Notruf bei sexualisierter Gewalt

Den Notruf gibt es in Bamberg seit 1988. Die Beratungszahlen steigen. 2018 wurden 179 Personen beraten. Die meisten davon kamen aus Bamberg. Der Notruf braucht jetzt mehr Geld.

Der Träger zahlte bisher das meiste Geld

Der Notruf bei sexualisierter Gewalt wird in Bamberger vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betrieben. Er ist ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot für betroffene Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche.
Der SkF betreibt den Notruf in Bamberg seit 1988. Die Beratungszahlen steigen. 2018 wurden 179 Personen beraten (zum Vergleich 2015: 130 Personen). Ca. 29 % der Ratsuchenden kamen aus dem Landkreis Bamberg, 38 %; die weiteren Personen meldeten aus anderen Städten und Landkreisen.
Die Stadt Bamberg fördert seit 2014 den Notruf mit jährlich 11.000 €. Der Freistaat Bayern gewährt einen Zuschuss von ca. 20.000 €, der Landkreis Bamberg von ca. 8.500 €. Der Eigenanteil des SKF liegt bei ca. 45.000 € jährlich.
In der Sitzung des Familien- und Integrationssenats am 19.1120 wurde den Senatsmitgliedern mitgeteilt, dass ab 2021 sich die Gesamtkosten auf ca. 155.000 € erhöhen. Im Zuge dessen wird das Personal auf zwei Vollzeitstellen aufgestockt. Der SKF hat nun mitgeteilt, seinen Anteil in dem bisherigen Umfang nicht länger aufbringen zu können. Er beantragte deshalb eine Erhöhung der Zuschüsse bei Stadt und Landkreis Bamberg.

Ohne Förderung durch die Stadt Bamberg entfällt das Angebot

Der Familiensenat befasste sich nun mit der Frage, den städtischen Zuschuss zu erhöhen. Im Hintergrund stand das Wissen, dass die Kreisausschusssitzung des Landkreises Bamberg dem Erhöhungsantrag bereits zugestimmt hat. Und auch der Landkreis Forchheim sich an den Kosten beteiligen und in die Förderung einsteigen wird. Nach dem Finanzierungsmodell für den Notruf würde sich der Beitrag der Stadt Bamberg ab dem 1.1.2021 auf 22.048 € erhöhen.
Den Senatsmitgliedern wurde zugesagt, dass sich bei Gewährung der beantragten Förderung und so eine zweite Fachkraftstelle geschaffen wird, der Notruf sein Angebot erweitern wird.
Sollte allerdings keine Förderung von Seiten der Stadt Bamberg gewährt werden, entfällt das komplette Angebot. Der Familien- und Integrationssenat hat daraufhin die Verwaltung beauftragt, die Haushaltsmittel in Höhe von 22.098 Euro anzumelden.
23.11.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.