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     SICHERHEIT

Wenn Licht und TV ausfallen … 

Wie die Stadt sich vorbereitet, und was sie rät. Die Stadt veröffentlicht einen Flyer für die Bürgerschaft. Ab heute (18.1.) wird auch ein Bürgertelefon und eine Notfall-Homepage freigeschaltet.

Bei Stromausfällen kann die Ursache meist sehr schnell behoben werden

Die Gefahr für einen kompletten Stromausfall (Blackout) in Deutschland ist aktuell eher gering. Kürzere, regionale Stromausfälle sind allerdings nicht auszuschließen. „Umso wichtiger ist es, in diesen Situationen vorbereitet zu sein und zu wissen, was zu tun ist“, wird Oberbürgermeister Andreas Starke in einer Mitteilung des städt. Presseamtes zitiert. Die Stadt liefert wichtige Informationen in einem Notfall-Flyer, der in den nächsten Tagen an sämtliche Haushalte in Bamberg verteilt wird.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Michael Fiedeldey dazu: „Die Wahrscheinlichkeit eines unkontrollierten flächendeckenden und langanhaltenden Stromausfalls ist derzeit gering.“ Kommt es aber zu plötzlichen Unterbrechungen bei der Stromversorgung, dann betrifft es meist ein räumlich sehr kleines Gebiet und die Ursache kann sehr schnell behoben werden. Auf größere Störungen sind die Stadtwerke mit Notfallplänen vorbereitet. Diese sehen bei überregionalen Netzproblemen das kaskadenartige Abschalten einzelner Stadtteile für wenige Stunden vor. So könne die Last im Netz besser verteilt werden, eine Überspannung vermieden werden, erklärt Dr. Fiedeldey, der bei der Wasserversorgung Entwarnung gibt: „Diese ist in Bamberg unabhängig vom Strom jederzeit gesichert“, so der Chef der Stadtwerke.

Um die Kommunikation mit der Bürgerschaft sicherzustellen, wenn Telefon, Internet und TV nicht mehr funktionieren, enthält der Notfall-Flyer die wichtigsten Informationen, mit deren Hilfe sich Bürgerinnen und Bürger vorbereiten können.
Neben der Verteilung des Notfall-Flyers an alle Haushalte in Bamberg liegen außerdem Exemplare in den Rathäusern am ZOB und am Maxplatz aus. Sowie bei den Stadtwerken auch in englischer Sprache. Der Flyer kann auch im Internet unter www.stadt.bamberg.de/notfall in den kommenden Tagen in weiteren Sprachen heruntergeladen werden.

Lebensmittel, Medikamente, Taschenlampe und Radio

Der Notfall-Flyer zeigt auf, was Bürgerinnen und Bürger auf jeden Fall zu Hause haben sollten: neben einem Vorrat an Lebensmitteln und Medikamenten, auch eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes UKW-Radio oder Kerzen. Eine entsprechende Checkliste findet sich ebenso im Notfall-Flyer wie auch Infos zu Verhaltensweisen und Kommunikationswegen bei einem Stromausfall.

Bei einem längeren Stromausfall ist der analoge Rundfunk, der weiterhin senden kann, die wichtigste Informationsquelle. Ein Radio mit Batterie- oder Kurbelbetrieb sollte daher in jedem Haushalt vorhanden sein. Bei besonderen Vorkommnissen sollen die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich mittels mobiler Lautsprecherdurchsagen der Polizei und Feuerwehr informiert werden. Außerdem richtet die Stadt dann Anlaufstellen im Rathaus am Maxplatz und bei den Löschgruppen der Feuerwehr ein. Die genauen Adressen finden sich im Notfall-Flyer (siehe auch Infokasten).

Wichtige Einrichtungen wie das Klinikum Bamberg werden auch bei einem größeren Stromausfall mittels Notstromaggregat weiter versorgt. Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp bittet darum, dass Bürgerinnen und Bürger sich auch „um Nachbarinnen und Nachbarn kümmern, die möglicherweise Hilfe benötigen“, so Glüsenkamp. Der Zweite Bürgermeister betont: „Wer Fragen im Zusammenhang mit dem Notfall-Flyer hat, kann sich gerne an uns wenden. Wir schalten dazu in den kommenden Wochen ein Bürgertelefon.“

Das Bürgertelefon unter 0951/87-2525 ist ab 18. Januar 2023 montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr besetzt. Die häufigsten Fragen werden ebenso auf www.stadt.bamberg.de/notfall beantwortet. Dort findet sich unter anderem auch eine Karte mit den Adressen der Anlaufstationen im Katastrophenfall.

Anlaufstellen bei längerem Stromausfall
Die Stadt Bamberg errichtet im Fall eines längeren andauernden und flächendeckenden Stromausfalls Anlaufstellen unter anderem bei den Feuerwehrgerätehäusern der Löschgruppen (Leuchttürme). Dort können Sie Gefahren melden und aktuelle Informationen erhalten. Achten Sie auf Radio-Durchsagen! Bitte beachten Sie: es findet dort keine Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, etc. statt!

Löschgruppe 1 – Ost: Neuerbstraße 5a, 96052 Bamberg
Löschgruppe 2 – Wunderburg: Rotensteinstraße 11, 96050 Bamberg
Löschgruppe 3 - Nord / Ständige Wache: Margaretendamm 40, 96052 Bamberg
Löschgruppe 4 – Stadtmitte: Pfeuferstraße 18, 96047 Bamberg
Löschgruppe 5/6 – Gaustadt-Michaelsberg: Heinrich-Semlinger-Straße 11, 96049 Bamberg
Löschgruppe 7 – Kaulberg: Paradiesweg 3, 96049 Bamberg
Löschgruppe 8 – Wildensorg: Wildensorger Hauptstraße 39, 96049 Bamberg
Löschgruppe 9 – Bug: Angerstraße 11, 96049 Bamberg
Casino am Föhrenhain - Föhrenstraße 6, 96052 Bamberg
Rathaus Maxplatz - Maximiliansplatz 3, 96047 Bamberg


Mehr Informationen: www.stadt.bamberg.de/notfall

Geschrieben: PA Stadt Bbg-mdw; vBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); PA Stadt Bamberg; Stadtarchiv, Sonja Seufferth

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gablmann
Das Ergebnis der Flyer-kampagne wird sein, dass jeder noch mehr verunsichert wird.
Gut gedacht, falsch gemacht. Hat man die Panikmache vergessen?
Kloopapier, Hühnersuppe und Sonnenblumenöl wird wieder knapp und noch teurer.
Omas Kloostuhl steht bereit, Zeitungen sind im Kloopapierformat zurecht geschnitten, Brunnen ist in der Nähe, Notstromerzeuger ist vorhanden.
Dass die Wasserversorgung stromunabhängig ist (Aussage Stadtwerke) , muss ein Witz sein.
Kein Strom-keine Pumpen-kein Wasser.
Die Situation ist angespannt, richtig! Kann es sein, dass Angst verbreitet wird?
Falls es Vorsorge sein soll, hätte diese schon längst erfolgen müssen.
Morgen kauf ich Taschenlampen, batteriebetriebene Transistor Radios und Funkgeräte.
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Baba Yaga
Also das Stromthema bei der Wasserversorgung ließe sich umgehen, wenn man an den entsprechenden Pump-Schaltstellen manuell betreibbare Hamsterrad-Konstruktionen anbrächte, die dafür sorgen, dass das Wasser in die Leitungen gedrückt wird. Mir fällt in dieser Stadt der ein oder andere ein, dem ein bisschen strampeln guttun würde. Ich glaube dafür wäre selbst dann genügend geeignetes Personal vorhanden, wenn man jedes Mehrparteienhaus mit Kellerstramplern bestücken müsste.
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Bergradfahrer
Ja, ist Wasser auf die Mühlen der Prepper. Nicht vergessen, den Teil der Bevölkerung, die angesichts der "Bedrohung" nun aufrüsten mit Schreckschusswaffen, modifizierten Druckluftwaffen, Knüppeln, Messern usw.

Waffen werden im allergrößten Teil der Fälle gegen nahestehende Personen eingesetzt. Im Rest der Fälle werden sie einem meist vom Angreifer weggenommen und gegen einen selbst gerichtet.
Es könnte zu einer neuen Dimension häuslicher Gewalt kommen.

Den Kult ums Wasser muss mir mal einer erklären. Wer sich bewegen kann und in unseren Breiten, besonders in dieser Stadt verdurstet, ist ein Kandidat für den Darwin Award. (https://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_Award)
Flüsse, Bäche und Quellen sind in weniger als einer halben Stunde zu erreichen.
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Günter Schlosser
Vielen Dank für diesen Bericht und den damit gegebenen Unterlagen.
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der wechselbalg
na wird schon wieder die nächste sau durchs dorf getrieben ?
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Bergradfahrer
Man könnte jetzt über das "beste Deutschland aller Zeiten" schimpfen und dergleichen, aber das hat sich tot gelaufen. Das weiß inzwischen jeder, bei dem noch ein wenig synaptische Aktivität im Großhirn vorhanden ist und der nicht staatlich alimentiert wird.
Vielmehr finde ich den Flyer extrem lustig.
Unter "Grundsätzlich beachten" steht "Nur was Sie mögen und vertragen. " Ach, was? Wir Bürger sind doch so strunzblöd, dass wir nur eklige Dinge, auf die wir allergisch reagieren einkaufen (und wählen).

Dann steht dort Prinzip „lebender Vorrat“
Ich finde das zwar a weng extrem, aber prinzipiell eine praktikable Idee und auch langfristig machbar. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich mir mal meine Nachbarn angeschaut. Die kaufen im Gegensatz zu mir zwar alle nur bei denns und ebl, sehen aber nedd gesund oder gar appetitlich aus. Das hat mich etwas traurig gestimmt.
Aber der Absatz "Haustiere nicht vergessen" gab wieder Hoffnung. Deren gibt es ja viele, und mit so einem Stück Bionachbar kann man in Zeiten des Mangels sicher die eine oder andere Katze oder Krähe anlocken.
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