ORDNUNG - SICHERHEIT

Stör-Licht gegen Feierwütige

Die Stadt schaut zu, während Feierwütige Remmidemmi machen. Die Mehrheit des Stadtrats versagt, die Polizei kommt an ihre Grenzen. Viele Bürger/innen sehen das so. Jetzt aber gibt es neue Regeln.

Lob für Gastronomen und Polizei

In der Vollsitzung des Stadtrates am 23.6. wurde erneut die Situation vorwiegend auf der Unteren Brücke diskutiert. Als Ergebnis wurde verzeichnet: “Das Alkoholkonsumverbot und To-Go-Verbot in der Innenstadt werden um vier Wochen verlängert. Eine „Störbeleuchtung“ an der Unteren Brücke als flankierende Maßnahme wird sofort umgesetzt. Damit sollen die Auswüchse nächtlicher Partygänger, insbesondere an den Wochenenden, eingedämmt werden.
Oberbürgermeister Andreas Starke berichtete über intensive Gespräche mit den Gastronomen, dem Bürgerverein IV. Distrikt und der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt.
Nach seinen Worten hat »die Polizei bestätigt, dass sich die Gastronomie an das To-Go-Verkaufsverbot gehalten hat. Die aktuellen Probleme würden also nicht von der Gastronomie ausgehen, sondern durch das oft missbräuchliche Verhalten auf der Straße«.
Parallel zu den Verbotsmaßnahmen müssten aber weitere Maßnahmen getroffen werden. So würde die Stadt die Anbringung einer Störbeleuchtung im Bereich der Unteren Brücke sofort umzusetzen. »Damit wollen wir diesen besonders problematischen Bereich temporär ausleuchten, um so die Anziehungskraft zu mindern und dunkle Räume zu vermeiden«, erläuterte der Oberbürgermeister. Die Beleuchtung wird kommenden Montag 28. Juni installiert. Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme.

                                      Zusätzliche WC-Anlagen

In einer Pressemitteilung bestätigt der Oberbürgermeister ein weiteres Mal »die nächtlichen Auswüchse von Partygängern, vor allem an den Wochenenden, mit Lärm, Verunreinigungen und Störungen der Sicherheit und Ordnung«. Die Stadt Bamberg habe daher bereits am 10. Juni eine Allgemeinverfügung mit einem Alkoholkonsumverbot sowie einem Verbot des To-Go-Verkaufs alkoholischer Getränke an Freitagen und Samstagen, jeweils in der Zeit von 22 bis 6 Uhr, für weite Teile der Innenstadt erlassen, welche in Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gastronomie zunächst bis zum 19 Juli verlängert wird.
Mit der zusätzlichen Anbringung einer Störbeleuchtung im Bereich der Unteren Brücke soll nun der Aufenthalt an diesem nächtlichen Brennpunkt unattraktiv gemacht und „dunkle Räume“ vermieden werden, da dort im Schutz der Dunkelheit viele Störungen verursacht werden. 

Als Gegenmaßnahme zum „Wildpinkeln“ hat die Gastronomie ihre Toilettenanlagen auch noch bis zu einer halben Stunde nach der eigentlichen Lokalschließung geöffnet. Außerdem wurden bei den öffentlichen WC-Anlagen die Öffnungszeiten deutlich auf 24 Uhr verlängert (Promenade, Untere Brücke, ERBA). Darüber hinaus sind die Bamberger Servicebetriebe beauftragt, ähnlich wie zur Sandkerwa, für zunächst zwei Standorte WC-Container bzw. Toilettenwägen zu organisieren. Die konkreten Standorte sind an der Schranne und in der Elisabethenstraße.
Namens der Fraktion Grünes Bamberg sprach Sprecherin Ulrike Sänger den Dank an die Bürgermeister aus. CSU/BA-Fraktionsvorsitzender Peter Neller sah die Maßnahmen geboten, um die »Stadtgesellschaft zu schützen«. Er dankte dafür, dass die Vorschläge seiner Fraktion berücksichtigt worden seien. Klaus Stieringer (SPD) sagte: »Wir setzen weiter auf Dialog!« Heftige Worte sprach wieder Norbert Tscherner (BBB). Er forderte die Untere und Obere Brücke zu sperren und den Durchgang zu kontrollieren.
Diesmal stimmte die Vollversammlung bis auf eine Gegenstimme den vorgeschlagenen Maßnahmen zu.

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26.6.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+11 # Bergradfahrer 2021-06-26 09:58
Baud amol a boa gscheida Abbodd, dann brunsen euch wenger Leud no die Wänd!
Dea Dschännä verkaafd Brüggneidriddskaddn. Dea Schdieringö machd Segjuridi, weil do braungn mer an grosn Diggn.
Und die Schdörlambn, die bedreim die Grüna und der Glüsi middäm Foaroddynamo.
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-2 # Eisenbahner 2021-06-26 12:11
Ich wäre noch für einen Elektrozaun und Selbstschußanlagen! Dann wären wir das neue Kleinberlin!
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+7 # CFRA2 2021-06-26 13:55
Das Problem ist, daß mittlerweile ALLE öffentlichen Toiletten in Bamberg bewirtschaftet werden. Das heißt jedes Pinkeln kostet mind. 0,50€! Die letzte "freie" Toilette am ZOB ist erst dann an einen Betreiber vergeben (?) worden, nachdem die nächtliche Verschmutzung (von wem, und warum nur nachts?) und vor allem die Außengraffitis (auch nur nachts) überhandgenommen haben. Seitdem wird diese, auch nachts, wenn niemand mehr sie "bewacht" von Graffitis verschont (Ob da ein Zusammenhang besteht?)
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+13 # Werner 2021-06-26 14:24
Man sollte halt einfach die Bürgersteige hochklappen, selten war ein Sprichwort treffender. Was die Kotze und Pisse angeht, kein Pardon, das muss im Geldbeutel richtig weh tun!
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+13 # S. Schuhmann 2021-06-26 16:08
Lange hat's gedauert, bis man auf eine Idee gekommen ist, die wirklich helfen wird. Dabei ist der Vorschlag schon vor einem Jahr gemacht worden, woanders und laut FT auch von der Bamberger Polizei.
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