Eine neue Qualifikation des Rettungsdienstpersonals ermöglicht mehr und schnellere Maßnahmen im Notfall. Die ersten neuen Notfallsanitäter sind auch im Rettungsbezirk Bamberg-Forchheim aktiv.

Versorgungsqualität für Notfallpatienten enorm gesteigert

Die WeBZet berichtet eigentlich nur über Ereignisse im engeren Bereich der Stadt Bamberg. Aber auch im Rettungsbezirk Bamberg-Forchheim sind ab Anfang Dezember 2019 die ersten Notfallsanitäter nach den Regeln der sog. „2c-Delegation“ im Einsatz. Das heißt, sie können in Abwesenheit eines Notarztes vor Ort notwendige Maßnahmen treffen.
Die 2c-Maßnahmen eröffnen den Notfallsanitätern die Möglichkeit eigenständige invasive, also ärztliche Maßnahmen auf Basis von vorgegebenen Algorithmen, durchzuführen. Zum Beispiel dürfen die Notfallsanitäter bei Patienten, die eine unkomplizierte Verletzung am Bein oder Arm erleiden ein Schmerzmittel verabreichen, um den Transport in Klinik so schonend wie möglich für den Patienten gestalten zu können. Zum einen kann somit Patienten bei leichteren Erkrankungen oder Verletzungen schneller und zielführender geholfen werden. Zum anderen steht der Notarzt dann für schwerer erkrankte Patienten zur Verfügung. Die 2c-Maßnahmen steigern also die Versorgungsqualität für die Notfallpatienten enorm.

Fünf „neue“ Notfallsanitäter im Einsatz

Die ersten „delegierten“ Notfallsanitäter in Bamberg-Forchheim sind Jürgen Schütz vom Arbeiter Samariter Bund (ASB), Thomas Stemper sowie Önder Sentürk vom Bayrischen Roten Kreuz (BRK) Bamberg und Forchheim, Rene Rebhan von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Marco Hutzler vom Malteser Hilfsdienst (MHD).
Im Rahmen der Verbandsversammlung des Zweckverbands Bamberg-Forchheim für Rettungsdienst und Feuerwehrwehralarmierung (ZRF) überreichte Dr. Jochen Peter, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Bamberg-Forchheim, ihnen eine Delegationsurkunde.
7.12.19  Bilder: Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten.  Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht mehr direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.