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ORDNUNG - SICHERHEIT

Maßnahmen gegen das öffentliche Saufen

Feiern in der Öffentlichkeit. Brennpunkte sind die Untere Brücke und das Sandgebiet. Nach Krisengesprächen wurde beschlossen, den Umgang mit alkoholischen Getränken zu regeln.

Vielfältige Beschwerden der Bewohner

In den letzten Wochen ist die Untere Brücke in Bamberg aufgrund vieler Verstöße gegen die Corona-Auflagen und zahlreicher Polizeimeldungen negativ in die Schlagzeilen geraten. Große Ansammlungen vornehmlich junger Menschen gibt es mittlerweile im gesamten Sandgebiet. Die Bewohner beschweren sich wegen Ruhestörung, Belästigungen und Verunreinigungen. Die Stadtverwaltung befürchtet, dass durch Verstöße gegen Hygieneregeln und Alkoholverbot die Corona-Infektionen wieder zunehmen können.
Laut der Mitteilungen des Presseamts wurde im “ständigen” Krisenstab unter anderem darüber berichtet, dass einzelne Gastronomen ihre Getränke kistenweise auf die Straße verkaufen und so Ansammlungen von bis zu 300 Personen provozieren.
Die Stadtspitze sieht hier einen dringenden Handlungsbedarf. OB Starke: „Es gibt eine Vielzahl an Beschwerden. Daher ist geplant, die Reinigungsfrequenz an den neuralgischen Punkten deutlich zu erhöhen.“ Auf diese Weise soll „die nicht akzeptable Situation verbessert werden“, kündigte Bürgermeister Glüsenkamp an.
Am 9. Juni 2021 trafen sich dann Vertreter/innen der Bamberger Gastronomie mit der Stadtspitze, der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt und dem Ordnungsamt, um konkrete Schritte zu beraten.
Einvernehmlich kam man zu dem Ergebnis, Im Sandgebiet und im Innenstadtbereich ein Alkoholkonsumverbot und Alkohol-To-Go-Verkaufsverbot ab 22.00 Uhr für Freitag und Samstag, zunächst an den beiden nächsten Wochenenden, zu verhängen. Danach soll in einer erneuten Besprechung ein Erfahrungsaustausch erfolgen.
Wie es in der Pressemitteilung heißt, hat der Ältestenrat des Stadtrats das Maßnahmenpaket der Stadtverwaltung begrüßt und dem Kompromiss mit den Gastronomen ausdrücklich zugestimmt..

                        Nicht einfach die Verantwortung auf die Polizei abschieben

Die Regelungen im Einzelnen:
1. Alkohol-To-Go-Verkaufsverbot und Alkoholkonsumverbot ab 22 Uhr für Freitag und Samstag in einem definierten Bereich im Sand- und Inselgebiet. Die Polizei hatte ursprünglich ein Alkohol-To-Go-Verbot ab 20 Uhr empfohlen. Als Kompromiss wurde 22.00 Uhr festgelegt. (> Lageplan r. mit Klick vergrößern!)
2. Erweiterte Öffnungszeiten der öffentlichen Toilettenanlagen in der Innenstadt sowie die Möglichkeit für die Gastronomen, auch nach Ende der To-Go-Gastronomie ihre Toiletten für Gäste zu öffnen.
3. Höhere Frequenz bei der Leerung der öffentlichen Abfalleimer am Wochenende und Aufstellen zusätzlicher großvolumiger Abfalleimer an bekannten Hotspots.

Die oben angesprochene Absicht “die Reinigungsfrequenz an den neuralgischen Punkten deutlich zu erhöhen“, wird in der neuesten Pressemitteilung nicht mehr erwähnt.
Es heißt, dass sich die Gesprächsteilnehmer in zehn Tagen, am 21.06.2021, wieder treffen und Bilanz ziehen.wollen.
Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass auch die Bürgerinnen und Bürger, die feiern, ihren Teil dazu beitragen müssten, damit Ruhestörungen vermieden und die Stadt nicht vermüllt wird. Alle müssten ihrer Verantwortung gerecht werden, man könne nicht einfach die Verantwortung auf die Polizei abschieben.
Die Ergebnisse des Krisengesprächs sollen laut OB Starke auf die Tagesordnung der nächsten Vollsitzung des Stadtrats gesetzt werden.

10.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.