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Auf einen guten Tag

 

Nicht weil es so schwer ist wagen wir es nicht. Sondern weil wir es nicht wagen ist es so schwer.

unbekannt

 

Bamberg versteht sich als Stadt für Offenheit, Vielfalt und religiöse Freiheit. Um diesen Ansatz zu schützen und zu stärken soll ein/e Antisemitismusbeauftragte/r berufen werden.

Theoretisch durchaus sinnvoll, aber auch notwendig?

Auf der Tagesordnung der heutigen Vollsitzung des Stadtrates (18.11.20) steht mal wieder eine Aufgabe, die theoretisch durchaus sinnvoll erscheint, aber ist sie auch notwendig? Der neue Stadtrat mag es sich auf die Fahnen schreiben, dass es wesentlich sein Verdienst ist, eine/n weitere/n Beauftragte/n kreiert zu haben. Zweifellos sind die Bekämpfung von Antisemitismus und Diskriminierung jeder Art eine wichtige und immerwährende Aufgabe. Der Angriff auf Teile einer Gesellschaft ist immer ein Angriff auf die Gesellschaft als Ganzes. Die Stadtverwaltung schreibt in ihrem Sitzungsbericht zu dem Thema, dass die Stadt Bamberg “für Offenheit, Vielfalt und religiöse Freiheit steht uns sie jeden Willkommen heißen möchte”. Allen soll die Möglichkeit geboten werden, sich nach individuellen Vorstellungen zu entfalten. Dazu gehöre auch die präventive Arbeit jeder Form des Antisemitismus und der Diskriminierung entgegen zu treten. Deshalb soll die Funktion eines/r ehrenamtlichen Antisemitismusbeauftragten und eines/r Antidiskriminierungs-Beauftragten geschaffen werden. Die Ausschreibung einer solchen Stelle soll noch 2020 erfolgen. Im folgenden Jahr soll über ein Beteiligungsverfahren ein/e Antidiskriminierungsbeauftragte/r berufen werden.

Funktion und Aufgaben des/der Antisemitismusbeauftragen

Laut dem Sitzungsbericht der Stadtverwaltung ist der/die Antisemitismusbeauftrage zentraler Ansprechpartner für alle Menschen jüdischen Glaubens in Bamberg. Er/Sie setzt sich gegen Antisemitismus in jeder Form ein. Darunter fallen Leugnung, Verdrängung und Verharmlosung von Nazi-Verbrechen genauso wie der Umgang mit der Geschichte des Judentums in Bamberg (bei Veröffentlichungen, Vorträgen, Ansprachen usw.). Der/die Antisemitismusbeauftragte setzt sich für eine aktive Erinnerungsarbeit der jüdischen Geschichte in Bamberg und kann dazu auch eigene Projekte initiieren und umsetzen. Dies tut er/sie in enger Zusammenarbeit mit allen Akteuren des jüdischen Lebens in Bamberg.
Die Ausschreibung eines/r Antisemitismusbeauftragten richtet sich nach dem beschriebenen Aufgabenbereich. Da es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, sollte der Auswahlprozess so offen gestaltet werden, dass beispielsweise auch eine Aufteilung der Aufgaben auf zwei Personen möglich ist.
Hinweis: "Ehrenamtlich" soll bei den diversen Beauftragten der Stadt Bamberg eine monatliche Aufwandsentschädigung von rd. 800 € bedeuten.
18.11.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+19 # Alex 2020-11-18 15:13
Wann kommt eigentlich der/die Beauftragte für Beauftragte ?
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+14 # Clavius1970 2020-11-18 18:22
Wenn ein Vetter*in eiones Mitglieds der jeweiligen Bamberger Regierungsfraktionen einen Job braucht. :-)
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+28 # gablmann 2020-11-18 17:44
Und die Buddhisten, Hindus und Moslems werden allein gelassen?
Das ist auch irgendwie Rassismus.
Mensch Leute! Bei aller Liebe zu einer offenen Gesellschaft - Es wird mir echt zu viel mit der Symbolpolitik.
Natürlich muss jede Glaubensrichtung eine starke Vertretung in einer Stadt haben! Aber auch jeder andere. Und dafür – dachte ich zumindest – gibt es doch einen Stadtrat oder einen Referenten oder Bürgermeister oder Oberbürgermeister. Letztere haben pressewirksame Sprechstunden ohne Ende.

Gleichstellungsbeauftragter, Behindertenbeauftragter, Migrationsbeauftragter, Antisemitismusbeauftragter, Seniorenbeauftragter, Datenschutzbeauftragter, Frauenbeauftragte, Compliance-Beauftragter, Familienbeauftragte, Klimaschutzbeauftragter, Missbrauchsbeauftragte, Qualitätsmanagementbeauftragter, Beauftragter für den Seligsprechungsprozess...

Ich höre jetzt auf, mir wird schlecht.
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+13 # Clavius1970 2020-11-18 19:18
Jetzt mal im Ernst. Die Notwendigkeit dieser ganzen Beauftragten, die ja meist einen guten Job machen, kommt doch aus der Unfähigkeit der Stadtführung sich um die Belange der betroffenen Mitbürger selbst zu kümmern.
Ist man zu faul oder zu abgehoben? Ich denke eher man hat Angst sich unbeliebt zu machen, wenn auch mal Tacheles mit den jeweiligen Gruppen geredet werden müsste.
Für eine, von ethischen Grundsätzen geleitete, Stadtführung ist es eine Schande, wenn die Vertretung der Interessen dieser Personengruppen delegiert werden muss.
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+9 # Bergradfahrer 2020-11-19 08:41
Das stimmt allerdings, es entsteht das Bild, dass zu viel delegiert wird. Es ist halt irgendwie "Drecksarbeit" sich mit Konflikten und vielleicht oft schwierigen Leuten auseinander zu setzen. Darum meiden es viele. Blöd finde ich, dass man sich das vor der Kandidatur nicht überlegt hat.
Das ist einer der Gründe, warum ich öffentliche Ämter und dergleichen meide, weil sie zusätzlich zum alltäglichen Wahnsinn noch weitere Belastung bringen. Ok, halt nur, wenn man sie gewissenhaft ausfüllen will.
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+31 # Max 2020-11-18 20:30
Wir holen uns die Männer mit antisemitistischer Einstellung ins Land, alimentieren sie und bauen ihnen Moscheen, damit sie sich hier rundum wohl fühlen und wundern uns dann, dass es vermehrt zu antisemitischen Übergriffen kommt.
Welcher Mann, der arbeitet und in die hiesige Mehrheitsgesellschaft integriert ist, hat denn bitte die Zeit, fünf mal am Tag gen Mekka zu beten?
Und um die Konsequenzen aus dem Ganzen abzufedern, braucht es jetzt einen Antisemitismusbeauftragten!
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-13 # Lem Otto 2020-11-19 08:45
Lieber Max,

ich habe in den USA in einem Büro gearbeitet, wo Moslems beten konnten, wann sie wollten. Das hat keinen gestört und prima funktioniert. Mal über den Tellerrand schauen kann nicht schaden ;-)
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+18 # Simon 2020-11-19 08:59
Das auch Moslems anständige Menschen sein können, bezweifelt hoff. niemand. Aber Besondere Probleme haben wir uns mit der anfangs ungezügelten Aufnahme schon geschaffen. Es ist doch unbestreitbar, dass auch Antisemitismus mehr geworden ist. Der laxe Umgang mit Menschen mit anderen Religionswerten hat auch bestimmte Kriminalitätsformen befördert (z.B. Bandenkrim.)

Einen Antisemitsmusbeauftragten für Bamberg halt ich trotzdem für einen Schmarrn.
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+13 # Eisenbahner 2020-11-19 11:06
„Büro und gearbeitet“ finde den Fehler im Gegensatz zu Deutschland!
Viele der Moslems in USA kann man doch nicht mit denen hier nicht vergleichen! Soziale Hängematte gibt es in USA nicht, bei uns dagegen kann man sich so richtig darin räkeln uns noch Geld nach Hause überweisen!
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+4 # supi 2020-11-19 17:23
ja was soll man nun dazu sagen, jetzt sind sie halt mal alle da, aus allen herren ländern, zumeist fachkräfte wie man uns erzählt hat, wir müssen uns halt mal damit abfinden, dass sie sich mit unserer kultur, unseren gepflogenheiten nicht abfinden können und wollen, weshallb sich hat gewisse gruppen bei uns warm anziehen müssen, es sei denn wir treten dem masiv entgegen aber nicht mit irgendwelchen beauftragten, sondern vor ort und im täglichen leben
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+6 # Werner 2020-11-19 21:14
Seltsamerweise hat es fast 70 Jahre gebraucht, dass man so einen Beauftragten wieder einrichten muss. Der hat bestimmt seinen Legitimierten Berechtigten, keine Frage. Aber fragt doch auch mal bei den sogenannten Traumata im Bamberger Osten an, ob die sowas hören wollen, oder gar beim Schwimmbeck?

Ich glaube, dass es nur wieder ins Gewissen der schon länger hier Lebenden abzielt, die das Thema kennen. Aber bei den -lingen zieht man wieder den Schwanz ein. Wie immer, halt. Wie sind halt Täterkult.
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Redensarten und Redeweisen

 

B 49
Bimbäla wichdich, Bämbäläs wichdich: Wichtigtuer.
Wi sai Voddä, däs woä aa scho so a Bimbäla wichdich, braugsd di ned wunnän! Wie sein Vater, der war schon so ein Wichtigtuer, brauchst dich nicht zu wundern.

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Bimbäläs|loodn: Kleinkramgeschäft.
Ka Wunnä is ned, dass deä dsugämachd hod mid sain Bimbäläsloodn. (K)ein Wunder ist es nicht, dass der (Besitzer des Ladens) zugemacht hat mit seinem Kleinkramgeschäft.

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Bimbl: Schimpfwort. 

Wos willn deä Bimbl? Was will denn der Bimbl.
Bimbl|hubä: Wichtigtuer.
Hald dai Goschn, du Bimblhubä! Halt deinen Mund, du Wichtigtuer.

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Bindä: Binder. Krawatte.
Mächsd an Bindä noo? Machst du eine Krawatte um?

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Bindn: Binde. Hals, Rachen.

Sai Grossvorrä hod aa gän an hindä di Bindn gägossn. Sein Großvater hat auch gern Eines (z.B. Bier) (hinter ...) mehr getrunken.

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binggln: pinkeln.
Iech muss scho widdä dsän Binggln. Ich muss schon wieder pinkeln (gehen).

Forts.

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