Ein Dauer-Ärgernis. Seit drei Jahren bemühen sich Bürger/innen und Gewerbetreibende um eine Verbesserung der Verkehrssituation rund um das Einkaufsareal in der Pödeldorfer Straße.

Es handelt sich augenscheinlich um eine Fehlplanung

Vorweg: Mit einer Stärkung des Fahrradverkehrs ist hier nicht viel zu machen. So wie auch an anderen Orten geht es bei der Ein- und Ausfahrt des Einkaufsareals an der Pödeldorfer Straße (kurz vor dem Berliner Ring) vornehmlich um Autoverkehr. Um die Interessen der Betroffenen kümmert sich in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Bamberg-Ost vornehmlich Markus Ritter. Auch die Stadtratsfraktionen von SPD und Bamberger Allianz (BA) haben sich eingemischt und jetzt auch bei der Stadtverwaltung etwas Bewegung erzielt.
Bei der Ein- und Ausfahrt handelt sich augenscheinlich um eine Fehlplanung. Die einzige Ein- und Ausfahrt von knapp 8,60 Meter Breite stellt ein Nadelöhr für den Verkehrsfluss dar. Hier müssen alle Fahrzeuge rein und auch wieder raus – in jeweils zwei Richtungen. Die genannten Stadtratsfraktionen haben sich in Anträgen dafür eingesetzt, die Möglichkeit einer zweiten Ausfahrt in die Starkenfeldstraße prüfen zu lassen. Schriftlich hat jetzt das städt. Baureferat auf die Vorschläge der Fraktionen geantwortet. Überwiegend negativ.

Was (vorläufig) bleibt: Eine aufgepinselte Abbiegespur

  • 1. Eine Ausfahrt in die Starkenfeldstraße bzw. verlängerte Katzheimerstraße (…) würde ohne Inanspruchnahme eines Teils der Kindergartenfläche nur funktionieren, sofern ein Teilabbruch des angrenzenden Gebäudes erfolgen würde. Die Realisierung einer entsprechenden Ausfahrt wird daher als unrealistisch eingestuft.
  • 2. Ein Verbot des Linksabbiegens auf der Pödeldorfer Straße vom Berliner Ring kommend würde in der Konsequenz erheblichen Umwegverkehr über die Starkenfeldstraße bedeuten. Dies wiederum würde den dortigen Knoten Berliner Ring/Starkenfeldstraße über Gebühr belasten und dort zu erheblichen Problemen führen. Die Verwaltung empfiehlt daher, von einem Linksabbiegeverbot an dieser Stelle abzusehen.
    Sie rät dagegen an, die Ein- und Ausfahrtsituatiorı an der Pödeldorfer Straße weiter zu verbessern. Dabei sollte ggfs. auch unabhängig von möglichen Verbesserungen auf dem privaten Parkplatz eine gesonderte Linksabbiegespur auf der Pödeldorfer Straße umgesetzt werden. Dies würde auch isoliert zu einer sinnvollen Trennung der Verkehrsströme und damit zu einer Verbesserung der verkehrlichen Situation beitragen - meint die Stadtverwaltung.

Das städt. Baureferat bekräftigt, dass es vor diesem Hintergrund die Gespräche mit den
Eigentümern zur Verbesserung der Park- und Verkehrssituation weiter vorantreiben werde. Schon deshalb, weil Maßnahmen auf Privatgrund nur im Einvernehmen mit den Eigentümern möglich sind. Um jedoch möglichst schnell eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen, schlägt das Baureferat vor, die Markierung einer gesonderten Linksabbiegespur auf der Pödeldorfer Straße (> Skizze r.) zur Einfahrt des Nahversorgungszentrums möglichst zeitnah umzusetzen.

Das genannte Problem ist kein Einzelfall. Für die Stadt Bamberg gilt immer wieder sorgfältig zu überlegen und abzuwägen, wie der Einkaufs- und Dienstleistungsverkehr auch im Randbereich zu gestalten ist. Sonst nutzen immer mehr Bamberger und Andere die Möglichkeiten im Landkreis (z.B. Hallstadter Laubanger) um dort ihre Einkäufe zu tätigen. Natürlich mit Auto!
5.9.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.