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    MIGRATION

Unterkünfte für Geflüchtete umstritten

In einem Breitengüßbacher Industriegebiet sollen Wohncontainer für Asylsuchende entstehen. Dagegen regt sich Widerstand. Von Ghettoisierung und mangelnder Integration ist die Rede.

Bürger und Bürgerinnen gehen an die Öffentlichkeit

Folgt man einem Artikel des Fränkischer Tag v. 14.12.22, dann gibt es “Wirbel um die geplante Asylunterkunft” in Breitengüßbach. Das Landratsamt Bamberg hat vor kurzem (> WebZ-Bericht am 10.12.) die Absicht angekündigt, in Burgebrach und Breitengüßbach Containerunterkünfte mit (zunächst?) jeweils 50 Plätzen einzurichten. Aufgrund dieser Ankündigung soll sich ein “ausgiebiger E-Mail-Verkehr mit den Behörden” entwickelt haben und “Unterschriftenlisten, unter anderem in einem Supermarkt ausgelegt” worden sein.
Laut FT sorgen sich “einige Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten und wohnen”. Unter anderem soll von einer „Ghettoisierung wie im Ankerzentrum (Bamberg) und mangelnde Integration“ die Rede sein. Wegen der Entscheidung, die Wohncontainer in unmittelbarer Nachbarschaft zu platzieren, fühle man sich „überrumpelt und in die Ecke gedrängt“. Das sei auch der Grund, warum Bürger und Bürgerinnen in dieser Form an die Öffentlichkeit gegangen seien.

Besorgte Bürger/innen wehren sich gegen Etikettierung

So wie bei diesem Thema üblich, werden die Initiator/innen der Unterschriftenaktion auf den sozialen Medien in die rechte Ecke gerückt. Diese versuchen sich mittlerweile nachdrücklich gegen diese Etikettierung zu wehren. Andererseits habe - auch wie üblich - “die Unterschriftenaktion in den sozialen Netzwerken große Kreise gezogen und auch Gruppen mobilisiert, die die Unterbringung von Asylsuchenden in der Region generell ablehnen”, heißt es in dem FT-Bericht.
Generell werde es kritisch gesehen, dass Asylsuchende in Containern in einem Gewerbegebiet wohnen sollen, “wo am Abend nichts los ist. Das habe nichts mit Integration zu tun.“ Des Weiteren mache man sich Sorgen, dass in einem Gewerbegebiet, in dem viele Frauen arbeiten, womöglich viele unbegleitete Männer in die Container einziehen.

Auf ihrer Internetseite teilt die Gemeinde mit, dass die von der Regierung von Oberfranken an Breitengüßbach  zugewiesenen Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern kommen.  Aus welchen Ländern die max. 50 Bewohner/innen kommen werden, steht noch nicht fest. Zurzeit kommen überwiegend Menschen aus Syrien, Afghanistan, Georgien und Moldawien.

Breitengüßbachs Bürgermeisterin Siegrid Reinfelder versucht seit Tagen, die Wogen zu glätten. Es liegt der Gemeinde fern, so die Bürgermeisterin, über die Köpfe der Menschen hinweg Entscheidungen zu treffen. Die Standorte für die Wohncontaineranlagen seien aufgrund der aktuellen Situation innerhalb weniger Tage festgelegt worden.
Das Landratsamt habe das Privatgrundstück in Breitengüßbach entsprechend der rechtlichen und praktischen Voraussetzungen geprüft. Diese seien gegeben. Die Kritikerinnen und Kritiker sehen aber auch beim Thema Grundstück noch offene Fragen. Auch dazu wollen die zuständigen Personen vom Lkr. Bamberg, des AWO-Kreisverbands als Träger der Einrichtung und Verantwortliche der Gemeinde Breitengüßbach Rede und Antwort stehen. Der Informationsabend soll am Mittwoch, 18.1.2023 um 18:00 Uhr in der Gemeindeturnhalle (Zentrum 1) stattfinden.

Geschrieben: -mdw; vBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);

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der wechselbalg
böse zungen würden nun behaupten, nicht die container, sondern etwas ganz anderes stört, aber das sind ja nur böse zungen
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Bewertungsbilanz 20.12.22: +3 / 1-

2
Kritiker
Der FT entwickelt sich wieder zum totalen Mainstream für die Regierenden. Vielleicht kann den neuen Schreibern dort mal erklären was Journalismus eigentlich ist.
Ach ja, die Webzet hat ja auch viel abgeschrieben.
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Bewertungsbilanz 20.12.22: +10/ 0-

10
merci
Genau wie in Bamberg werden die Argumente gegen eine Unterkunft nicht gehört werden.
Genau wie in Bamberg werden sich alle vorab erfolgten Befürchtungen hinterher als wahr herausstellen.
Und genau wie in Bamberg wird die Regierung und ihre untergeordneten Akteure die Augen vor den Problemen verschließen und keine Abhilfe schaffen. Bei der letzten Anwohnerversammlung der Nachbarn des Ankerzentrums haben sich erschreckende Zustände und unfassbare Einzelschicksale offenbart. In die Öffentlichkeit und in die Medien werden diese Zustände vermutlich keinen Weg finden.
Der OB von Bamberg geht fest davon aus, dass das Ankerzentrum 2025 geschlossen wird und sich alle Probleme in Luft auflösen. (Von den Nachbarn glaubt das keiner.)
Nachdem jetzt Bamberg 10 Jahre diese Last getragen hat, muss nun eben der Landkreis dran glauben. Über 2500 Flüchtlinge und deren Probleme müssen ja dann verteilt werden. Da kann sich ja jeder selbst ausrechnen, was auf die Landkreiskommunen zukommt.
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22
Sebastian
Vor kurzem schrieb die amerikanische Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“ über Deutschlands Migrationspolitik:
Obwohl seit 2015 mehr als 13 Millionen ins Land kamen, fehlen Arbeitskräfte. Stattdessen stiegen das Heer der Sozialhilfeempfänger und die Kriminalität.
Bin ich jetzt ein Nazi?
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26
Eulenspiegel
Ich finde es lustig laugh
Endlich kommen die ersten auch im Landkreis in den Genuss, und es werden nicht die letzten sein.
Breitengüßbach und Burgebrach sind erst der Anfang, von
A ltendorf bis Z apfendorf wird über kurz oder lang jedes Dorf daran glauben müssen.
Und glaubt nur ja nicht, dass bei der Größe und der Belegungszahl schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Da ist noch drastisch Luft nach oben cool
In der Stadt wird es dasselbe geben: JEDES Stadtviertel wird in Zukunft sein Asylpäckchen zu tragen haben, nicht nur der Osten. laugh
Und den Gaustadtern und Süd-West'lern wünsche ich das ganz doll von ganzem Herzen whistle
Wie war doch die Aussage einmal:
..."dieses Land wird sich drastisch verändern, und ich freue mich darauf"....
Göring-Eckhardt, wenn ich mich nicht irre, ich lasse mich aber gerne korrigieren.
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S.Bibber
Wen juckt das noch?. Ein falsches Wort dazu und schon ist man Fa... oder Na...
Unsere Demokratie geht den Bach hinunter.
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34
Michl
Und der hießige ft ist bei der Hetze und der einseitigen Berichterstattung ganz vorn dabei!
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