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Polizeifahrrad als “universelles Einsatzmittel”

Von vielen Bürgern/innen herbeigewünscht, ist die Polizei (wieder!) auf Fahrrädern unterwegs. In Bamberg und Bayreuth wurden die ersten Fahrradstreifen auf Tour geschickt.

Einsatz im kriminalpräventiven und repressiven Bereich sowie im Verkehrssektor

Gefühlt vor fünfzig Jahren waren sie noch unterwegs: Polizisten auf Fahrrädern. Besonders ältere und fußläufige Menschen haben den Wiedereinsatz dieses polizeilichen Einsatzmittels gefordet. Mit der Übergabe von insgesamt fünf Pedelecs beginnt nun bei der oberfränkischen Polizei eine zunächst einjährige Pilotierungsphase mit Fahrradstreifen. Zu Beginn der Woche wurden in Bamberg und Bayreuth die ersten Fahrradpolizisten auf Streife geschickt. Sie stellen den Lückenschluss zwischen klassischen motorisierten Streifen und Fußstreifen dar.
In einer Pressemitteilung stellt die oberfränkische Polizei die Fahrradstreifen “als universell einsetzbares Einsatzmittel” vor. Sie fänden sowohl im kriminalpräventiven, als auch repressiven Bereich sowie im Verkehrssektor ihren Nutzen.
“Im innerstädtischen Raum und bei starkem Verkehrsaufkommen oder stockendem Verkehr sind die Beamten dadurch mobiler und schneller als im Streifenwagen. Hierbei haben sie fortan ein geeignetes Einsatzmittel für die Kontrolle von Radfahrern oder Fußgängern zur Verfügung. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Radverkehr an sich, sondern auch auf anderen Verkehrsteilnehmern wie Auto- oder Lastwagenfahrern, die auf Radwegen halten oder parken. Durch die entstehende Nähe zum Radverkehr sollen Unfallrisiken umfassender erkannt werden. Zudem erhöht sich gerade in den Innenstadtbereichen und Parkanlagen der Städte die polizeiliche Präsenz an Orten von touristischer und kriminalistischer Relevanz. Sowohl die objektive Sicherheitslage, als auch das wahrgenommene Sicherheitsgefühl, wird durch den Einsatz von Fahrradstreifen verbessert und gestärkt.”

Eckdaten zur Ausstattung

Einen Mehrwert erkennt die oberfränkische Polizei auch für die Kriminalitätsbekämpfung und Fahndungsmaßnahmen. Für Streifenwägen unzugängliche Einsatzräume können so schneller und weiträumiger abgedeckt werden. Die sichtbare Polizeipräsenz dient darüber hinaus als Abschreckung für potentielle Täter, zum Beispiel im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls.
Im Rahmen der Pilotierungsphase sind zunächst sechs Polizeibeamte bei der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt vorgesehen, die neben ihrer originären Tätigkeit im uniformierten Streifendienst, künftig auch das Pedelec als Einsatzmittel einsetzen. Diese erhielten neben den Rädern auch eine besondere Fahrradkleidung im Stil einer Polizeiuniform.
Die oberfränkische Polizei entschied sich rein für die Beschaffung von Pedelecs, also Fahrrädern mit elektromotorischer Tretunterstützung bis 25 km/h. Geschwindigkeiten darüber hinaus sind nur mittels eigener Körperkraft zu erreichen.
Schnellere, sogenannte S-Pedelecs, sind im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken nicht im Einsatz.
Die Polizeien in Bamberg und Bayreuth integrieren ab sofort die Fahrzeuge samt Fahrer in die Streifentätigkeit. Hierbei erfolgt der Einsatz grundsätzlich in Form von Doppelstreifen, also zu zweit. Nach Evaluierung der einjährigen Pilotphase wird über den Einsatz von uniformierten Fahrradstreifen mit Pedelecs bei weiteren Dienststellen im Verband entschieden.
14.5.21 Bilder: Polizei Oberfranken; webzet (Symbolbild in der Titelleiste). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
0 # Bergradfahrer 2021-05-14 19:59
Pedelec & Styropormütze. Jepp, das ist das Äquivalent von Autobahnpolizei im Fiat Panda. ;-)
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+21 # Bamberger 2021-05-14 23:42
Sehr gut! Endlich!
Rad- und Gehwegparker werden jetzt hoffentlich konsequent aufgeschrieben.
Und ja: Hoffentlich auch viele Gehwegradler.
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-6 # gablmann 2021-05-15 17:41
Mal ehrlich Bamberger,
selbst noch nie auf dem Gehsteig geradelt????
selbst noch nie (mal aweng so halb und kurz) auf einem Radweg geparkt/gehalten?
Wenn man niemand wirklich behindert, kann der Fußgänger und der Radler locker außenrum.
Liebe Leute: Leben und leben lassen.
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+4 # Bamberger 2021-05-16 10:53
Nein und Nein.
Und wenn man "außenrum" muss, auch locker, ist man trotzdem behindert worden.

Wenn ich mein Fahrrad mitten auf dem Berliner Ring abstelle, kommen die Autos doch auch noch locker außenrum. Ist doch kein Problem, oder? Leben und leben lassen.

Es gibt in Bamberg kaum einen Radweg, der ausreichend breit ist, dass auch nur "ein bisschen auf dem Radweg stellen" keine Behinderung wäre.
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+6 # Clavius1970 2021-05-16 12:55
Das ist ja genau das Problem. "Wenn man niemand wirklich behindert"
Es gibt aber auch Rollstuhlfahrer, Eltern mit kleinen Kindern und Fahrradanhängern die mehr Platz oder Fürsorge brauchen.
Warum nicht, soweit möglich auf der Fahrbahn kurz anhalten. Ich muss auch mit dem Auto ständig um haltende Paketdienstfahrzeuge herumkurven. Da kann ich mir das auch rausnehmen. Und wenn dann einige Autofahrer mal ein paar Sekunden mit dem Vorbeifahren warten müssen, geht die Welt auch nicht unter.
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+7 # cityman 2021-05-16 23:39
Genau, das leben und leben lassen ist ok, hat aber auch ein Limit. Ich erlebe immer öfter rücksichtslos Radler, die durch die Fussgängerzone und angrenzende Gassen wie Sau fahren!
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+3 # gablmann 2021-05-15 14:36
Wer schon mal versucht hat mit einem "Pedelac" schneller als 25 km/h zu fahren wenn die Unterstützung abschaltet weiß: Um 30 km/h oder mehr zu ereichen ist eine echte Herausforderung.
Also wenn die Polizei einem frisierten Mofa oder einem getunten Pedelac nicht mehr nachkommt, können sie es sich auch sparen.
Ist ja wie wenn sie einen Temposünder verfolgen, sich aber selbst an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.
So ein Quatsch.
Hauptsache Fahrrad, Fahrrad, Fahrrad Image!
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+5 # Hartman FMJ 2021-05-15 22:22
Da würde ich doch glatt unseren allseits beliebten Fahrradterror... ääh Aktivisten Glüsenkamp ein paar Tage mit auf Streifenbegleitung schicken
:-) :-) :-) :-)
Mal schauen wie lange er durchhält ;-)
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+8 # Clavius1970 2021-05-16 13:07
Reizvolle Idee. Herr Glüsenkamp würde das auf jeden Fall machen. Natürlich müsste ihn Herr Wehner begleiten und eine nette Story mit schönen Fotos im "äffdee" bringen. Auch ein Kurzseminar bei "Ferenc" wäre sinnvoll, um die notwendige Rechtssicherheit zu erlangen.

Rein vom BMI her sehe ich auch kein Problem.

Das größte Problem sind wahrscheinlich die Ausreden der Verkehrssünder aller Fahrzeuggattungen, einschl. Fußgänger, tagtäglich anhören zu müssen.

Da ist man vermutlich nach 5 Tagen taub oder reif für die Insel.

Mein Dank und Mitgefühl gilt den Polizisten*innen,die sich das Gejammer ganzjährig anhören müssen.
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B 77

brässiän:   pressieren, eilen.

Wänns ned so brässiän deed, soochäd i ja niggs. Wenn es nicht so eilig wäre, würde ich ja nichts sagen.

-

Brässogg:   Pressack. dicker Mensch. 

Däs is dä a Brässogg, a oogfrässnä! Das ist (dä=) vielleicht ein angefressener Fettsack.

-

braung:   brauchen.

Wos braung mä dänn?  Was brauchen wir denn? (... sagte früher die Ladeninhaberin zur Kundin)

Äs is ja ned, als wä mäs häddn, miä könnädns scho braung! Es ist ja nicht, dass wir es hätten, wir könnten es schon brauchen!

-

Breedichd:   Predigt. Rüge. 

Eä hod mä dä a Breedichd kaldn. Er hat mir vielleicht (dä) ein Predigt gehalten.

-

Breedsn:   Schimpfwort. Breze(n).

Olda Breedsn! Alte Breze!

-

Breedsnfraa:   Brezenfrau. Brezenverkäuferin. 

Di Breedsnfraa känna mä scho nuch. Die Brezenfrau kennen wir schon auch noch.

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