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„Entleerte“ Pflaster-Fugen“! Warum ist das so? Das Baureferat erläutert die Gründe. Es kommt auf die Verlegetechnik an. Die Unterhaltskosten spielen auch eine Rolle.

Kehrmaschinen vergrößern die Lücken

Auf ein ärgerliches Thema ging Baureferent Thomas Beese in der Sitzung des städt. Bausenats am 11.4.18 ein. Er

erläuterte, warum manche Pflasterbeläge schneller unter „entleerten Fugen" leiden als andere. Der Unterschied bestehe darin, dass Pflasterbeläge in gebundener Bauweise (> Bild r. Franz-Ludwig-Straße auf Höhe des C&A) oder in ungebundener Bauweise verlegt werden. Während die gebundene Bauweise eine wesentlich höhere Beständigkeit und Belastbarkeit aufweist, ist die Herstellung in ungebundener Bauweise aus ökologischen und ökonomischen Gründen in vielen Fällen günstiger: Oberflächenwasser kann leichter versickern, es wird weniger Material gebraucht, die Pflastersteine können wieder verwendet werden.

Eine 2-Mann-Baustelle wird durch die Fußgängerzone wandern

Beese wies darauf hin, dass bei Pflaster in ungebundener Bauweise besonders durch die Reinigungsarbeiten mit Kehrmaschinen die Lücken immer größer werden. Deshalb würden in der Fußgängerzone keine Groß-Kehrmaschinen eingesetzt, sondern leichtere Klein-Kehrmaschinen. Diese sind nicht mit Stahlbesen, sondern mit weicheren Kunststoffbesen ausgerüstet, um den Pflasterbelag und damit auch die Fugen zu schonen.

Anderseits wäre eine Änderung der Bauweise hin zu gebundener Oberfläche denkbar, wie sie in Teilen der Fußgängerzone realisiert ist. Dies sei jedoch nur durch einen vollständigen Neubau möglich.

Zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit wird der Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) noch in diesem Jahr planmäßig im Rahmen des laufenden Unterhalts beginnen, die Pflasterfugen in der Fußgängerzone wieder zu verfüllen. Der Baureferent kündigte an, dass dazu über zwei Jahre eine »kleine 2-Mann-Baustelle durch die Fußgängerzone wandern wird«. Das Pflaster in der Fußgängerzone soll dann auch wieder „stöckelschuhtauglich“ sein. Eine grundlegende Sanierung des gesamten Pflasterbelags sei derzeit finanziell nicht darstellbar und werde wohl zu späterer Zeit gemacht werden müssen.

12.4.18 Bilder: unbek.; Bauref.; WeBZet;  Bbg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

-8 #2 Wolfgang 2018-04-13 11:51
Da hilft nur eins, dieses elende Kopfsteinpflaster muss raus und es muss was sinnvolles her. Aber bei der Stadt und dem Stadtrat habe ich da meine Zweifel. Aber immerhin ist es ein Job für zwei Personen .
+4 #1 doggi 2018-04-12 11:15
Also ich hab in der Fußgängerzone ka Stöckelschuh an.

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