Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

Mehr als 20.000 Coronainfektionen sind aktuell in Deutschland registriert worden. Etliche Corona-Beschränkungen sind in Kraft getreten. Bundes- und landesweit, aber auch örtlich: z.B. in Bamberg. Stets aktuelle Informationen bietet der Bayerische Rundfunk: www.br.de

Einschnitte in Handel und Gastronomie bis hin zum Versammlungsverbot

Die Bundeskanzlerin hat im Fernsehen eine außergewöhnliche Rede an die Nation gehalten, der bayerische Ministerpräsident hat den Katastrophenfall für den Freistaat verkündet. Mit einer Reihe sogenannter Allgemeinverfügungen sollen nun soziale Kontakte in Bayern stark reduziert werden, um die weitere Ausbreitung zu bremsen: Das öffentliche Leben wird damit massiv eingeschränkt.

Die Verwaltungen von Stadt- und Landkreis Bamberg haben sich auf verschiedene Maßnahmen verständigt. Der Ältestenrat des Bamberger Stadtrates hat sich in früher Morgenstunde getroffen und die Maßnahmen diskutiert und gut geheißen.

Was gilt jetzt besonders auf kommunaler Ebene, z.B. in Bamberg. Natürlich müssen die Erlasse besonders von der Staatsregierung in die örtlichen Konzepte einfließen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann kündigte eine "konsequente Durchsetzung" der erlassenen Verbote an. Die bayerische Polizei werde die Einhaltung der Regelungen verstärkt kontrollieren. "Zuwiderhandlungen gegen die Allgemeinverfügung sind keine Lappalie und stellen eine rechtswidrige Tat dar." Nach § 75 des Infektionsschutzgesetzes drohten Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren.

Die wichtigsten Bestimmungen und Regeln in Bayern betreffen ein Versammlungsverbot. Konkret sind bis 19. April alle Veranstaltungen und Versammlungen untersagt. Einzige Ausnahme sind private Feiern in privaten Wohnräumen - sofern alle Teilnehmer miteinander verwandt oder Arbeitskollegen sind. Darüber hinaus kann die zuständige örtliche Behörde Ausnahmegenehmigungen erteilen, sofern dies aus "infektionsschutzrechtlicher Sicht" vertretbar ist.
Das Versammlungsverbot gilt ausdrücklich auch für Treffen in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie Räumlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften.
Sämtliche Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, müssen bis 19. April geschlossen bleiben. Dazu zählen laut Gesundheitsministerium insbesondere Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Wettannahmestellen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendhäuser, Jugendherbergen und Schullandheime.

Die Gastronomie darf bis 30. März nur unter bestimmten Voraussetzungen und sehr eingeschränkt betrieben werden. Die Betreiber müssen beispielsweise sicherstellen, dass zwischen den Gästen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten wird und sich maximal 30 Menschen in den Räumen aufhalten. Alle genannten Beschränkungen gelten auch für "Gaststättenbereiche im Freien" - also Biergärten und Terrassen von Restaurants oder Cafés.

Ladengeschäfte des Einzelhandels dürfen ebenfalls bis 30. März nicht mehr öffnen. Ausgenommen von diesem Verbot sind: Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Reinigungen und der Online-Handel. Es gelten verlängerte Öffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte. Sie dürfen an Werktagen von 6 bis 22 Uhr und zudem an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr öffnen.
In Supermärkten müssten Mindestabstände zwischen Kunden sichergestellt werden.

Dienstleister und Handwerker sollen generell ihrer Tätigkeit nachgehen können. Allerdings muss in Dienstleistungsbetrieben ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden. Darüber hinaus dürfen sich nicht mehr als zehn Menschen im Wartebereich aufhalten.

In öffentlichen Parks und Grünanlagen lässt die Staatsregierung Schilder aufstellen, die dazu auffordern, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Darüber hinaus will die Polizei bei Kontrollen die Menschen auf diese Notwendigkeit hinweisen.

Um ältere Menschen oder Patienten mit Vorerkrankung vor einer Ansteckung zu schützen, gelten seit 14. März für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen Einschränkungen beim Besuchsrecht. Jeder Patient oder Betreute darf nun nur noch einen Besucher pro Tag für je eine Stunde empfangen. Im Notfall oder bei Sterbenden sind Ausnahmen möglich.

Seit Montag bis zum Ende der Osterferien am 19. April entfällt an allen Schulen Bayerns der Unterricht und sämtliche sonstigen Schulveranstaltungen, in Kindergärten, Krippen und Tagesstätten gibt es keine Betreuungsangebote. Darüber hinaus gilt für all diese Einrichtungen für Kinder und Jugendliche ein generelles Betretungsverbot.
Eine Notbetreuung gibt es nur für ganz wenige Kinder. Voraussetzung dafür ist, dass beide Eltern (bzw. der alleinerziehende Elternteil) "in Bereichen der kritischen Infrastruktur" tätigt sind. Gemeint sind damit beispielsweise Pflegekräfte und medizinisches Personal, Polizisten und Feuerwehrleute, Mitarbeiter von Supermärkten, Telekommunikationsdiensten und Energieversorgern.

Hotlines und weitere Informationsquellen

Wer Fragen rund um die Corona-Pandemie hat, kann sich bei unterschiedlichen Hotlines informieren. Alle Allgemeinverfügungen können auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums aufgerufen und die Regelungen nachgelesen werden. Dort ist auch ein Merkblatt zum Umgang mit dem Coronavirus zu finden. Weitere Informationen hat das Ministerium unter http://coronavirus.bayern.de zusammengetragen.
Die wichtigsten Kontakthinweise für den örtlichen Bereich sind auf einem Merkblatt der Stadt Bamberg hier im PDF-Format zu finden. Desweiteren zwei Merkblätter zum Vollzug des Ladenschutzgesetzes und des Infektionsschutzgesetzes, eines Soforthilfeprogramms des Freistaats Bayern für Unternehmen sowie eine Allgemeinverfügung der Stadt Bamberg.
Alle hier genannten Hinweise können sich im Zuge der Entwicklung der Pandemie verändern.

20.3.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare (r. Spalte u.).

Kommentare   
0 # Werner 2020-03-20 22:21
Es naht, es naht. Zum Glück hat sich der Oberphysiotherapist schnell noch ein Pöstchen unter dem Schutzschirm gesichert (Stadtrat), weil der Chef-Radfahrer sonst keine € mehr auf dem Konto hat.
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-1 # supi 2020-03-22 13:56
nun dem ober-radfahrer will ich nicht unterstellen, dass der stadtrat für ihn ein rettungsschirm ist, unter den er geschlüpft ist, denn als die listenaufstellungen waren, konnte keiner die kommende misere absehen.
also bei pöstchen und schutzschirm da fallen mir ganz andere namen ein. nein dem ober-radfahrer billige ich hier sogar engagement zu bzw das bedürfnis, das ergebnis seines verkorksten radentscheides zu korrigieren, bei welchem ihn der OB elegant über den tisch gezogen hat.
aber auch für den ober-radfahrer gilt nun für die nächsten 6 jahre, mit den schaufensterreden, den öffentllichkeitswirksamen events und schauvorstellungen ist schluss. ab jetzt wird geliefert, jetzt will der bürger ergebnisse sehen.
und so ist das ergebnis der bamberger grünen gar nicht mal so schlecht, jetzt können und müssen sie zeigen, dass sie es besser können als die anderen.
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+4 # gablmann 2020-03-21 14:21
Der Artikel ist schon wieder überholt.
Als gesternmittag Herr Söder bekannt gab, dass auch Baumärkte schließen müssen, brach 30 min. später im Laubanger das totale Chaos aus. Warteschlange (um 13.00 Uhr) am Eingang Hornbach 100 Meter und mehr. Bis in den Abend.
... obwohl es dort gar kein Kloopapier gibt. ;-) :-)
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+2 # WeBZet 2020-03-21 17:31
Tatsächlich ändert sich die aktuelle Situation laufend. Es wird deshalb die Homepage des Bayer. Rundfunks empfohlen - www.br.de, dort wird ständig neu unterrichtet. Diese Information erscheinen nicht nur aktuell, sondern auch seriös.
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+6 # Alex 2020-03-22 15:46
An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an alle Bediensteten in unseren Alten- u. Pflegeheimen, die in dieser Zeit besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Pflegepersonal berichtete mir, dass einige Angehörige das Besuchverbot einfach nicht akzeptieren wollen. Da wollen Tochter, Schwiegersohn und Enkelkinder Oma oder Opa besuchen und beschimpfen dann das Personal, weil sie nicht eingelassen werden.
Besucher aus der untersten Bildungsschicht bezweifeln die dringenden Empfehlungen von erfahrenen und renommierten Wissenschaftlern, während Teile unserer sogenannten "Bildungselite" mit dem ohnehin am Limit kämpfenden Personal juristische Diskussionen über die Rechtmäßigkeit der Besuchsperre beginnen wollen. Durch solche Leute wird unsere Arbeit unnötigt behindert, meinte eine Heimleiterin. Pfui Teufel kann man da nur sagen !!
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+1 # supi 2020-03-22 18:10
ist das was neues, ist das verwunderlich
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B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

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Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

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Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

-

Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
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Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

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