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KULTUR - KUNST

1,4 Mio € für “passiven Kulturentwurf”

Die lange und bisweilen streitige Suche nach einer neuen Heimat für das Marionettentheater scheint zu Ende. Das Bamberger Kleinod soll zukünftig im Schloss Geyerswörth aufspielen.

Eine denkmaladäquate Lösung

Vier mögliche Standorte standen lange in der Debatte: der bestehende im Staubschen Haus in der Unteren Sandstraße, die ehem. Tabakscheune an der Weide, kurzzeitig das „Sound-n-Arts“-Haus in der Oberen Sandstraße und aktuell Räume im Barockflügel des Schlosses Geyerswörth. Im Kultursenat (Sitzung am 15.7.21) war man sich schnell einig, dass diese eine denkmaladäquate Lösung für das Marionettentheater wäre. Die anderen Standorte wurden aus verschiedenen Gründen verworfen. Allerdings ist auch die Realisierung des neuen Spielplatzes im Schloss Geyerswörth noch nicht gesichert, entsprechende Untersuchungen laufen noch.

Nutzung für “alle Kultur in der Stadt”

Die Debatte drehte sich allerdings weniger um den möglichen neuen Standort, als vielmehr darum, was denn mit der bereits lange Zeit leerstehenden Tabakscheune (> Bild l.) geschehen soll. Grünen-Stadträtin Vera Mammerov sagte: »Wir hielten eine aktive kulturelle Nutzung schon vorher für problematisch«, die “Scheune” als Lager hingegen, sei »ein passiver Kulturentwurf«. Kritischer setzte sich Stefan Kuhn (CSU/BA-Fraktion) mit dem Thema auseinander. Er wollte zunächst wissen, wie viel Geld in die Machbarkeitsstudie zur Tabakscheune geflossen ist. 21.000 € wurde ihm geantwortet. Finanzreferent Bertram Felix ergänzte, die Tabakscheune denkmalgerecht als Lager zu nutzen, werden rd. 1,4 Mio € Sanierungskosten veranschlagt. Kuhn blieb am Ball und verlangte im Beschluss eine Nutzung für alle Kultur in der Stadt; ein Überblick über den mögliche Bedarf soll in der nächsten Sitzung des Kultursenats aufgezeigt werden. SPD-Sprecher Klaus Stieringer meinte hingegen, dass »im Landkreis Lagerflächen preiswerter verfügbar wären«. Er halte es für schwierig, dass die Mittel für ein Kulturlager in der Tabakscheune aufgebracht werden könnten. Finanzreferent Felix hält hingegen die Aufgabe über einen entsprechenden Zeitraum hinweg für finanzierbar.
Die Entscheidung fiel einstimmig zugunsten der Lagernutzung in der Tabakscheune “für die Kultur in Bamberg”. Der Senat stimmte auch zu, das Marionettentheater möglichst im Schloss Geyerswörth unterzubringen.
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20.7.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.