Imagekampagne „Fahrradstadt Bamberg“ ruht

Gebremst wird die Entwicklung der “Fahrradstadt Bamberg”. Aufgrund der coronabedingten Haushaltslage können einige Projekte nicht umgesetzt werden.

Mit kleineren Projekten geht es weiter

Insgesamt stehen im aktuellen Haushaltsjahr 2020 für den Ausbau des Fahrradwegenetzes Mittel in Höhe von insgesamt 200.000 € zur Verfügung. Das Geld wurde bereits weitgehend ausgegeben. Wegen der prekären Haushaltslage sind dennoch einige Maßnahmen gestoppt worden.
Die Fahrradbeauftragte der Stadt, Dagmar Spangenberg, berichtete in der Sitzung des Mobilitätssenats am 24.11.20 über Maßnahmen für die Umwandlung der Stadt Bamberg in eine “Fahrradstadt”. Zwar ruhe die Imagekampagne „Fahrradstadt Bamberg“ derzeit aufgrund der Haushaltslage, an anderen Stellen gehe es aber mit kleineren Projekten weiter. So wurden neue - vornehmlich Radfahrer/innen betreffende - Verkehrszeichen in der Stadt eingeführt. Im Stadtgebiet wurden bereits erste Schilder zu folgenden Inhalten realisiert: Lastenrad-Stellplätze Am Kranen und in der Kapuzinerstraße sowie Überholverbot von einspurigen Fahrzeuge in der Moosstraßen-Unterführung.
Spangenberg informierte weiter, dass bis Ende 2020 insgesamt 52 Radbügel (104 Radabstellplätze) auf 11 neuen Standorten im gesamten Stadtgebiet im öffentlichen Straßenraum realisiert worden sein. Zusätzlich wurde die Radabstellanlage in der Kapuzinerstraße erweitert, da die Kapazität für den stark gestiegenen Schüler/innen-Radverkehr angepasst werden musste.
Derzeit seien weitere 20 Standorte mit ca. 90 Radbügeln (ca. 180 Radabstellplätze) zur Umsetzung vorgesehen. Zur Realisierung dieser Standorte ist der Zukauf neuer Radbügel notwendig. Der Zukauf neuer Radbügel ist aufgrund der Haushaltslage gestoppt.

»Vieles wird richtig gemacht«

Laut der Radverkehrsbeauftragten hat sich das Förderprogramm Lastenräder in 2020 erstmals neben Gewerbetreibenden auch an Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind und Hauptwohnsitz in Bamberg gerichtet. Zahlreiche Anträge wurden gestellt, nicht alle konnten im diesjährigen Fördertopf berücksichtigt werden. Für die Lastenradförderung 2021 ist beabsichtigt, die Förderrichtlinien für künftige Förderungen zu ändern.
Für die Ausweisung und Realisierung von neuen Fahrradstraßen stehen derzeit keine Finanzmittel (Bestellung Schilder, Montage und Aufbringen von Markierungen) zur Verfügung.
In der kurzen Aussprache waren sich die Senatsmitglieder weitgehend einig. Der Sprecher von Grünes Bamberg, Christian Hader, appellierte »die Mittel zielgerichtet einzusetzen«. Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU-BA) unterstrich, dass »vieles richtig gemacht wird«; bei der Kommunikation »sollte aber nicht immer das Fahrrad betont werden«. Sebastian Martins Niedermaier (SPD) plädierte für »kreative Lösungen«.
Der Bericht der Verwaltung wurde einstimmig zur Kennntnis genommen.
28.11.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.