Die Sommertemperaturen steigen und die Zahl vornehmlich junger Erwachsener nimmt zu, die in die Fluten der Regnitz abtauchen wollen. Das ist aber verboten – und das hat seine Gründe.

In einem begrenzten Bereich ist das Schwimmen erlaubt

Gefahren im Wasser gibt es reichlich. Starke Wasserströmung, regelmäßig aufkommendes Treibgut, Schlingpflanzen und geringe Sichttiefe sind einige der Risiken für Schwimmer. Weitere Unwägbarkeiten ergeben sich aus der Personenschifffahrt auf Höhe Klein-Venedig und weiter Richtung Erba-Insel. Schwierig selbst für geübte Schwimmer sei es, dem Sog der Schiffe zu widerstehen, weiß Reiner Pflaum von der Wasserschutzpolizei. Andererseits könnten Kapitäne Schwimmern kaum ausweichen.
Die Badeverordnung der Stadt Bamberg nimmt auf diese Gefahrenquellen Rücksicht. In einer Pressemitteilung bekräftigt die Stadtverwaltung, warum das Schwimmen in der Regnitz grundsätzlich verboten ist. Ausnahme ist ein begrenzter Bereich auf Höhe der Hainbadestelle, dort ist das Schwimmen auf eigene Gefahr erlaubt.

Brückenspringen verboten

Eine Gefahr für Leib und Leben ist das Springen von Brücken. Trotz entsprechender Hinweise fallen insbesondere am Heinrich-Bosch-Steg nahe der Konzert- und Kongresshalle immer wieder junge Erwachsene auf, die sich in die Fluten stürzen. „Das Risiko an Brücken ist besonders hoch, weil dort gerne Gegenstände wie zum Beispiel Fahrräder entsorgt werden“, warnt Pflaum. Hoch, aber offenbar nicht abschreckend genug ist die Strafe. Wer beim Sprung von einer Brücke oder beim unerlaubten Baden in der Regnitz erwischt wird, hat mit einer Anzeige und einer Geldbuße in Höhe von bis zu 1.000 € zu rechnen.
Wer in dem Bereich auf Höhe der Hainbadestelle, Richtung Schleuse 100 und Wasserschloss Villa Concordia, in der Regnitz badet, sei ebenfalls gewarnt. Es gilt Abstand zu halten. Seit 2012 verkehrt an der Schleuse eine Fähre für Fußgänger und Radfahrer. Deshalb verlaufen hier Stahlseile quer durch den Fluss, an denen sich Schwimmer schwer verletzen können. Zudem ist schon hier der Sog der flussabwärts liegenden Wasserkraftanlage an der Oberen Mühlbrücke nicht zu unterschätzen.
Beim zweiten Regnitzarm, dem Main-Donau-Kanal, handelt es sich um eine Bundeswasserstraße. Nach der Binnenschifffahrtsstraßenordnung und der Verordnung über das Baden in Bundeswasserstraßen ist das Baden im Bereich von Brücken 100 Meter ober- und unterhalb strikt verboten. Führt das Baden zu einem Ausweichmanöver eines Schiffes, stellt es einen gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr dar – keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern bereits Straftatbestand. Ebenfalls verboten ist das Baden an der Spitze der Erba-Insel im Hafenbecken.
30.6.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.