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Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

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KULTUR - STADTENTWICKLUNG

 Das erste grün-rote Projekt wird angepackt

Seit einigen Jahren wird die Diskussion inklusive Forderungen über ein “Kulturquartier Lagarde” geführt. Ein erster Beschluss dazu wurde jetzt gefasst. Es kann sehr teuer werden.

Die denkmalgeschützte „Reithalle“ soll jetzt das Kulturquartier werden

Finanzreferent Bertram Felix war nicht zugegen. Aus welchem Grund auch immer. Dabei ist er von Amts wegen schwer betroffen!

Ein geplantes Kulturquartier Bamberg soll ein attraktiver Mittelpunkt auf der Fläche der ehemaligen Lagarde-Kaserne werden. Ursprünglich war die ehem. Posthalle für einen entsprechenden Umbau vorgesehen, jetzt haben sich Verwaltung und Stadtrat für die ehem. Reithalle entschieden. Das Kulturquartier soll sowohl für kommerzielle als auch für nichtkommerzielle Nutzung zur Verfügung stehen und sich zu einem zentralen Begegnungsort in Bamberg-Ost entwickeln. Bürgerverein, Initiativen und Vereine aus dem Stadtteil könnten dort Platz finden und begrüßen die Entwicklung.

Ursprünglich war vorgesehen, aus der ehem. „Posthalle“ ein "Kulturhaus Lagarde" zu machen. Im Sitzungsbericht der Stadtverwaltung wird jetzt dazu festgehalten, dass die Halle nicht den erforderlichen Ansprüchen bezüglich des Lärmschutzes und der statischen Tragstruktur entspricht. “De vorgesehene Nutzung ist nur durch erhebliche bauliche und kostenintensive Maßnahmen umzusetzen.” Beim Finanzierungsbedarf muss mit einem städtischen Anteil in Höhe von ca. 7,7 Mio € gerechnet werden.
Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, die denkmalgeschützte „Reithalle“ als Kulturraum zu entwickeln, “der die gleiche Nutzung zu günstigeren Konditionen ermöglicht”. Die Reithalle ist ein eingetragenes Einzeldenkmal und befindet sich im Eigentum der Stadt Bamberg. Im Falle einer Sanierung eröffne sich eine hervorragende Förderkulisse durch Städtebaufördermittel, Bayerischen Entschädigungsfonds und Oberfrankenstiftung ergibt.

                                            Kosten bewegen sich mutmaßlich zwischen 570.000 und 670.000 € im Jahr

Über die Jahre hinweg hätten sich “einige sehr gute und durchaus tragfähige Konzepte und Ideen für die Reithalle ergeben”, schreibt die Verwaltung. Allerdings sei die Nutzfläche der Reithalle (ca. 1.300 m2) kleiner als die Nutzfläche der Posthalle (ca. 1.700 m2). Um den Startschuss für ein Kulturzentrum in der „Reithalle“ zu geben, sollten 1,0 Mio € in den Haushalt eingestellt werden
Erst in der Debatte des Konversionssenats (21.10.21) über den neuen Vorschlag der Verwaltung wurde einigermaßen deutlich, mit welchen Kosten bei einem - noch nicht definierten Kulturbetrieb - für Betrieb, Instandsetzung und Unterhalt gerechnet werden müsste: zwischen 570.000 und 670.000 € pro Jahr.
Kultursprecher Michael Schmitt (Grünes Bbg) zeigte sich sehr angetan. forderte aber, dass die Reithalle zeitnah erschlossen werden müsse. Auch der Sprecher der CSU/BA-Fraktion Stefan Kuhn sprach von einem »guten Tag für den Bamberger Osten«. Dieser bekomme wieder eine “Mitte”. Die Frage von Kuhn, was denn aus den Überlegungen der Justiz (Zentralstelle Cybercrime Bayern) bezüglich einer Übernahme der Reithalle geworden sei, antwortete später OB Starke: »Diese spielen keine Rolle mehr«.
Zwischen den Zeilen kritisch äußerte sich SPD-Fraktionssprecher Klaus Stieringer zu dem Projekt. Man dürfe nicht sagen »egal zu welchem Preis«. Stieringer verlangte ein Betriebskonzept zu erstellen und synchron in die Planung einzubeziehen. Noch deutlichere Worte fand später sein Fraktionskollege Heinz Kuntke, der von einem »Blankoscheck« sprach, wenn man jetzt zustimme und weder ein Betriebskonzept noch die tatsächlichen Kosten kenne.
Gegen das Projekt sprach sich Norbert Tscherner (BBB) aus. Aus seiner Sicht kämen die Schulen zu kurz. Daniela Reinfelder (BuB) erinnerte angesichts der möglichen Kosten: »Der Kunstraum Kesselhaus darf nicht vergessen werden.« Hingegen freute sich Ursula Sowa (GB): »Das erste grün-rote Projekt, das angepackt wird.«
Im Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, für den Haushaltsplan 2022 finanzielle Mittel in Höhe von 1,0 Mio Euro für Planungsleistungen, Voruntersuchungen und ein Betriebskonzept anzumelden. Dazu ist schriftlich vom Finanzreferat angemerkt: Für “Kosten in Höhe von 1,0 Mio. € ist keine Deckung im Haushalt gegeben … In künftigen Haushaltsjahren betragen die Kosten für Kapitaldienst (Zins und Tilgung): 500.657 Euro; Betriebskosten: 164.135 €.
Der Finanzreferent erschien einige Tagesordnungspunkte später ...

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22.10.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare freigeschaltet.

Kommentare   
+11 # Eisenbahner 2021-10-22 09:39
Unglaublich, mehr gibt es dazu nicht zu sagen! :-x
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-8 # Werner 2021-10-22 11:22
Was haben Sie denn, Herr Eisenbahner?

Es ist halt doch nicht so, was viele denken und hinter vorgehaltener Hand oder hinter der Maske murmeln: die grün-roten können halt doch was, gell?
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+14 # Patrickus 2021-10-22 13:27
Das sollten sie noch abwarten. Mit Schuldenmachen kann man viel beschließen.
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+13 # supi 2021-10-22 15:26
# werner
also worin hier die überragende leistung der rot-grüen besteht, gar dass man noch zum ergebnis kommen könnte, die haben was drauf, die können halt doch was, das erschliesst sich mir in anbetracht der probleme vor ort leider nicht.
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-2 # Werner 2021-10-22 16:52
Muss ich den jedesmal ironisch gemeintes als solches kennzeichnen?
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+1 # supi 2021-10-23 17:37
durch die antwort auf einen anderen post hat es von der ironie etwas verloren
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+5 # cunningham 2021-10-23 15:22
@Werner
"die grün-roten können halt doch was"
Das einzige, was die Grün-Roten können, ist das Geld anderer Leute ausgeben. Das war aber schon immer so.
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-4 # Goblmoo 2021-10-22 15:23
Eine autofreie Innenstadt wäre doch viel eher ein grünes Projekt.
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+13 # Gablmann 2021-10-22 16:13
Ich möchte da kein Entscheider sein müssen.
Natürlich muss man als Stadt für Kultur Geld ausgeben. Die Frage für wen und wieviel ist halt schwierig. Vor allem wenns überall woanders brennt (Schulen, Kitas,...) und Wünsche für "Flaniermeilen" , Fahrradwege, Basketball, Marionettentheater und FC-Stadion auch noch dazu kommen.
Die Symphoniker kosten ca. 2 Mio, das Theater ne gute Mio...usw...
Sport- und Feuerwehrvereine etc. leisten beste Jugendarbeit werden aber als Stiefkind behandelt.
Ich finde eine Kulturfabrik toll, bloß muss man unterscheiden, was eine freiweillige Leistung kostet und was tatsächlich gemacht werden muss!
Die Millionen die durch den Bahnausbau unzweifelhaft auf uns zukommen sollte jeder gewissenhafte Mensch stets bedenken.
Vielleicht muss man auf den einen oder anderen Luxus halt LEIDER verzichten.
ODER: Überlegen, ob manche Maßnahmen nicht billiger umsetzbar sind. Warum kostet alles immer Millionen???
Eine z.B. Kulturfabrik ist sicher auch mit Low-Budget zufrieden, die wollen bloß ein Refugium - und das sei ihnen von Herzen gegönnt.
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+8 # Ines 2021-10-22 19:45
Wenn der Stadtrat mal denken würde, kann man auch Foerdermitteln von Denkmalschutz beantragen. Man muss nur ein sinnvolles Konzept vorlegen beim Denkmalschutz. Was möchte denn der Herr Stieringer für ein Betriebskonzept haben?
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+5 # nachdenkerla 2021-10-24 19:41
wenn ich schon lese, dass der Finanzchef mal wieder dagegen ist. der Egoist soll sich lieber mal Gedanken machen, warum sein Tellerrand gar so kurz ist.
aber wehe der machtgierige Kerl will etwas was ihm gefällt. da kann er plötzlich über Leichen gehen. doch für die Allgemeinheit hat der heimliche BGM rein gar nix übrig. Ich würde ihn lieber heute als morgen entsorgen. Grund genug liefert ja schon die Überstundenaffaire, die er vollständig zu verantworten hat.
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