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     UNTERE BRÜCKE

Demo gegen das Biergartenkonzept

“Es war voll wie bei der Sandkerwa”, berichtet ein Bamberger Medium. Leicht übertrieben! Aber eine gute Hundertschaft hat auf der Unteren Brücke „Für den freien Zugang zur Brücke“ demonstriert.

Ein beliebter Treffpunkt für jüngere Generationen falle weg

Mehrere Verbände und Initiativen haben zu einer Kundgebung am gestrigen Montagabend aufgerufen. Die Online-Ausgabe von BR24 schreibt von 200 Teilnehmern. Die Webzet zeigt nur einige Bilder.
Anstoß für die Organisatoren der Demo ist, dass der Stadtrat vor Kurzem die Voraussetzungen für einen dauernden Betrieb des Brücken-Biergartens auf den Weg gebracht hat. Das heißt, 21 Ratsmitglieder haben für eine erneute Ausschreibung votiert, was aber noch nicht heißt, dass sich tatsächlich ein vermittelbares Konzept und dazu ein Betreiber findet. Dieser korrekte Sachverhalt scheint auch der grünen Stadträtin Ursula Sowa entgangen zu sein, die sich in ihrer Rede an die gewünschte Interpretation hielt.
Wie soll die Untere Brücke künftig aussehen? Darüber kann berechtigt gestritten werden. Nicht so an diesem Abend. Vor allem junge Menschen wehren sich gegen die Einrichtung eines Biergartens – aus ihrer Sicht falle damit ein beliebter Treffpunkt für jüngere Generationen weg.
Dass dieser Treffpunkt Bamberg bayernweit der Lächerlichkeit ausgesetzt hat und die Nachbarn schier verzweifelt sind, war an diesem Abend kein Thema.

Schon immer für Studenten und Studentinnen ein Treffpunkt gewesen

Immer wieder angesprochen wurde das Abstimmungsergebnis im Rahmen einer informellen Bürgerbeteiligung. Die Bürger hatten vor wenigen Wochen zu dem Versuchs-Biergarten auf der Brücke mit über 70 Prozent nein gesagt. Die Abstimmung war zwar etwas differenzierter - die älteren Bamberger/innen hätten sich mit dem Versuch anfreunden können. Das majorisierende Publikum konnte auch an diesem Abend gesehen werden. Auch in Bamberg wird man akzeptieren müssen, dass generelle Online-Abstimmungen nicht zwingend repräsentativ sein müssen.
Die Teilnehmer der Kundgebung haben sich gegen eine Bewirtung auf der Unteren Brücke ausgesprochen. In mehreren Wortmeldungen war von “teuren Preisen mitten im Welterbe die Rede. Das Biergartenkonzept sei “eine Farce", findet die Junge Initiative Bamberg. Ein Redner vom Sprecher- und Sprecherinnenrat der Universität Bamberg hob hervor, dass die Brücke schon immer für Studenten und Studentinnen ein Treffpunkt gewesen sei. Konkret kritisiert wurde auch, dass Radfahrer nicht mehr über die Brücke fahren dürften, weil die Bänke und Tische so weit in den Weg reichten.

Freilich, der beobachtende Bamberger hat das etwas anders wahrgenommen.

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);

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ThoMü
Auch hier kann man wieder sehen von welcher Seite Minus-Bewertungen reingehackt werden ohne sich inhaltlich zum Thema zu äußern.
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +25/29-

-2
Mireille
Thomü, ganz ihrer Meinung. Sehr viele rabiate Radfahrer hier, nehme ich an. 😂😂
Es ist ein Kreuz, die Wahrheit ist manchmal schwer zu ertragen. Wo wir doch heutzutage so offen für alles sind
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Berwertungsbilanz 30.11.22: +1/0-

1
Bergradfahrer
"[...] dass die Brücke schon immer für Studenten und Studentinnen ein Treffpunkt gewesen sei"
Äh, nein! Das ist genauso wenig wahr wie die Legende, dass die Straßensauferei vor dem Schlenkerla "Tradition" hätte.
Gut, über den Traditionsbegriff und auch "schon immer" kann man streiten, denn für eine Eintagsfliege ist heute auch "schon immer".
Outdoorsaufen und -feiern war zu meiner Studienzeit nicht "in".
Nichtsdestotrotz, auch wenn ich persönlich es in der Ausprägung blöd finde, ist es nicht hinnehmbar, dass das freie Zusammenkommen von Menschen unterbunden wird. Sei auf mittels evidenzfreier "Infektionsschutzvero rdnungen" oder eines geschmacklosen Pseudobiergartens, der neben einer ästhetischen Katastrophe noch dazu ein Verkehrshindernis darstellt.
Es wäre moderierend einzugreifen, aber die wild wuchernde Verbotskultur in diesem Land und die unbegründeten Alleingänge der jeweiligen Regierungen sind schier untragbar. Da müssen Grenzen aufgezeigt werden.
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +32/32-

2
Mireille
Also ich verstehe die Aufregung nicht. Ich finde den Biergarten toll. Was mich nervt, sind die Radfahrer die ums verrecken nicht absteigen wollen und lieber Kinder und die Bedienungen über den Haufen fahren. Aber von solchen Leuten erwarte ich ja grundsätzlich schon mal nichts.
Hauptsache mal demonstriert, das können wir inzwischen ja gut. Ich würde sagen, Leute geht arbeiten, ganz Bamberg sucht dringend Personal und wer was zu tun hat, hat keine Zeit sich über alles aufzuregen. ……schmunzel
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +16/29-

-12
CFRA2
Die Untere Brücke war auch während der unsäglichen Biergartenzeit nicht führ Fahrradfahrer gesperrt! Also sollten sie diese auch dulden, denn ein schiebender Radfahrer braucht in der Breite mehr Platz als ein fahrender!
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +11/14-

0
Bergradfahrer
Kann man mit alleinigem Fokus auf den eigenen Nabel durchaus so sehen:
"Wall ich nedd rodfoar, döffn die annän des a nedd! Und demonsdriern woar ich a noch nie in meim Lem. Brauchd also a kannä!"
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +17/21-

-3
H.Mutler
Der Stadtrat hat bisher richtig gehandelt. Nach der erneuten Ausschreibung wird man sehen, ob ein vernünftiges Konzept möglich ist oder nicht.
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +18/30-

-13
cityman
GENAU! Hätten sich die Brückenfeiernden an menschliche Regeln gehalten, wäre eine Bewirtschaftung keine Frage. Frage ist natürlich, was haben wir für eine Jugend? Ich war auch mal jung und habe mit Kumpels im Freien gefeiert, aber sobald Anwohner gemault haben, war Schluss.
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +26/36-

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Baba Yaga
Wenn schon Konzept, dann bitte etwas Schickes, etwas Pfiffiges. Nicht wieder so ein dröges Fränkischtouristen zeugs.
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Bewertungen 20.11.22: +18/15-

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Schindler
Der Treffpunkt auf der Brücke (wobei ich den Zusatz „schon immer“ als weise, alte, radelnde Bambergerin nicht bestätige) wäre an sich kein Problem. Der extreme Lärm bis in die frühen Morgenstunden, der achtlos hingeworfene Müll und die unschönen Ausscheidungen waren das Problem. Wenn frau/man sich anständig und respektvoll benommen hätte, wäre der sog. Brückenbiergarten nie in Erwägung gezogen geworden. Übles Benehmen, Krawall, Müll, Rücksichtslosigke it der sich Treffenden und schließlich Behörden, die dagegen nicht vorgehen wollten oder konnten - so war das zumindest meiner Meinung nach. Die Brückenbewirtschaf tung war sicherlich nicht die beste Lösung, aber zugegebenermaßen doch wirkungsvoll. Und platzmässig war die Situation auf der Brücke überraschend akzeptabel, auch wenn Radelnde nicht rücksichtslos drüberbrettern konnten, wie sie es im übrigen Stadtgebiet leider allzu oft machen.
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Bewertungsbilanz 20.11.22: +30/38-

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Man. Schmidt
Wie wahr wenn Schindler schreibt: "und schließlich Behörden, die dagegen nicht vorgehen wollten oder konnten". Erinnern wir uns, wie in den Anfängen der Krawallmacherei die städt. Ordnungsbehörden (zusammen mit der Polizei) dem Spuk ein Ende machen wollten und die grün-linke Mehrheit im Stadtrat ihre Zustimmung verweigerte.
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Bewertungen 2011.22: +25/33-

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