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Auf einen guten Tag

 

Was dem Einzelnen nicht möglich ist, vermögen viele.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dt. Sozialreformer

 



 

Die Frage ist offen, ob auch der Name „Fritz-Bayerlein-Weg“ im Berggebiet getilgt werden soll. Die CSU/BA-Fraktion hat einen Prüfungsantrag gestellt.

Wurde der Weg aus Dankbarkeit nach Bayerlein benannt?

Die CSU/BA-Fraktion hat an Oberbürgermeister Andreas Starke einen Antrag gestellt, um die frühere Position der Stadt zu Bayerlein und insbesondere die Rechtslage zum Nachlass des Künstlers zu klären. Für die Fraktion vertritt Dr. Franz-Wilhelm Heller die Ansicht, dass man zumindest wissen sollte, „was überhaupt der Anlass war, dass eine Straße nach Fritz Bayerlein benannt worden ist“. Nach seiner Erinnerung sei damals die Straße so benannt worden, „weil man Bayerlein damit posthum Dankbarkeit erweisen wollte“. In einer Pressemitteilung der Fraktion hebt Heller hervor, dass seiner Erinnerung nach Fritz Bayerlein seinen gesamten künstlerischen Nachlass der Stadt Bamberg vermacht habe. Er meine sich auch daran erinnern zu können, dass die Zuwendung mit der Auflage verbunden gewesen sei, dass die Bilder der Öffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich gemacht werden sollen. Dies gelte es jetzt zu klären.
Der CSU/BA-Antrag verlangt deshalb, den Sitzungsvortrag für die damalige Stadtratssitzung in Kopie vorzulegen, mit dem die Straßenbenennung „Fritz-Bayerlein-Weg“ vorbereitet worden sei. Zudem solle dargelegt werden, wie viele und welche Bilder des verstorbenen Fritz Bayerlein sich im Gewahrsam der Stadt Bamberg bzw. ihrer Institutionen befinden. Auch die Nachlassakten nach dem verstorbenen Fritz Bayerlein sollen beigezogen werden, um zu klären, zu welchen Bedingungen die Stadt die Bilder nach dem Tod Bayerleins erhalten habe und ob die Stadt eventuellen Auflagen nachgekommen sei.

Das Thema Ergebnis offen angehen

Heller argumentiert weiter, dass es richtig sein mag und geschehen kann, „die verachtungswürdige politische Überzeugung“ von Bayerlein aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen oder ihn posthum „zur Rechenschaft zu ziehen“.
Dann habe aber die Stadt Bamberg konsequenterweise schon aus moralischen Gründen die ihr per Erbschaft oder per Vermächtnis zugekommene Sammlung der Bilder Bayerleins unverzüglich an die Erben zurückzugeben. Und dies natürlich ohne jedwede Entschädigung. Allenfalls bei den zwei großen aus dem Sitzungssaal entfernten Bildern könnte an eine Einlagerung oder einen Verkauf gedacht werden, weil die Stadt damals diese beiden Bilder für je 2000 Reichsmark von Bayerlein gekauft habe.
Der Vorsitzende der CSU/BA-Stadtratsfraktion, Peter Neller, betonte, dass man das Thema Ergebnis offen angehe, dass es aber zwingend notwendig erscheine, alle Fakten zu recherchieren, ehe - unvorbereitet - eine „Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs“ angegangen werde. Und außerdem sei die Frage des Verbleibs der Sammlung der Bayerlein-Bilder bei der Stadt Bamberg auch unabhängig von der Umbenennung der Straße zu behandeln, nachdem sich die Stadt Bamberg durch den jüngst mehrheitlich gefassten Stadtratsbeschluss, vor allen Dingen durch seine Begründung, klar von Fritz Bayerlein und auch seinen künstlerischen Werken distanziert habe.

HINWEIS: Im FT von heute (21.8.20( ist eine ganze Seite zum Thema zu lesen. 
21.8.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-22 # GodFather 2020-08-21 13:31
Im vorauseilenden Gehorsam soll also die Stadt prüfen ob die Erben ein Recht auf Rückgabe des Nachlasses haben? Hört sich an als wären die beantragenden Parteien beim Nachlass des Nazi-Anstreichers selbst berücksichtigt worden.
Sorry, aber beim besten Willen, das soll Leute beschäftigen die nicht von Steuerzahlungen finanziert werden.
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+13 # Stefan L. 2020-08-21 19:44
Was soll das mit "vorauseilenden Gehorsam"? Mit ihrer Antrag erfüllt die CSU/BA-Fraktion eine Aufgabe, die für eine Bürgervertretung eigentlich selbstverständlich sein sollte. Die möglichen Probleme müssen geklärt sein. Es reicht nicht, nur aus politisch-ideologieschen Gründen zu handeln. Noch leben wir in einem Rechtsstaat. Die angedeutet Unterstellung, die "beantragenden Parteien" könnten beim "Nachlass des Nazi-Antreichers selbst berücksichtigt worden" sein, ist eine bodenlose Unverschämtheit. Schon deswegen, weil es z.B. die BA damals noch gar nicht gegeben hat.
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-9 # GodFather 2020-08-22 11:19
Natürlich, nicht dass uns die Stadt pleite geht weil sie von Schadensersatzklagen der Erben in Millionenhöhe überzogen wird.
Möglicheweise sollte man auch ein Gutachten bestellen, ob die Bilder in den Ratssälen hinreichend oft restauriert wurden, nicht dass der Schweiß der hart arbeitenden Stadträte den Glanz der Stadtportraits abträglich war und ein elementarer Posten im städtischen Vermögenshaushalt abgeschrieben werden muss.
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-9 # supi 2020-08-21 17:19
ja und wo ist nun das problem, gar dass das gedächtnis noch bemüht werden müsste, wir wissen doch wie selbiges gar sehr löchrig ist.
die bilder sind abgehängt, den zeitgeist haben sie so wie so nicht mehr getroffen.
zu viel tamtam um die sache herum, ein hausmeister hätte genügt, das problem zu lösen. sie sind weg und gut ist es, irgendwelche aufarbeitungungen und belehrungen brauchen wir auch nicht, denn über geschmack verfügen wir schon selbst, da brauchen wir auch niemanden, schon gar keine irgendwelche kunsthistoriker.
dann bleibt noch die strasse, nun mit was hat sich der gute um die stadt bmberg verdient gemacht, dass er gewürdigt werden sollte und müsste.
da wird auch wenig bis überhaupt nichts übrig bleiben, also umbenennung, denn der nachlass kann ja wohl schwerlich das entscheidenede kriterium sein.
ja und dann verbleiben die bilder, fairer- und konsequnterweise sollten diese an seine erben zurück gegeben werden, denn was ich nicht will und mit was ich mir die finger nicht schmutzig machen will, sollte ich schnellst möglich aus den händen geben.
es ist eigenlich alles ganz einfach.
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