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   KAPUTTE  STRAßEN  

 Bambergs Straßen - eine Jahrhundertaufgabe

Es ist ein entweder eine verborgenes oder überhaupt kein Thema im Bamberger Rathaus: der Zustand der städt. Straßen. Schon vor acht Jahren wurden fachkompetent klare Worte gesprochen.

Stadt geht auf einen unüberblickbaren Berg an Ersatzinvestitionen zu

Auch wenn gerade in den vergangenen (Juli 22) Tagen an verschiedenen Stellen in der Stadt kleine Reparaturen an Straßenoberflächen vorgenommen wurden - das Thema schwärt. Die WebzetBA hat gleich zweimal über den Lagebericht der Bamberger01webzet_BAblog.png Service Betriebe (BSB) im Bau- und Werksenat am 6.7.22 geschrieben. (s. u. Verlinkung). Im Archiv der webzet liegt oben auf eine mittlerweile acht Jahre alte Rede, die der damalige Baureferent Michael Ilk anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt gehalten hatte. Eine Rede, die wohl weiterhin gilt: Ilk sprach damals klare Worte zum Zustand der Straßen in Bamberg. »Straßensanierung sei insbesondere für die Stadt Bamberg als Jahrhundertaufgabe zu begreifen, um nicht in 10 oder 20 Jahren mit einem unüberblickbaren Berg an Ersatzinvestitionen in die Straßeninfrastruktur konfrontiert zu sein«, sagte der scheidende Baureferent. Der gelernte Tiefbauer (u.a. Straßenbau) Michael Ilk erläuterte ausführlich die Situation. Beim Abschied traut man sich das! Das Stadtgebiet Bamberg umfasse rd. 320 ha Verkehrsfläche (Straßen, Wege und Plätze). Durch den städt. Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB = heute BSB) seien beispielsweise 270 km Straßen und mehr als 60 km Radwege zu betreuen. Jetzt sind es vermutlich etwas mehr.
Michael Ilk betonte in seiner Rede, dass besonders bei unterdimensionierten Straßen eine straßenzugweise Sanierung angestrebt werden müsse. Denn - so Ilk - »nur durch dieses schrittweise, aber konsequente Vorgehen sind die Bauarbeiten wirtschaftlich durchführbar und auch für den Anlieger erträglich«.

Immer mehr Reparaturen, weil fällige Generalsanierungen nicht gemacht werden 

Kann man, ja muss man nach acht Jahren nicht sagen, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren kaum geändert, vielleicht sogar verschlechtert hat: Die Reparaturen werden immer mehr, weil die fälligen Generalsanierungen nicht erbracht werden. Es ist augenscheinlich, dass etliche Straßen in der Stadt sanierungs- oder zumindest reparaturbedürftig sind.
Die BSB werden zwar von einem kaufmännischen (B. Felix) und einem technischen Werkleiter (T. Beese) geleitet, das Sagen hat aber unzweifelhaft der Herr des Geldes.
Vier Jahre nach der Ilkschen Brandrede wurde Oberbürgermeister Andreas Starke auf diese Rede schriftlich aufmerksam gemacht - nachdem schon damals nur recht wenig in Sachen Straßenunterhalt zu sehen war. In seinem Antwortschreiben räumte OB Starke ein, dass »aus fachtechnischer Sicht ein Vollausbau im Besonderen bei alten, unzureichend tragfähigen und nicht richtlinienkonformen Straßenaufbauten, wie sie im Stadtgebiet sehr häufig zu finden sind, einer reinen Sanierung der Verschleißschicht vorzuziehen ist«. Allerdings seien in den jeweiligen Entscheidungsfindungsprozess neben den fachtechnischen Wünschen des Straßenbaus regelmäßig die kurzfristigen Belange der Verkehrssicherheit, die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadt (…), aber auch die Interessenslage der Bürgerschaft einfließen zu lassen.

Die Interessenslage hat sich erkennbar geändert, aber intakte Straßenoberfächen wünschen sich auch Radfahrerinnen und Radfahrer!
s. Berichte "Kaputte Straßen und Brunnen" v. 17.7. und "Wichtige Fragen offen geblieben" v. 13.7. 

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);

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supi
also dringender sanierung bedarf die herzog-max-strasse, da sind zwei kindergärten, jeden früh werden über die holperpiste die kleinen mit den fahrrädern heran tarnsportiert, im endeffekt die grösste derzeit existiertende innerstädtische aufzuchtsstation für zukünftige blöde
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Patrickus
Tatsächlich nichts Neues!
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