Bamberchä Deutsch

Alt-Bamberger Redensarten und Redeweisen

D 29

Doch, Dächä: Dach, Dächer.
An aufn Doch schdaing. Einen/Jemanden auf das Dach steigen. (zur Brust nehmen)
Du wäsd glai aana aufn Doch grieng, wännsd nu a weng frächdusd! Du wirst gleich eine aufs Dach bekommen, wenn du noch ein wenig frech(tust) bist.
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Doch I babbm: Dachpappe.
A weng Dochbabbm drauf, donn is widdä dichd. Ein wenig Dachpappe drauf, dann ist (es) wieder dicht.
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Döchd: Hut.
Di hod dä an Döchd auf! Die hat (dä=vielleicht; hier: komischen) einen Hut auf!
Du dain Döchd roo, du oldā Bauänschdoffl! Tu deinen Hut runter, du alter Bauern-(Stoffl= Mensch ohne Benehmen)

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Dochdä, Döchdä: Tochter, Töchter.
Anära Müddä hom aa schöna Döchdä. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.

Dochhoos: Dachhase = Katze.
In dä schlächdn Dsaid hod mä Dochhoosn gässn. In der schlechten Zeit hat man Dachhasen gegessen.
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Doch I schoodn: Dachschaden. unzurechnungsfähig.
Deä hod doch a weng an Dochschoodn. Der hat doch ein wenig einen Dachschaden…. ist ein wenig/etwas unzurechnungsfähig.

Altes Bambergerisch wird kaum noch gesprochen. Hier handelt es sich zudem um die Gärtnervariante. Zusammengestellt von Wolfgang Wußmann (†), übersetzt von mdw.

D 28 

Doäf, Döäfä: Dorf, Dörfer.
Dsän Billichfrässn gän si naus di Döäfä. Zum Billigessen gehen sie hinaus in die Dörfer.

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Doäla, Doäle: Dorothea.
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Doäläddn: Toilette.
Wu isn doo a Doäläddn? Wo ist denn da/hier eine Toilette?

dobbld I gämobbld: doppelt und dreifach.
Deä grichds dobbldgämobbld, hindn un voän naigibloosn. Der kriegt es doppelt und dreifach, hinten und vorn reingeblasen.
Fraili dobbldgämobbld, Hundsfodsn grigsd! Freilich doppelt …, Hunds… (nicht übersetzbar, hier: nichts) kriegst.
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Dobf: Topf.
Deä hod dä an Dobf äwüschd! Der hat (dä= hier: vielleicht) einen “Topf” erwischt! (Topf = wenig attraktive Frau)
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Döbfläs I guggä: Topfgucker.
Gäll, dai Oldä is aa so a Döbfläsguggä? Gell, dein Alter (Ehemann) ist auch so ein Topfgucker. (Schaut immer vor dem Essen in die Töpfe).

D 27

dis: dich es, dir es.
Loss dis ned roia! Lass dich es nicht bereuen! oder: Pass auf, dass du es nicht bereuen musst!
Loss dis fai guudgee! Lass dir es (fai= Füllsel) gutgehen!

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Dischdäggn: Tischdecke.
Dischdäggn roo, eds wäd gäkad! Tischdecke runter, jetzt wird gekartelt!
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disch gäriän: diskutieren.
Di hom dä wild dischgäriäd!. Die haben (dä = hier: vielleicht) wild diskutiert!
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do, doo, da: da
Da doo host däs, dass a Ruu is! Da hast du es, damit Ruhe ist! (... du zufrieden bist)
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doäd, doädn: dort.
Doädn word aa ned long, deä hälds nirchänds wuu long aus. Dort war er auch nicht lange, der hält es nirgendwo lang aus. 
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Doädn: Torte(n). Bescherung.
Eds hosd dai Doädn! Jetzt hast du deine Bescherung! (hier ist Ärger, Problem gemeint)

D 26

Diisch, Diischä, Disch: Tisch(e).
Dud hald a boä Diisch dsamschiem, donn hom mä alla Blods! Tut halt ein paar Tische zusammenschieben, dann haben wir alle Platz!

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Dingä: Dinge.
Doo geeds doch ned mid rächda Dingä dsu. Da geht es doch nicht mit rechten Dingen zu.
Dän sigsd blos mid so junga Dingä, dän oldn Schnallndraibä! Den siehst du bloß mit so jungen Dingern (Mädchen), den alten Schnallentreiber (Frauenjäger)!
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Dingla: Ding, junges Mädchen.
Woos willsdn mid denna junga Dingla, doo hod doch dä Schdoodsonwold nu sai Händ drauf? Was willst du denn mit diesen jungen Dingern, da hat doch der Staatsanwalt noch seine Hände drauf?
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diräggd, däräggd: direkt.
Is dai Olda immä so däräggd? Ist deine Alte (Frau) immer so direkt?
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Diräggdä, Däräggdä: Direktor.
Jawoll, Hä Däräggdä, is rächd Hä Däräggdä. Jawohl, Herr Direktor, ist recht Herr Direktor.
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diriliän: singen, (tirilieren)
Di Vöchäla dun dä schöö diriliän! Die Vögel(chen) tun (dä = Füllsel, hier: vielleicht) schön singen. 

B 25

Didä l niäla: Stückchen.
Dsu rudsch a Didäniäla! (Geh) zu, rutsch noch ein Stückchen (auf der Bank).
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Dieblschdool: Diebstahl.
Deä höggd doch aa weechä Diebschdool. Der sitzt doch auch wegen Diebstahl.
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Diechä: Schimpfwort. Tiger.
Wos will dänn deä old Diechi? Was will denn der alte Tiger?
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Diegl, Diechl:Tiegel, Topf, Gefäß.
Hool dä aa an Diegl! Hol dir auch ein Gefäß! Bsp. Bierglas
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Diegl | kuung: Tiegelkuchen. Topfkuchen.
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Difdlä, Düfdlä: Tüfler, Bastler.
Dai Moo is a oldä Difdlä. Dein Mann ist ein alter Tüftler.
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diffisil: diffizil, schwierig.
Däs Äläggdrischa is a diffisila Sach. Das Elektrische ist eine schwierige Sache.

D 24

denggn: denken.
lech dengg ja goä ned droo. Ich denk ja gar nicht dran.
Woos iech dengg, däs is mai Sach! Was ich denk, das ist meine Sache!
Äs Denggn woä nu nii sai Schdärggn. Das Denken war noch nie seine Stärke.
Däs denggd mä ned vo na. Das denkt man nicht von ihm.
Öäschd denggn, donn reedn! Erst denken, dann reden.

dera: ihr.
Dera iä Moo is aa gschdorm. (Der) ihr Mann ist auch gestorben.

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deräd lweeng: ihrerwegen.
Derädweeng raissäsd du dä än Oäsch aa nu auf! Ihretwegen (würdest) du dir den Arsch auch noch aufreißen (= würdest du alles machen)!

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Diä, Diärä: Tier(e).
A hoochs Dia! Ein hohes Tier!
Woos wolln dänn di oldn Diärä? Was wollen denn die alten Tiere? = Männer

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Dibbl I brüüdä, Bennä: Penner.

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Dichdä: Dichter
Di Raimä un di Dichdä, däs sän di grössdn Lichdä. Die Reimer und die Dichter, das sind sie größten Lichter.

D 23
deena: dehnen. ausdehnen.
Um noina muss mä im Bedd äschaina, um dseena muss mä si äs öäschda Mol deena.
Um neun (Uhr) muss man im Bett erscheinen, um zehn muss man sich das erste Mal dehnen.
mehr zu D 23 bis D 1 

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Degg, Deggn: Decke, Zudecke, Zimmerdecke.
Iech maan, mä fälld di Degg aufn Kobf. Ich meine, mir fällt die Decke auf den Kopf.
Mä muss si immä nooch di Deggn schdräggn. Man muss sich immer nach der Decke strecken.
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Deggl: Deckel.
Mach dain Deggl dsu, sunsd dsooldsd a Moos! Mach deinen (Bierglas-)Deckel zu, sonst zahlst du eine Maß Bier. (Brauch früher)
Grigsd glai aana aufn Deggl! Du kriegst gleich eine auf den Deckel (Kopf)!
Di find scho aa nu iän Deggl. decken. schützen. Die findet schon auch noch ihren Deckel (Mann).
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deggn: decken, schützen
Du na nä immä deggn, du wäsd scho nu sääng, woosd aufdsiechsd! Tu ihn nur immer decken, du wirst schon noch sehen, was du aufziehst. (einen Schlingel)
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denäna, denna: denen.
Denäna wä mäs dsaing. Denen werden wir es zeigen.
Denna gönn is ned. Denen gönne (ich) es nicht.

D 22

dea: der
Deä brauchd mä nimmä kumma, deä Doochdieb! Der braucht mir nicht mehr zu kommen, der Tagedieb! = Taugenichts

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deäs: dir es
Iech sooch deäs fai in Guudn! Ich sag dir's (fai=Füllsel) im Guten!
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Deadä: Theater
Mach fai ka Deadä! Mach (fai = hier: bloß) kein Theater!
Immä äs sälwa Deadä mid oich! Immer das selbe Theater mit euch!
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deä l waal, deäwall: derweil, inzwischen, im Gegensatz dazu.
Du geesd nai dä Kärng, deäwall gee iech nain Wadshaus. Du gehst in die Kirche, derweil gehe ich ins Wirtshaus.
Aanäsaids sechd ä, eä weä mai Froind, deäwaal red ä schlächd vo mä. Einerseits sagt er, er wär mein Freund, derweil redet er schlecht von mir.
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deed, deesd, deedsd: täte, tätest du.
Däs deed mä guud. Das täte mir gut.
Doo deesd mä an groossn Gfalln. Da tätest du mir einen großen Gefallen.
Deedsd mä Bäschaid soong? Tätest du mir Bescheid sagen?

D 21

daung: taugen, tauchen.
Di daung doch niggs. Die taugen doch nichts.
Daung dud ä gän. Tauchen tut er gern. (Er taucht gern.)

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dausnd, dausndmol: tausend.
Dausndmol hob i deäs scho gsochd, obbā du höäsd ja ned!
Tausendmal habe ich dir es schon gesagt, aber du hörst ja nicht.
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dävoo: davon
Si is auf un dävoo. Sie ist auf und davon.
Däs kummd dävoo! Das kommt davon!
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dävoo l gschwumma: davongeschwommen.
Donn sän na di Fällä dävoogschwumma. Dann sind ihm die Felle davongeschwommen.
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däwaisn: erweisen. herausstellen.
Ob däs schdimmd, wäd si nu däwaisn. Ob das stimmt, wird sich noch erweisen.
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däwüschn: erwischen
Main Bus hob i dä grood nu däwüschd! Meinen Bus hab ich (dä = Füllsel) gerade noch erwischt.
Dän hods aa gschaid däwüschd.
Den hat es auch gescheid/richtig erwischt. (Bsp. Schnupfen)

D 20

Daudäla: unscheinbare Frau.
Deä hod dä aa so a Daudäla dawüschd! Der hat (dä = hier: doch) auch so ein/e unscheinbare/s Frau/chen erwischt.

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Daum: Taube(n).
Di Daum sän ausgfloong. Die Tauben sind ausgeflogen.
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Dauma: Daumen.
Doo schnädsd dä nain aichna Dauma. Da schneidest du dich in den eigenen Daumen.
Bai dera däfsd än Dauma a weng draufhaldn! Bei der darfst den Daumen ein wenig draufhalten! (Bsp. sie gibt gern Geld aus).
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Daum I dreeg, Daummisd: Taubenmist.
Schmiä amol a weng Daumdreeg drauf, vällaichd wagsn si, daina Hooä! Schmier mal ein wenig Taubenmist drauf, vielleicht wachsen sie, deine Haare!
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Daumschlooch: Taubenschlag. Hosentüre.
Mach dain Daumschlooch dsu, sunsd flieng di Daum aus! Mach deine Hosentüre zu, sonst fliegen die Tauben raus.

D 19

däsdä l weng, däsdäwechä, dässädweng, densweeng: deswegen.
Sai Olda, wänn nuch so orch schümbfd, däs däwechä schnubfd deä aa waidä. Seine Alte (Frau), wenn noch so arg/sehr schimpft, deswegen schnupft der auch/trotzdem weiter. (Schnupftabak)
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dassd: dass du.
Dassd fai baidsaidn haamgeesd! Dass du (fai) beizeiten/rechtzeitig heimgehst!
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Dassn: Tasse(n).
Deä hod doch ned alla Dassn in Schrongg. Der hat doch nicht alle Tassen im Schrank.
Du drüba Dassn, gee haam un leech di nai dain Bedd! Du trübe Tasse, geh heim und leg dich in dein Bett.
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dauänd: dauernd. andauernd, immer
Dauänd iech, soll doch amoll a andärä nain Källa! Immer ich, soll doch einmal ein anderer in den Keller (bsp. zum Kohlen holen).
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dauchd, dachd: taugt, taucht.
Eä dauchd dsä niggs! Er taugt zu nichts!
Bai denna dauchd doch kannä vill. Bei denen taugt doch keiner viel.
Dswischnnai dauchd ä widdä amoll auf. Zwischenzeitlich taucht er wieder einmal auf.

D 18 

dä l schloong: erschlagen.
Deä hod sai Fraa halwä däschloong. Der hat seine Frau halb erschlagen.
Di Noochrichd hod mi schiä däschloong. Diese Nachricht hat mich (schiä = hier: fast) erschlagen.
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Daschn: Tasche(n).
Hosd scho amoll an Naggädn nai dã Daschn gälangd? Hast du schon einmal einen Nackten in die Tasche gelangt? (Ich habe nichts!)
Schdaich mä nai di Daschn! Steig mir in die Tasche! (Rutsch mir den Buckel runter!)
An schdändich auf dā Daschn lieng. Einem ständig auf der Tasche liegen.
Ka Gäld, obbä drümmä Daschn hammschlaafm! Kein Geld, aber große/volle Taschen heimbringen! (Kein Geld, aber groß einkaufen.)
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dä l schräggn, däschreggn: erschrecken.
Du sollsd mi ned immä so däschräggn, du Dunnäkailä! Du sollst mich nicht immer so erschrecken, du Donnerkeiler (hier z.B. Lausbub)
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Däsdämänd: Testament.
Hoid kosd dai Däsdämänd machn, wännsd haamkummsd! Heute kannst du dein Testament machen, wenn du heimkommst!

D 17
Därm, Därmä: Darm, Därme.
Vo dain Wassägsauf grigsds nuch onn di Därm, wäsd scho sääng! Von deiner Wasserdrinkerei kriegst du es noch an den Därmen, wirst schon sehen.
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Därmä raissn: Därmerreißen. Bauchschmerzen.
Woos hod ä dänn, wail ä ned doo is? - Äs Därmäraissn, eä kummd von Schaisshaus ned гоо. Was hat er denn, weil er nicht da ist? - (das) Darmreißen (Bauchschmerzen), er kommt nicht von der Toilette runter.
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däs: das.
Däs Aana sooch i dä! Das Eine sag ich dir! (Drohung)
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däsääng: satt sehen, fürchten, erschrecken.
O dän könnd i mi däsääng. An dem könnt ich mich satt sehen (=seh ihn gern). Oder: Vor dem könnte ich mich erschrecken.
O dän Film hob i mi schiä däsääng. An diesem Film habe ich mich (schiä = schier > hier: regelrecht) überguckt/satt gesehen.
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dä l sälb: derselbe.
Eä is däsälb wi sai Oldä. Er ist derselbe wie sein Alter (Vater)!

D 16
dängln: dengeln. schärfen.
Du mussd fai nu di Saasn dängln! Du musst (fai) noch die Sense schärfen.
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dän: den, dem.
Dän sain Bruudä hob i gämaand. Dem seinen Bruder habe ich gemeint.
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dänooch: danach.
Dänooch is mä immä gschaidä. Danach ist man immer gescheiter.
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dä l rabbln: sich erholen.
Eä hod si widdä gands schöö därabbld. Er hat sich wieder ganz schön erholt.
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däränna: verunglücken.
Sallä därännd sich nuch amoll. Selbiger verunglückt noch einmal.
Däränn di ned, morng is aa nu a Dooch! Errenn dich nicht (=nicht so schnell), morgen ist auch noch ein Tag!

D 15

Dand, Dandn: Tante(n). 

Morng kummd si, di Dand, mol sääng, woos si miedbringd! Morgen kommt sie, die Tante, mal sehen, was sie mitbringt!

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Dands I beä, Dandsbeän: Tanzbär(en). 

Diä köän Dooch un Nochd Schleech wi an Dandsbeän. Dir gehören Tag und Nacht Schläge wie einem Tanzbären.

An rumhaua wi an Dandsbeän. Einen rumhauen wie einen Tanzbären. 

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Dänds: Tänze. Schwierigkeiten. 

Mach fai kanna Dänds! Mach (fai = Füllsel) keine Schwierigkeiten. 

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dänds I mol: dieses Mal. 

Dändsmol grigsd mi nimmä droo! Dieses Mal kriegst du mich nicht mehr dran (= ausschmieren).

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dänds I wechä, dänsweng: deswegen. 

Och dänsweng woä deä so schaissfroindli, eds bligg i durch. Ach deswegen war der so (scheiß-) überfreundlich, jetzt blick ich durch. 

D 14

dä / maadschd, dsämaaschd: zerschlagen, völlig fertig, müde 

Iech woä so dämaadschd, dass i ned amol meä wos ässn hob könna. Ich war so zerschlagen, dass ich nicht einmal mehr was essen gekonnt habe. 

damäd: schwankend, schwindelig. 

Gands damäd bin i aus dä Schiffschauggl rauskumma. Ganz schwindelig bin ich aus der Schiffschaukel rausgekommen. 

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Dämbäs, Dambäs: Rausch. 

Dea hod dä an Dambas kobd! Der hat (dä = hier:) vielleicht einen Rausch gehabt. 

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Dämbl: Tempel. Haus, 

Deä kummd mä nimmä nain Dämbl! Der kommt mir nicht mehr ins Haus!

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dämid, dämidsd: damit, damit du. 

Dämidsd Bäschaid wassd! Damit du Bescheid weißt!

D 13

däläbd: erlebt. 
Weä waass, ob mäs dälabd! Wer weiß, ob man´s erlebt!
So hob i na nu ned däläbd, main Voddä. So habe ich ihn noch nicht erlebt, meinen Vater.
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Daländ: Talent. 
O dän is a Daländ väloänganga. An dem ist ein Talent verloren gegangen.
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däleem: erleben. 
Deä ko wos daleem! Der kann was erleben! (Drohung)
Wea waass, ob mäs däleem? Wer weiß, ob wir es erleben?
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Dälirium, Dilärium: Delirium. Rausch. 
Deä hod widdä sai Dälirium kobd. Der hat wieder seinen Rausch.
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Dällä: Teller. 
Dällä, un di Wuäschd muss drauflieng. Teller, und die Wurst muss daraufliegen. 
lech griech an Dällä södds. Ich bekomme einen Teller solches.
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Dälln: Delle, Beule
Du hosd doch a Dälln in Kobf! Du hast doch eine Beule am Kopf?

D 12

Daifl, Doifl: Teufel.
Da Daifl soll di holln! Der Teufel soll dich holen!
Daifl numol nai! Teufel noch einmal! (Fluch)
Eä is scho a eländä Daifl! Er ist schon ein elender Teufel!
Wi dä Daifl sai Schbiel hod, kummd mai Schäff rai. Wie der Teufel sein Spiel hat, kommt mein Chef rein.
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daiflswild: teufelswild.
Donn bi i obbä daiflswild woän. Dann bin ich aber teufelswild geworden.
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daigsln: richten,regeln, schlichten.
Däs wä i scho daigsln. Das werde ich schon regeln.
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dainād | weeng: deinetwegen.
Dainädweeng säm mã dsä schbeed kumma. Deinetwegen sind wir zu spät gekommen.
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Daja: Trampel
Sai Olda is a rãchda Daja. Seine Alte (Ehefrau) ist ein rechter Trampel.

D 11
dähamm, dähaam: daheim.
Dähamm is dähamm! Daheim ist daheim!
Dähaam schdärm di Loid. Daheim sterben die Leute.
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dähinnä: dahinter.
A drümmä Goschn un niggs dähinnä! Ein großes Maul und nichts dahinter!
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dähudsn: verunglücken, umbringen.
Maansd, weechä dän du i mi dähudsn? Meinst (du), wegen dem tu ich mich umbringen (hier: verrückt machen)?
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dai: dein.
Däs is dai! Das ist dein!
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Daich: Teig, Teich.
Dä Daich is scho ganga. Der Teig ist aufgegangen.
Sän Fisch aa in Daich? Sind auch Fische im Teich.

D 10

däl dswinga: erzwingen. 

Du wäsd doch nu an Głooss dädswinga! Du wirst doch noch einen Kloß “erzwingen” können! = runterbringen/essen

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Däfäla: Täfelchen. 

Dusd aa a Däfäla droong? Tust auch ein Täfelchen tragen? (in die Schule gehen)

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däfanga: sich fangen. gesund werden, sich halten. 

Vo dera Gribbm hod ä sich nimmä däfanga. Von dieser Grippe hat er sich nicht mehr (erfangen) erholt.

Auf dä Laidä hob i mi grood nuch däfanga. Auf der Leiter hab ich mich grad noch auffangen (= festhalten) können.

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däff, däffm, döäfm: dürfen. 

Däff mä froong, wos kosd? Darf man fragen, was (das) kostet? 

Miä hom ja ned gädäffd. Wir haben haben ja nicht gedurft. 

Döäfm mä nai? Dürfen wir rein?

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däfäd: dürfte. 

Däfäd dseä Joä heä sai.(Das) dürfte zehn Jahre her sein.

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däffsd, däffd: darfst du? 

Däfd mied? - Iech glaab scho. Darfst (du) mit? - Ich glaube schon.

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däfüä: dafür.

Schood däfüä! Ässds auf, däfüä is doch doo! Schad dafür/darum! Esst es auf, dafür ist es doch da. 

D 9

Dädsch | lä: Schimpfwort (Anfasser z.B. beim Frauen)
Dän oldn Dädschlä däf mä amoll gschaid auf di Fingä globfm. Dem alten Anfasser darf man einmal auf die Finger klopfen.
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dädschln: tätscheln, anfassen, streicheln.
A weng dädschln dud ä goä dsä gän. Ein wenig tätscheln tut er gar zu gern.
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Dadschn: Tatze. Hand, Hand- und Fußabdruck.
Nimm di Dadschn wäch! Nimm die Hand weg!
Mä sichd scho widdä di Dadschn. Man sieht schon wieder die Fußabdrücke.
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dadschn: tatschen. grob berühren, anfassen
Dadsch ned dauänd o mä rum! Fass mich nicht dauernd an! (an mir rumtatschen)
Dadsch ned drin rum! - Iech hob öäschd aufgäwüschd. Tapp nicht drin rum! Ich habe erst aufgewischt.
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dädsu: dazu.
Deä köäd ned dädsu. Der gehört nicht dazu.
Wu vill is, muss nu meä dädsukumma. Wo viel ist, muss noch mehr dazukommen.
Do köän immä dswaa dädsu. Da gehören immer zwei dazu.
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dädsu| länna: dazulernen.
Mä ko immä dädsulänna. Man kann immer dazulernen.

D 8

dachdln: schlagen, prügeln. 
Di hom sich scho widdä gädachdld. Die haben sich schon wieder geschlagen.
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daddän: zittern. 
Voä laudä Daddän hob i goä niggs soong könna. Vor lauter Zittern habe ich gar nichts sagen können.
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Daddärä: Datterer. Zitterer. 
Oldä Daddärä! Alter Datterer!
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Dadsä: Murmeln. 
Hol daina Dadsä, hobb! Hol deine Murmeln, schnell!
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dadsän: Murmeln spielen. 
Geesd aa weng mid dsän Dadsän? Gehst auch ein wenig mit zum Murmeln spielen.
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Dadsä l roiä: nichts riskierender Mensch (materiell gemeint: geizig)
Mid dän Dadsäroiä dadsä mä nimmä. Mit dem Übervorsichtigen spielen wir nicht mehr.
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dadsn: prellen, fallen. 
Loss än Boll hald dadsn! Lass den Ball (halt) fallen.
Doo bisd gands schöö noogädadsd. Da bist ganz schön hingefallen.

D 7

Dabbm: Hausschuhe. 

Wuu sän dänn maina Dabbm? Wo sind denn meine Hausschuhe?

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dabbm: tappen. gehen. 

Gäll, du dabbsd aa immä nu alaa rum? Gell, du gehst auch immer noch allein rum. (ohne Partner)

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dabfä: tapfer. 

Sai dabfā, baiss di Dsee dsam! Sei tapfer, beiß’ die Zähne zusammen!

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däbrösld: zerstört. 

Doo hods mi däbrösld. Da hat’s mich zerstört.

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Dachdl: Schläge, Prügel. 

Eä broichäd alla Dooch sai Dachdl. Er bräuchte alle Tage seine Tracht Prügel.

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DächdlImächdl: Techtelmechtel. 

A weng a klaans Dächdlmächdl hom. Ein wenig ein kleines Techtelmechtel haben.

D 6

däbbäd: deppert. 

Deä is doch a weng däbbäd. Der ist doch ein wenig deppert.

Doo wäsd däbbäd dävoo. Da wirst du  deppert davon.

Weä isn deä däbbäd Hund? Wer ist denn der depperte Hund?

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Däbbäla: Depp. Schwachsinniger. 

Bisd du a Däbbäla! Bist du eine Depp!

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Däbbälal | dumsding: Kosewort (“dummes Ding”)

Däbbäladumsding, däs däfsd scho neema, wänn dä aans wos schänggd! D.,das darfst (du) schon nehmen, wenn dir jemand etwas schenkt!

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däbbälich: nicht mehr auf der Höhe sein. 

Deä wäd eds aa rächd däbbälich. Der wird jetzt auch recht gebrechlich. (hier: altersbedingt)

D 5

Dabb, Dabbm, Däbb, Däbbm: Depp. Tolpatsch.
Däs is doch a Dabb. Das ist doch ein Depp/Dummkopf.
Iä Dabbm! Ihr Deppen!
Dsäledsd bi iech dä Däbb. Zuletzt bin ich der Depp.
Än Däbb sai Schbion sai. Einem Deppen sein Spion sein.
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Dabbä: Hausschuhe, Tritt, Fußabdrücke.
Wu sän dänn maina Dabbä? Wo sind denn meine Hausschuhe?
Än Dabbä nooch is mai Vorrä. Dem Fußabdruck nach ist es mein Vater.
O saina Dabbä sigsd, dass ä doo woä. An seinen Fußabdrücken/Hausschuhen sieht du, dass er da war.
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däbaddiän: debattieren.
Mid dän Kaschbä, oddä wi ä hassd, däfsd doch goä ned däbaddiän! Mit dem Kasper, oder wie er heißt, darst doch gar nicht debattieren.

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Dabänaggl |huä: Schimpfwort. Tabernakelhure. ehebrecherische Frau, die viel in die KIrche geht.

D 4

Daal: Teil.
Iech dengg mä main Daal. Ich denk mir meinen Teil.
-
daaln: teilen.
Wiis dsän Daaln ganga is, woä di Froindschafd aus. Wie es zum Teilen gegangen ist, war die Freundschaft aus.
-
daang: taugen.
Däs daachd niggs. Das taugt nichts.
Di daang alla dswaa niggs. Die taugen alle zwei nichts.
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däbaggd: erwischt.
Eds hods mi däbaggd. Jetzt hats mich erwischt. (z.B. Erkältung)
-
dābarma: erbarmen.
Gsunga hom si, dsun Däbarma. Gesungen haben sie, zum Erbarmen.

D3

Dääds: Kopf.
Aana aufn Dääds! (Du kriegst) Eine(n Schlag) auf den Kopf!
-
daadschäd: weich.
Deä hod rächd daadschäda Laabla. Der hat recht weiche Brötchen.
-
daadschich: welk, matt, unansehnlich.
Dä Sälod sichd obbä scho rächd daadschich. Der Salat sieht aber schon recht welk aus.
-
Daadschn: Langweiler
Olda Daadschn, olda! Alte Langweilerin, alte!
-
Daaf: Taufe.
Wänn isn di Daaf? Wann ist denn die Taufe?
-
Daaf|boodla: Taufpate, -patin.Patenkind.
A Kärl wi sai Daafboodla! Ein Kerl wie sein Taufpate.
-
daafm: taufen.
Wi daafd dä na dänn? Wie tauft ihr ihn denn? (welchen Namen)
Miä sän dä gädaafd woän! Wir sind (dä hier: vielleicht) getauft worden! (vom Regen naß geworden)

D2
Daachaff: Schimpfwort. Teigaffe. Bäcker.
Du bisd doch a Daachaff, wännsd däs ned märggsd! Du bist doch ein Teigaffe, wenn du das nicht merkst.
-
daachd: taugt.
Däs daachd mä scho wos. Das taugt mir schon was.
Iech hob däs doch glaich gsochd, deä daachd niggs. Deä daachd aa kan Schuss Bulvä. Ich habe dir es doch gleich gesagt, der taugt nichts. Der taugt keinen Schuss Pulver.
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Daada: Vater.
Iech soochs main Daada. Ich sags meinem Vater.
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dä, däs, diä: dir, dir es, ihr (oft als Füllsel gebraucht)
Iech hob däs ja glai gsochd. Ich habe dir’s ja gleich gesagt.
Diä soch i dä scho, wosd nu ned wassd! Dir sag’ ich (dä) es schon, was du noch nicht weißt!
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Dääds: Kopf.
Aana aufn Dääds! (Du kriegst) Eine auf den Kopf!
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daadschäd: weich. 

Deä hod rächd daadschäda Laabla. Der hat recht weiche Brötchen.
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daadschich: welk, matt, unansehnlich.
Dä Sälod sichd obbä scho rächd daadschich. Der Salat sieht aber schon recht welk aus.

D 1
daab: taub. müde, benommen, scharf sein auf.
Auf dän Biä bi i gands daab woän. Auf das Bier bin ich ganz müde geworden.
Iech fühl mi gans daab. Ich fühle mich ganz benommen!
Daaba Henna! Müde Henne!
Daabä Hund! Müder Hund! /Tauber Mensch!
Daaba Muggn! Müde Mücke!
Daaba Sau! Faule Sau!
Di is gands daab auf na. Die ist ganz scharf auf ihn.
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Daabä | landä: langweiliger Mensch.
Iä hobd scho laudä so Daabälandä in oiän Värain! Ihr habt schon lauter so langweilige Leute in euren Verein.
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daab | höräd: taub, schwerhörig.
Bai dän daabhörädn Hund däfsd foäd schraia. Bei diesem schwerhörigen (Hund) darfst fortwährend schreien.
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Daach: Teig
Is dai Daach scho ganga? Ist dein Teig schon (auf)gegangen?
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Daachäd: müde, abgestanden, angefault.
Di Bärn sän scho daachäd. Die Birnen sind schon angefault.
Daachädä Hund, daachädä! Müder ...

HINWEISE: Das Bamberger Mundart-Alphabet hat aufgrund der besonderen Sprechweise nur 19 Buchstaben:  A B D E F G H I J K L M N O R S U V W – es fehlen C P Q T  X  Y  Z.  Bsp.: Griskindla, Beddäla, Gwaagfrosch, Doldi, X,Y ko' mä sich schenggn, Dsüngla
Die Beispiele sind großen Teils dem von Wolfgang Wußmann (†) verfassten „Bamberger Wörterbuch“ entnommen. Erschienen 1998 im Babenberg Verlag GmbH, Bamberg - ISBN 3-933469-01-5. Die vorliegende Bearbeitung stammt ebenfalls wesentlich von Wolfgang Wußmann. "Übersetzungen" von Dieter Weinsheimer.
Kommentare   
+1 # gablmann 2021-08-24 12:29
Kleiner Hinweis:

Brood|wöäschd|brodsässion:
kleine Fronleichnamsprozession (Urbaniprozession im Berggebiet der Pfarrei Unsere Liebe Frau - Obere Pfarre)

Die kleine Fronleichnamsprozession ist nicht die Urbaniprozession.
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+1 # Gablmann 2021-10-28 14:37
Kleiner Hinweis II
"Bumbä" = (meist kindersprachlich) Stuhlgang.

Liebe Webzet: Bitte unbedingt weitermachen mit der Rubrik, ist echt klasse!!!
Buffdull = ich kenns, habs aber vergessen. Jetzt "plötzlich" werde ich es wieder gebrauchen, Danke!
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