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Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

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KULTUR

Eine »extrem sportliche Aufgabe«

Die Sanierung des im Jahr 2020 von der Stadt erworbene Sound´n Arts-Gebäude in der Oberen Sandstraße 20 kann teuer kommen. Eine Machbarkeitsstudie geht von rd. 9 Mio € aus.

Die Planungen hinsichtlich der Nutzung laufen bereits auf Hochtouren

Zu Beginn des Jahres 2021 sprach das städt. Kulturreferat von einer interessanten Alternative mit etlichen Vorzügen. Laut einer damaligen Mitteilung (PM) des städt. Presseamtes “plant die Stadt Bamberg hier ein Kulturhaus zu errichten”. Die Planungen hinsichtlich der Nutzung würden bereits auf Hochtouren laufen. “Fest steht bislang eine Clubnutzung im Keller.” Doch was geschieht mit den übrigen Räumlichkeiten? Jetzt scheint man einen Schritt weiter zu sein, zumindest was die Kostenschätzung anbetrifft. In der Sitzung des Kultursenats am 14.10.21 wurde eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, die verschiedene Nutzungs­varianten für das Gebäudeensemble unter Beibehaltung des Denkmalcharakters zu prüfen hatte. Als Ausgangs­punkte waren die ursprünglichen Anforderungen des Marionettentheaters (wovon mittlerweile Abstand genommen wurde) und eine Nutzung des Kellergeschosses als Musikclub vorgegeben worden. Ferner sollten alternative Nutzungsvarianten eruiert werden. Eine kulturelle Nutzung des Gebäudes war dem betroffenen Bürgerverein Sand, der Stadtheimatpflege und den angrenzenden Gastronomen und Nutzern durch das Kulturreferat bereits vorgestellt worden und “fand positive Zustimmung”, wie es im Verwaltungsbericht für die Sitzung heißt.

In der Sitzung führt fast ausschließlich Finanzreferent Bertram Felix das Wort

Im Sitzungsbericht wird als Ergebnis festgehalten, “dass die Obere Sandstraße 20 für eine Vielzahl nicht konkurrierender und vor allem auch kultureller Nutzungen geeignet erscheint”. Die Studie “geht derzeit von Realisierungskosten in Höhe von grob geschätzten rund 8,9 Mio. € aus. Für das weitere Vorgehen mit umfassender Gebäudebestandsaufnahme und Voruntersuchungen sind zunächst 200.000 € für das kommende Haushaltsjahr im Rahmen der Mittelanmeldung beantragt. Ferner ist eine Entscheidung für die künftige Nutzung des Objektes herbeizuführen, um ein Vergabe­verfahren für die notwendigen Planer zu beginnen.

In der Senatssitzung führte allerdings nicht die Kulturreferentin das Wort, sondern fast ausschließlich Finanzreferent Bertram Felix. Er stellt in der Sache zwei mögliche Ausführungsvarianten für das bemerkenswert große (langgestreckte) Haus vor. Spricht von Nutzungsmöglichkeiten, von Kosten verschiedener Machbarkeitsstudien, von “Opportunitätskosten” und räumt schließlich ein, dass es sich um eine »extrem sportliche Aufgabe« bei einer »sehr kostspieligen Sanierung« handle.
Die Redner aus den Reihen des Senats begrüßten zunächst fast alle (außer Tscherner, BBB) die konzeptionellen Vorschläge. Michael Schmitt (Grüne) zeigte sich »sehr glücklich über die vielfältige kulturelle Nutzung«. Meinte aber auch, dass die möglicherweise 9 Mio Sanierungskosten »noch nicht festgezurrt« werden sollten.
Deutlicher war Stefan Kuhn (CSU/BA): »Wir sind über die 8,9 Mio € gestolpert« bekannte er.
Kuhn wollte »konkrete Informationen, wie sich die 8,9 Mio € zusammensetzen«. Dazu gehören nach seinen Worten eine »komplette Kosten/Nutzenrechnung« beziehungsweise »mögliche Erträge bei den verschiedenen Nutzungsversionen”. Felix beantwortete die Fragen ausführlich und schränkte ein, dass Nutzungskonzepte nicht das letzte Wort seien.
Namens der SPD-Fraktion sagte Klaus Stieringer: »Wir stimmen begeistert zu. Wir schaffen Perspektiven und helfen da, wo Bedürfnisse sind.«
Der von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschlussfassung wurde wesentlich zugestimmt.

Das letzte Wort wird hier sicherlich der Finanzsenat sprechen.

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18.10.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare  freigeschaltet.

Kommentare   
+26 # Michael Wagner 2021-10-18 12:48
Wenn er sich denn auch außerhalb der Denkmalpflege so ins Zeug legen würde. Eigentlich sollte man mal nachhaken, ob sich hier nicht jemand ständig außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs bewegt, in seinem Arbeitsteil kann weder die Sanierung vom Kloster noch vom SaA liegen. Opportunitätskosten ohne Nutzungskonzept ist schon fast goldig - wie hat er die denn dann berechnet ;) Nur Glück, dass er in der Regel im Stadtrat auf noch ahnungslosere trifft.
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+15 # Gablmann 2021-10-18 20:31
9 = Neun Millionen. Sind die von allen guten Geistern verlassen?
Die Hütte könnte an einen privaten Investor verkauft werden, der die gewünschte Nutzung akzeptiert und umsetzt. "Städtebaulicher Vertrag" heißt sowas.
Bei dem bimberles Kaufpreis zahlt die Stadt bei Weiterverkauf sicher nicht drauf.
Zu Stieringers populistischen "Gutmensch-Ansage" äußere ich mich besser nicht weiter. Sonst wird es vomWEBZET Administrator vollständig gestrichen.
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+14 # Bergradfahrer 2021-10-19 07:27
8,9 Millionen? Ich mag ja schöne, alte Gebäude und Städte und alles total gern. Ich liebe historisch Wertvolles, allerdings wäre es in diesen finanziellen Umständen und der aktuellen Wohnraumlage und Inflationsentwicklung nicht besser, wenigstens ein paar Sozialwohnungen mit dem Geld zu bauen?
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+11 # Clavius1970 2021-10-19 19:13
Guter Gedanke :-) Selbst bei den heutigen Baupreisen bekommt man da locker 2000 - 2500 qm Wohnfläche zusammen. Also ca. 30 Wohnungen unterschiedlicher Größe.
Das Problem ist nur daß hier Leute am Werk sind, die für ihr jeweiliges Klientel ein billiges Refugium auf Steuerzahlerkosten suchen.
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+17 # Bamberger 2021-10-19 08:31
Mensch ist die finanzielle Situation der Stadt wieder "angespannt", "fürchterlicher", "besorgniserregend"

9 Mio. für ein Haus in der Sandstraße
8 Mio. für die Reithalle in der Lagarde (siehe FT von heute)
was man so hört 8 Mio. für die Buger Brücke (wer's glaubt, dass es bei den 8 Mio. bleibt...)

Und unsere Schüler so? Die sitzen großteils immernoch auf Toiletten aus den 60er Jahren. Weil wenn man für Schulen Geld ausgeben müsste, fehlt es irgendwie komischerweise immer gerade zur rechten Zeit.
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-8 # supi 2021-10-19 16:35
ja und wo ist jetzt das problem, man muss halt auch mal prioritäten setzen können, will heissen, was interessieren mich irgendwelche schüler und deren toiletten, wenn es um kulturschaffende geht.
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+10 # Bamberger 2021-10-20 12:24
Vor allem wenn man selbst keine Kinder hat, oder?
Ein Schelm wer böses dabei denkt, warum sich in Sachen Schulen nichts tut, seit wir diesen Finanzreferenten haben.
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