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Neue stark ansteckende Corona-Variante!

Zwei Fälle der neuen Corona-Variante “Omikron” sind in Bayern bei Reiserückkehrern aus Südafrika aufgetreten. Der Virus-Mutant Omikron B.1.1.529  soll stark ansteckend sein.

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CORONA

Eine Erklärung ist fällig

Kein Irrtum! Gestern stieg der Corona-Inzidenzwert für die Stadt Bamberg extrem an. Der Landkreis wurde wieder überholt. Heute bestätigt sich der Ausschlag. Sicher wird es wieder besser werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Pressemitteilung und Realität?

Derzeit liegt der wichtige Sieben-Tage-Inzidenzwert deutschlandweit bei gut 75, Tendenz sinkend. Dieser Trend ist es, der zusammen mit den ebenfalls zurückgehenden absoluten Infektionszahlen, viel Hoffnung bei den Menschen bewirkt. Umso unerfreulicher, wenn der Wert hoch bleibt oder plötzlich wieder deutlich ansteigt. Der Wert für Bamberg fiel in den vergangenen Tagen kontinuierlich, schließlich bis unter die 50er-Marke. Und dann: der rasante Anstieg auf 1963 Fälle, 274 mehr als am Vortag. Da muss doch etwas Besonderes gewesen sein? Aller Wahrscheinlichkeit lässt sich der neue Wert darauf zurückführen, dass im Bamberger Aufnahmezentrum für Geflüchtete (AEO) im Osten der Stadt ziemlich exakt vor einer Woche eine größere Zahl Covid-Infizierter festgestellt wurden. In der Veröffentlichung des städt. Presseamtes war aber nur von 55 Personen die Rede und nicht von 270. Vielleicht lässt der Herr Oberbürgermeister es zu, dass uns das Presseamt jetzt erklärt, wie der Unterschied zustande kommt?
Heute am 7.2.21 ist der Anstieg wieder fast normal gering. Nur zwei mehr Infizierte als am Vortag. Beruhigend ist es aber erst, wenn die Werte von Tag zu Tag wieder sinken, so wie in vielen Städten und Gegenden Deutschlands.

In ganz Deutschland sinken die Inzidenzwerte

In München liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert seit einigen Tagen unter 50. Hinzu kommt: Das Münchner Rathaus ist nach eigenen Angaben derzeit zu einer lückenlosen Kontaktnachverfolgung in der Lage. Was von großer Bedeutung ist. Gleiches gilt laut Medienberichten unter anderem auch für andere Städte, z.B. Bonn, Bremen, Leipzig und Düsseldorf.
Generell hat sich die Lage in den meisten Kommunen zuletzt entspannt, so kann man es augenscheinlich der Corona-Bayernkarte entnehmen. In weniger Regionen dunkelrot, in einigen schon grün. Wichtig: Die Kliniken melden wieder mehr freie Intensivbetten.
Am Mittwoch dieser Woche treffen sich die Spitzenvertreter von Bund und Ländern um über das weitere Vorgehen zu beraten. Vermutlich am Tag darauf wird das bayerische Staatsregierung die Maßnahmen für den Freistaat festzurren – und speziell auch den weiteren Fahrplan für den länderhoheitlichen Schul- und Bildungsbereich präsentieren. Ausgang und Ergebnis beider Treffen sind offen, aber die Tendenz ist klar: Viel deutet daraufhin, dass die harten Corona-Schutzmaßnahmen nicht oder allenfalls ganz wenig gelockert werden.
In Bamberg derzeit leicht verständlich. 

Ergänzung: Im FT vom 10.2.21 wird indirekt bezug auf den Beitrag der Webzet genommen. Unter der Überschrift “Fehler bei Straßenzuordnung” heißt es:
“Die 7-Tage-Inzidenzzahlen für Stadt und Landkreis haben sich etwas verschoben; die Zahlen für die Stadt sind im Vergleich zur letzten Woche gestiegen und für den Landkreis etwas gesunken”, am 6.2.21 waren die Werte für die/den
- Stadt Bamberg: 1963 Fälle +274 zum Vortag und
- Lkr. Bamberg: 3359 Fälle -237 z.V.
Die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Bbg: 111,15, für den Lkr. Bbg 79,50
Mittlerweile sind sie wieder auf aktuell 95,6 für die Stadt und 97,2 für den Landkreis gefallen. Dies liegt laut einer Verlautbarung im FT daran, dass die Zuordnung von Straßen zu Stadt oder Landkreis nicht korrekt erfolgt sei. Dies sei aufgefallen, da die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Bamberg trotz der positiven Fälle im Ankerzentrum nicht reagiert habe. Der Fehler sei behoben. Die Gesamtzahl der Fälle sei immer korrekt dokumentiert worden."
Es entspricht den wieder erwähnten Verhaltensweisen bestimmter Bediensteter nicht direkt Kontakt mit der Webzet aufzunehmen oder aufnehmen zu dürfen.

Hinweis: Wichtige Informationen zur Covid-Lage können der Web-Seite des Bayer. Landesamtes für Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit entnommen werden. > s. Bayernkarte, mit Klick vergrößern.
7.2.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+6 # Statistikkorrektur 2021-02-07 19:04
In dem Artikel sind leider ein paar Zahlen durcheinander geraten. Bei den 1963 handelt es sich nich um die Zahl der aktiven Fälle, sondern um die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie. Bei dem starken Anstieg um die 274 scheint es sich um eine Korrektur der Zuordnung zwischen Stadt und Landkreis gehandelt zu haben. Im Landkreis ist die Zahl der insgesamt Infizierten nämlich in der gleichen Größenordnung gesunken. Und bei den Verstorbenen war es genauso. Auch dort ein starker Anstieg in der Stadt, ein Absinken im Landkreis.
Wann diese Personen infiziert waren oder ob sie es noch sind, lässt sich daraus nicht ablesen. Auf jeden Fall nicht in den letzten 7 Tagen, sonst läge die Inzidenz jenseits der 350 und nicht "nur" bei 111.
In den

Webzet: Der Kommentar wurde vom Autor hier abgebrochen. Der Hinweis auf die Verwechslung von "aktiven" und Gesamtfällen ist richtig und wurde korrigiert.
Die Erklärung kann weder bestätigt, noch verneint werden.
Die Zahlen sind ansonsten den (nachlesbaren) Mitteilungen des Bay. LA für Gesundheit u. Lebensmittelsicherheit entnommen.
Eine Erklärung ist grundsätzlich fällig und folgt hoffentlich in den nächsten Tagen.
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+1 # Webzet-bog 2021-02-10 11:44
Im FT vom 10.2.21 wird indirekt bezug auf den Beitrag der Webzet genommen. Unter der Überschrift “Fehler bei Straßenzuordnung” heißt es:
“Die 7-Tage-Inzidenzzahlen für Stadt und Landkreis haben sich etwas verschoben; die Zahlen für die Stadt sind im Vergleich zur letzten Woche gestiegen und für den Landkreis etwas gesunken”, am 6.2.21 waren die Werte für die/den
- Stadt Bamberg: 1963 Fälle +274 zum Vortag und
- Lkr. Bamberg: 3359 Fälle -237 z.V.
Die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Bbg: 111,15, für den Lkr. Bbg 79,50
Mittlerweile sind sie wieder auf aktuell 95,6 für die Stadt und 97,2 für den Landkreis gefallen. Dies liegt laut einer Verlautbarung im FT daran, dass die Zuordnung von Straßen zu Stadt oder Landkreis nicht korrekt erfolgt sei. Dies sei aufgefallen, da die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Bamberg trotz der positiven Fälle im Ankerzentrum nicht reagiert habe. Der Fehler sei behoben. Die Gesamtzahl der Fälle sei immer korrekt dokumentiert worden."


Es entspricht den immer wieder erwähnten Verhaltensweisen bestimmter Bediensteter nicht direkt Kontakt mit der Webzet aufzunehmen oder aufnehmen zu dürfen.
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+2 # Bergradfahrer 2021-02-10 20:18
Leck mich fett, was ist das für eine katastrophale Software, die die da haben. Wer hinreichend Erfahrung in Data-Warehouse-Projekten hat, der sieht z.B. beim LGL sofort, wenn die nicht geladen haben. Man scheint dort missing data bis dato nicht gesondert zu behandeln und rechnet einfach weiter. Das ist natürlich extrem dilletantisch. So kam es ja seinerzeit zu den Ausreißern nach unten in der Bamberger "Inzidenz".

Zudem scheint die Geokodierung, also die Zuordnung einer Adresse zu unterschiedlichen Ordnungssystemen wie PLZ und Gemeindeschlüssel und Koordinaten, nedd so recht zu funktionieren. Gut, die Zuordnungstabellen kosten a weng Geld und aktualisiert werden müssen die auch. Aber angesichts der Milliarden, die derzeit verbrannt werden, sollte es doch daran nicht scheitern. Wahrscheinlich fehlt es sowohl unten an Entwicklern, in der Mitte an kompetenten Projektleitern und an der Spitze... naja, da fehlt schlicht die CPU. ;-)
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+3 # Oberstatistiker 2021-02-07 20:44
Wenn Patienten der Palliativstation nach der Impfung sterben:
Statistik Nr. 1 sagt: an der Impfung gestorben
Statistik Nr. 2 sagt: wegen/mit/weil an Corona gestorben
Statistik Nr. 3 sagt: in der Palliativstation sterben 99,9%

Der Artikel ist gut. Erklärungen sind fällig, das stimmt.
...Wenns nur endlich welche gäbe.

Wir werden mit tägl. unterschiedlichen, fadenscheinigen Impfstrategien zu geschwafelt und kaum ein Mensch blickt mehr durch. Astra hier, Pfizer dort. Die Rettung kann echt nur das Presseamt der Stadt Bamberg sein. :-) ;-) :sad: :-x
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+10 # Bergradfahrer 2021-02-08 12:34
Ich weiß, es ist derzeit verpönt, Risiken zu relativieren, auch wenn sie echt gering sind...
Der grunsätzliche und fatale Fehler besteht schon einmal darin auf die Anzahl der positiven Tests zu schauen. Diese Zahl korreliert nur schwach bis gar nicht mit Erkrankungs- und Sterbegeschehen. Das liegt schlicht daran, dass ca. 2/3 der positiv getesteten Personen keine Symptome entwickeln. Wunderbar deutlich zu sehen in der Grafik des RKI-Dashboards rechts unten: (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/)

Auch die absolute Belegung der Intensivstationen "schwingt" in keiner Weise mit den sogenannten Inzidenzwerten mit, wie ein Blick auf die Zeitreihe des Intensivregisters auf die Grafik "Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle an Anzahl belegter Intensivbetten" zeigt durchgängig gleiche Belegung. Neuerdings wird hier allerdings eine etwas dramatischer wirkende "Einschätzung der Betriebssituation" vorher dargestellt, die auf einem Rating der meldenden Häuser beruht. Inwieweit diese Ratings objektiv sind oder budget-politisch motiviert, bleibt offen. Es sind ja weiterhin noch etliche Häuser von Schließung bedroht.

Wenn man Überlastung von Krankenhäusern und Sterblichkeit reduzieren wollte, dann sollte man sich auf die sensibleren Gruppen konzentrieren. Als Hilfsgröße wäre es vielleicht intelligenter das Infektionsgeschehen in den Risikogruppen zu beobachten und dort versuchen zu reduzieren. Das RKI-Dashboard zeigt ja in der Grafik "Todesfälle nach Altergruppe & Geschlecht / 100.000 Einwohner" glasklar wer das ist...und wer nicht...zum Beispiel die Schüler und der allergrößte Teil der Bevölkerung.
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