien und Umgebung. Der "Künstler" ein gewisser Adolf H.
Aber die Gesinnung des Künstlers spielt ja keine Rolle, oder? Sitz richtige österreichische Motive! Wer kann da schon was dagegen haben?!

Und bevor jetzt der Aufschrei kommt: Mir ist klar dass das absolut überspitzt dargestellt ist. Aber die Aussage, dass die Gesinnung des Künstlers keine Rolle spielt, ist eben Käse. Natürlich gibt es da auch nicht schwarz oder weiß sondern grautöne. Und ebenso kommt es dabei sehr wohl darauf an WO diese Bilder hängen. Und ein Sitzungssaal eines demokratisch gewähltem Gremiums ist da sicherlich sensibler zu handhaben als der Flug irgendeines Krankenhauses o.ä.
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-7 # supi 2020-09-27 17:52
#CFRA2
Natürlich könnte man, wenn man überhaupt bilder aufhängen will, dies nötig und erforderlich ist, in den städtischen depots schauen, ob man fündig wird. Nur dies wird dem nach aussen getragenen anspruch gewisser leute einfach nicht gerecht, wir sind weltoffen, multikulturell, da reichen irgendwelche depotbilder einfach nicht, ein chilenischer fotokünstler der ist gerade noch gut genug, der Kohn vor ort kann das aber auch.

#cityman
Nein nein so geht das nicht, so ist das nicht. Es kommt nicht auf das motiv an, die gesinnung beim malen ist entscheidend, das hat uns hier vor ort eine im stadtrat sitzende hochqualifizierte kunsthistorikerin mit hinreichender deutlichkeit erklärt, dass aus diesen bildern die blut- und bodengesinnung nur so heraus trieft, dass nur noch die Entfernung übrig blieb.

Im ergebnis bleibt festzuhalten, was man aus welchen gründen auch immer nicht aufhängen will, nicht sehen kann, muss man auch nicht verschaemt und versteckt in irgendwelchen klosterfluren aufhängen. Hier sollte man so fair und so anständig sein, sich von den ungeliebten bildern trennen, sie an die erben zurück geben.
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+6 # güntherBert 2020-09-29 08:24
die Bilder,um die es geht sind nicht Teil des Erbes,sondern wurden von der Stadt bezahlt,1938,als sie als Auftragswerke in ihren Besitz gelangten.
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+1 # supi 2020-09-30 19:37
an dem post sieht man überdeutlich, mit welcher verlogenheit und schönfärberei die diskussion um die bayerlein-bilder geführt wird.
was die stadt bezahlt und geerbt hat, das gehört zu recht uns, das behalten wir.
damit wir in diesem zusmmenhang des erbes oder besser des vermächtnisses aber nicht verloren gehen und dem zeitgeist gleichzeitig genüge tun, stellen wir die bilder aus, aber nicht für jeden und der allgemeinheit sichtbar, sondern versteckt und verschämt in irgendwelchen klosterfluren, dem buchstabendes testamentes haben wir genüge getan und unser gewissen auch noch beruhigt, eine richtige win-win-situation. mit einem mindestmass an anstand würde man sich von den gemälden trennen und sie an die erben zurück geben.
das wäre richtige gewissenserleichterung.
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0 # güntherBert 2020-10-01 12:31
Es geht hier um einen ganz einfachen Sachverhalt. Die Bilder aus dem Sitzungssaal und ein Trausaalbild sind durch eine politische Mehrheitsentscheidung dort nicht mehr gewünscht gewesen. Die Stadt ist in diesem Fall Besitzerin der Bilder, kann über sie verfügen. Das Erbe bleibt davon unangetastet und stand gar nicht zur Debatte. Mich persönlich würde es überhaupt nicht bewegen, wenn man die restlichen knapp über 200 Werke (darunter Zeichnungen und Grafik) einfach zurückgibt, warum nicht? Wichtig ist doch nur, dass man klar Position bezieht und dort, wo sie im öffenltichen Raum, z.B. im Museum, noch ausgestellt werden, richtig kommentiert.
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+12 # Clavius1970 2020-09-28 21:04
Ich zitiere mal Otto Fürst von Bismarck:
"Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt völlig"
Ein weiser Mann mit Weitblick.
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