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Auf einen guten Tag

 

Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.
Elie Wiesel, US-Schriftsteller

 

Wie man aus den Medien wissen kann, ist die Ausbreitung von Covid-19 wesentlich auf Feiern verschiedener Art zurückzuführen. Am vergangenen Wochenende wurde eine solche von der Polizei aufgelöst.

In der Mund-zu-Mund-Information werden Fragen gestellt

Die webzet-blog wird immer wieder aufgefordert, sich auch/besonders um Sachverhalte oder Vorgänge zu kümmern, die keine, zu wenig oder falsche öffentliche Darstellung erhalten. Das ist nicht so einfach, wenn es keine professionellen Mitarbeiter gibt. Die webzet-blog kann deshalb diesen Wünschen meistens nicht folgen – mit Ausnahmen. Diesmal wurde die webzet gleich von mehreren Personen darauf hingewiesen, dass im Bericht des Fränkischen Tags (FT) „Gäste greifen Polizei an“ v. 5.10.20 (s.u.) eine wichtige Information fehlte. Der Vorgang an sich sei richtig beschrieben, sagte z.B. ein Polizist gegenüber der webzet-blog, aber es fehlte der Hinweis darauf, dass es sich um eine zusammengehörige Gruppe handelte. „Das hat uns besonders gewurmt!“ In dem Lokal hätten sich ausschließlich männliche Geflüchtete (mehrheitlich Syrer) aufgehalten. Die in mehreren Fahrzeugen vorgefahrenen Polizisten hätten – wie im FT-Bericht auch erwähnt – große Probleme gehabt sich durchzusetzen.

Aus den Informationsteilen und daraus gefassten Meinungen verschiedener Bürger/innen war/ist zu entnehmen, dass der Vorgang an sich schon als beängstigend empfunden wird: Was aber wesentlich störte, war der Verzicht jeden Hinweises auf die Personen. Warum – schon wieder?

Natürlich werden in der Mund-zu-Mund-Information auch weitere Fragen gestellt: Was passiert strafrechtlich mit einem Täter, der tätlich geworden ist? Gibt es Sanktionen, weil die Hygieneregeln für Lokale missachtet wurden? Für die Gäste und für den Betreiber? Welche? Wie reagieren die Polizisten, wenn sie einen solchen Einsatz haben? Erhalten sie psychologische Nachbetreuung? Gar politische? Was wird getan, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern?

Tätliche Angriffe gegen die Beamten

Der FT-Bericht war offensichtlich von der Polizei selbst geschrieben. Das Zeichen „pol“ am Ende des Artikels weist darauf hin. Und wie bereits festgestellt war die Beschreibung des Ablaufs korrekt:

Gäste greifen Polizei an Bamberg — Gegen Mitternacht am Samstag mussten mehrere Streifen der Polizei massive Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz ahnden. Der Betreiber einer Gaststätte am Steinweg verfügte über keinerlei Hygienekonzept und bewirtete auf engstem Raum über 60 Gäste, von denen keiner eine Maske trug. Das Lokal wurde über das Wochenende geschlossen. Bei dem Einsatz wurden die Beamten von den Gästen beleidigt und mit Getränken übergossen. Bei der Festnahme eines Täters kam es zu tätlichen Angriffen gegen die Beamten. Der Betroffene leistete bis zu seiner Inhaftierung erheblichen Widerstand. Als er drohte, sich selbst zu erwürgen und anfing, sich in den Arm zu beißen, wurde er in die Nervenklinik eingewiesen. pol

8.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
-26 # Bergradfahrer 2020-10-08 18:57
Ach, ist das so, dass sich dieses Virus hauptsächlich auf und über Feiern ausbreitet?

Spannende Annahme, allein hier fehlt die Evidenz.
Hier ein recht eingängiger Beitrag zum Thema Daten und Evidenz:

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowelt/gerd-antes-statistiker-umgang-mit-corona-zahlen-100.html

Leider kommen kaum Datenexperten zu Wort, denn die leben zwischen Null und Eins. Das ist im aktuell grassierenden eher binären Denken nicht willkommen. Angst macht halt komplexes Denken noch schwerer als es vielen ohnehin schon so fällt.
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+1 # Humsera 2020-10-10 10:20
Naja, auch Antes hat dann keine praktikable Lösung zu bieten, sagt er ja offen. Und er steht auch nicht in der Verantwortung, wie die Politik, die ja tatsächlich handeln muss.
Dass insgesamt die Datenlage von Anfang an nie befriedigend war, hat meines Wissens auch kein massgeblicher Wissenschaftler oder Politiker je angezweifelt. In den entscheidenden Gremien wird dieses Problem vermutlich diskutiert.
Also, trotz dieser berechtigten Kritik sind wir mit dem politischen Handeln hier ganz gut gefahren bzw. niemand konnte im März wissen, ob der Lockdown die richtige Entscheidung war oder nicht.
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+38 # cunningham 2020-10-08 19:01
Vielen Dank für diesen sehr informativen Bericht.
Jetzt erscheint der Sachverhalt in einem völlig anderen Licht. Schlimm genug, dass die Schutzsuchenden die geltenden Bestimmungen des Gastlandes missachten. Völlig inakzeptabel ist das Verhalten gegenüber den Ordnungshütern.
Enttäuschend ist auch der Polizeibericht, da nur die halbe Wahrheit kommuniziert wird. Gezieltes Weglassen kann man auch als Manipulation der öffentlichen Meinung betrachten.
Die Aufgabe des FT wäre gewesen, diesen Sachverhalt umfassend darzulegen. Warum soll man eine Zeitung kaufen, die nur Presseberichte von Polizei und Propagandaamt 1:1 abdruckt?
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-34 # Bamberger 2020-10-09 08:51
1. Die Information zu den Personen tut absolut nichts zur Sache. Was genau ändert es am Straftatbestand ob das nun Deutsche oder Syrer sind? Das Lokal wird sicherlich nicht von Syrern betrieben. Der Wirt hat genauso die Verantwortung dafür was dort passiert und darf nun vermutlich zusperren.

2. Beiträge wie: " Schlimm genug, dass die Schutzsuchenden die geltenden Bestimmungen des Gastlandes missachten. Völlig inakzeptabel ist das Verhalten gegenüber den Ordnungshütern." sind nochmal eine Schublade tiefer.

Aber sicher hat dieser Hotelbetreiber das Recht Ordnungshüter anzugreifen oder? Schließlich ist er ja kein Schutzsuchender, oder?
https://www.merkur.de/bayern/coronavirus-hotel-bamberg-masken-polizei-angriff-handy-werbung-schild-zr-90063156.html
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-23 # Bergradfahrer 2020-10-09 10:51
Für die passende Zielgruppenansprache seitens der Redaktion ist es offensichtlich eben nicht egal, welche ethnisch-völkische Zugehörigkeit jemand hat. Das mache ich aber niemandem zum Vorwurf, denn irgendwelche Werte braucht man halt, wenn man ansonsten so rein gar nichts zum Verankern des Selbstwerts hat.
suum cuique
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+18 # Clavius1970 2020-10-09 14:54
Und wieder wird es keine spürbaren Sanktionen durch unsrere Ordnungsorgane geben.
Der Bergradler prangerte hier im Forun bereits vor geraumer Zeit die Zustände rund um die Gangolfskirche an. Hätte man zu diesem Zeitpunkt bereits den Anfängen gewehrt, wäre die Kneipe schon längst dicht.
Es stellt sich auch die Frage nach der Betreuung der Jugendlichen durch Beauftragte, Beiräte und sonstige Migrationsgewinnler. Große Sprüche, aber Nichts dahinter.
Es ist auch völlig unerheblich ob es sich bei den Gästen um Zugewanderte, Studenten oder den Junggesellenabschied mit Teilnehmern aus Hinterobertupfing handelt. Von der örtlichen Presse erwarte ich aber dass sie Ross und Reiter nennt und nicht Wischiwaschiberichterstattung. Das ist nur Wasser auf die Mühlen der politischen Randgruppen. Unsere Demokratie hält die Wahrheit aus.
Auch Bußgelder gegen den Konzessionsträger der Kneipe werden nicht durchsetzbar sein. In der Regel wird mangels Masse die Hand gehoben und das war es.
Hilfreich wäre vielleicht, wenn bei Nichtbezahlung von Bußgeldern, sofort Ersatzfreiheitsstrafe drohen würde.

# Bamberger
Sie sollten sich was schämen unserer Polizei in de Rücken zu fallen. Wer kriminelle Handlungen gegen Polizisten bagatellisiert ist für mich selbst ein Krimineller.
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-15 # Bergradfahrer 2020-10-09 17:25
Sorry für 3. Post, ist aber "wichtige Ergänzung", weil hier ja Herkunft zählt.
Die Gestalten, die da so dissozial in der Theuerstadt rumgelegen haben, waren alles Gymnasiasten oder Studentla aus dem mittleren bis gehobenen deutschen Bürgertum. Keine Maure, kein Muselmann dabei.
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+5 # Clavius1970 2020-10-09 21:45
# Bergradfahrer
Danke für die Richtigstellung bzw. Ergänzung. Wie ich schon geschrieben habe. Hier geht es um die Sache. Nicht um die Herkunft der Beteiligten.
Vielleicht sind ja unsere zukünftigen Bildungseliten nur schlechte Vorbilder für im Merkelsprech "später hinzugekommene"
Wär mal ne Überlegung wert. :-)
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+21 # Patrickus 2020-10-09 22:36
Und ob die Herkunft der Beteiligten eine Rolle spielt. Dauernd hören wir, daß solche Feiern (bes. Hochzeiten etc.) wesentlich zur Verbreitung der Pandemie beitragen. Wer das ignoriert baut halt auch darauf, sich in ein gemachtes Bett in unseren Krankenhäusern legen zu können.
Auch die Missstimmung bei den Polizisten kann ich verstehen.
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+14 # Bodo 2020-10-09 16:53
So weit ich das weiß, wird das Lokal S. am Steinweg auch von einem Syrer betrieben. Es ist keine öffentliche Gaststätte.
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-13 # Werner 2020-10-09 19:02
Das ist unerheblich für die Beweislastfeststellung. Einzig und allein sind die Verfehlungen.
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+5 # Eisenbahner 2020-10-09 09:40
Ich denke, der FT hat schon, "zwischen den Zeilen", die Wahrheit geschreiben!
Es sind ja schließlich Muttis "Gäste". ;-)
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+9 # cunningham 2020-10-09 17:30
Leider nein, auch in der Printausgabe vom FT war der Pressebericht der Polizei unverändert abgedruckt.
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+2 # Werner 2020-10-09 19:00
Auch wenn ich sonst kritisch bin, aber das war ein neutraler Bericht. Zwischen den Zeilen liest immer nur der, der es lesen will. Es ist egal, ob ein Gast aus Dorgendorf oder Kinshasa ist, man hat sich zu benehmen, denn für jeden gelten die gleichen Gesetze, ob man sie nun mag oder nicht. Dennoch, die Polizei hat sie nicht gemacht, da haut man auch nicht drauf. Wer anno dazumal mal eine Razzia im Fischerhof mitgemacht hat, weiss vlt. das früher nicht alles besser war.
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+30 # Alfred E. Neumann 2020-10-09 22:50
Es ist doch mittlerweile hinlänglich bekannt, dass Polizeiberichte, die die Nationalität nichtdeutscher Staatsbürger nennen, nicht mehr im FT abgedruckt werden.

Natürlich sollte die Nationalität keine Rolle spielen, sondern das Verhalten. Dass aber bei kriminellen Handlungen nur noch die deutsche Nationalität öffentlich genannt wird, verzerrt die Realität, und das ganz bewusst.

Für mich gibt es keine Gründe, jegliches Fehlverhalten mit Hinweisen auf die Kindheit, Sozialisation oder andere Wertesysteme zu bagatellisieren oder gar zu rechtfertigen.

Wer sich innerhalb des Geltungsbereichs unseres Rechtssystems aufhält, tut dies freiwillig. Er muss sich an geltende Gesetze halten. Andernfalls muss sanktioniert werden. Und genau hier liegt der Fehler - die zu erwartenden Sanktionen unterscheiden sich signifikant für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen.

Ich frage mich nur, warum wir uns noch mehr (männliche!) Vertreter gewisser Bevölkerungsgruppen nach Bamberg holen sollten - und warum auch diese wieder einmal im Bamberger Osten untergebracht werden sollen. Für mich ist das Strassenbild tags wie nachts schon stark von männlichen Migranten geprägt. Diese fallen oftmals durch lautstarke Äußerung ihrer Emotionen auf. Manchmal auch durch Handlungen, die sich dann im Polizeibericht wiederfinden.

Es genügt allerdings schon ein Tatsachenbericht über meine täglich erlebte Realität bei Vertretern gewisser politischer Parteien um direkt in einen postfaktischen "wir lehnen jede rechte Rhetorik ab" Gutmenschenrausch zu verfallen.

Dafür habe ich sogar teilweise Verständnis. In ihrer Realität im Berggebiet finden von mir beschriebene Zustände einfach nicht statt.

Dass aber ihr Horizont solchen Einschränkungen unterliegt, kann ich nicht akzeptieren.

Nur weil sich zu mir in die Strasse niemals Touristen verirren, kann ich ja auch nicht schussfolgern, dass es in Bamberg keine Touristen gibt. Den Klagen über zu viele Touristen begegne ich ja auch nicht mit der Argumentation, dass es sich hier wohl um Einzelfälle handelt, die überemotionalisiert werden - um mir dann im selben Atemzug einen Ausbau des Tourismussektors zu wünschen.

Zurück zum Punkt: Polizeiberichte sollten sachlich richtig und vollständig abgedruckt werden. Die Meinungsbildung darf den Lesern durchaus zugetraut werden!
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+5 # supi 2020-10-12 15:44
also es wird ja so gemunkelt und wenn man den gerüchten glauben will, soll ja der tobias brockard vom hotel altenburgblick, verbandelt wieder mit dem greifenklau, echt a ganz besonders schlauer sein, will heissen, da können wir gar überhaupt nicht mithalten.
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Biän, Bärn: Birne(n). Kopf.
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Biä|schdimm: Bierstimme. tiefe Stimme.
Di Biäschdimm känn i doch aa wuheä! Diese Bierstimme kenne ich doch auch woher!

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Biä|schlöbbm: Bierschlöppe. Säufer.
Di old Biäschlöbbm is aa widdä doo, schau fai, dassd di schlaichsd! Dieser alte Säufer ist auch wieder da, schau bloß, dass du abhaust (schleichst).

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Bibbärä: Bibberer. alter, zittriger Mann.
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