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KULTUR

Schwertfegerhäuschen als Literaturhaus

Ein abgebranntes Haus eröffnet manchmal neue Möglichkeiten. Das im März abgebrannte Schwertfegerhäuschen in der Karolinenstraße könnte sich als „Literaturhaus Bamberg“ eignen. 90s

Ein Literaturhaus offen für ein vielfältiges Publikum ohne besondere Anliegen

Die CSU/BA-Stadtratsfraktion hat einen Antrag an Oberbürgermeister Andreas Starke gestellt und vorgeschlagen, “dass die Stadt oder eine städtische Stiftung das kürzlich abgebrannte Schwertfegerhäuschen erwirbt, um es sanieren und ein mögliches Nutzungskonzept erarbeiten zu lassen. Die Nutzung könnte sich nach Meinung der Antragsunterzeichner an die bisherige Nutzung als Buchhandlung für erlesene, individuell ausgesuchte Bücher und Bücher mit Bamberg- bzw. Franken-Bezug anlehnen. Im ersten Stock des Hauses könnten Kulturveranstaltungen in Form von Lesungen, Buchvorstellungen, musikalischen Vorträgen, wechselnden kleinen Ausstellungen stattfinden. Der Innenhof des Hauses könnte für Kleinkunst und kleine Feiern genutzt werden. In einer Pressemitteilung der Fraktion argumentiert der frühere Bamberger Kulturreferent Dr. Christian Lange, dass schon seit Jahren “auch aus den Reihen des Stadtrats” darauf hingewiesen wird, dass Bamberg ein Literaturhaus benötigt. Die Stadt verfüge über weltweit sehr bedeutende, zum Teil einzigartige Traditionen im Bereich der Buchillustration (Weltdokumentenerbe), des Buchdrucks, des Verlagswesens, der (Kinder- und Jugend-) Literatur und der Philosophie. Diese Traditionen werden von verschiedenen Institutionen (Staatsbibliothek, museales E.T.A. Hoffmann-Haus usw.) gepflegt. Laut Lange sei jedoch ein Literaturhaus im Unterschied zu manchen Institutionen offener (zum Teil auch am Abend) und der Zugang niederschwelliger. Im Zentrum der Weltkulturerbestadt könne ein Literaturhaus für ein vielfältiges Publikum ohne besonderes Anliegen aufgesucht werden.

Literaturhaus ist Anregung des ehem. Stadtrats Andreas Reuß

Gedanken über ein Finanzierungskonzept machte sich die finanzpolitische Sprecherin der CSU/BA-Fraktion, Dr. Ursula Redler. Ein solches sollte sich an der bisherigen Nutzung orientieren und zunächst auf möglichen Zuschüssen, Sponsoring, Mieteinnahmen, Eintrittsgeldern bei Veranstaltungen gründen. Redler gab auch bekannt, dass die Idee Literaturhaus einer Anregung des ehem. Stadtrats Andreas Reuß entstammt. Unterzeichnet haben den Antrag neben den erwähnten Stadtratsmitgliedern auch noch der Fraktionsvorsitzende Peter Neller sowie Anne Rudel und Stefan Kuhn.
28.4.21 Bilder: webzet (Symbolbild in der Titelleiste). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.