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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Stadt und Landkreis Bamberg geht laut Landratsamt stetig zurück, so meldet es der FT. Es gibt aber Zweifel an diesen Meldungen.

Das altbekannte Problem der Dunkelziffer

Täglich gibt der FT die aktuellen Zahlen bekannt. In seiner Aushabe vom 30.4./1.5. wird mitgeteilt, dass bisher insgesamt 571 Menschen in Stadt und Landkreis positiv auf das Virus getestet worden seien. Bis Donnerstagnachmittag waren 186 Menschen mit dem Virus infiziert. 334 haben die Infektion bereits überstanden. 51 infizierte Personen sind verstorben, zwei hiervon nachweislich nicht aufgrund des Virus. Soweit die FT-Mitteilung, die sich maßgeblich auf Feststellungen des Landratsamtes Bamberg beruft.
Es liegt offenbar in der Natur der Sache, dass man im ganzen Land nicht genau weiß, wie weit das Virus in der Gesellschaft verbreitet ist.
Das Problem: das Virus infiziert einige Menschen, löst dabei aber keinerlei Symptome aus. Das ist gut für die Person, aber schlecht für die Erfassung. Schließlich kann sie das Virus durchaus weiterverbreiten, wird aber vermutlich nicht erfasst. Es ist das altbekannte Problem der Dunkelziffer. Letztlich ist nie genau bekannt, wie viele Menschen denn wirklich Träger des Virus waren oder zum jetzigen Zeitpunkt sind. Dieser Wert wird daher geschätzt. Für Covid-19 geht man von einer Dunkelziffer aus, die bis zu 11-Mal höher liegen könnte. Das hat erheblichen Einfluss auf zum Beispiel die Sterblichkeit und Verdopplungszeit.

Ist eine Letalitätsrate der Infizierten von 8,8 % hoch oder niedrig?

Die FT verbreiteten Meldungen werden von manchen Mitmenschen genau verfolgt – und verglichen. In einer Zuschrift an die WeBZet stellt A.G. fest, dass „Bamberg neben Wunsiedel die oberfränkische Region mit den meisten bestätigten Corona-Infektionen ist“.
Da die Zahlen sich mit jedem Tag ändern, bezieht sich A.G. auf insgesamt 568 COVID-19-Infektionen im Landkreis und in der Stadt Bamberg. Davon seien 50 verstorben, was eine Letalitätsrate der Infizierten von 8,8 % ergibt. „Im Bundesdurchschnitt beträgt die Letalitätsrate aber nur 3,9 %. Zum Vergleich, die Letalitätsrate in Frankreich steht bei 14,3 %. Das heißt, so A.G., „die Region Bamberg ist extrem von Corona betroffen“.
Das lasse vermuten, dass es im Raum Bamberg einen Ausbruch an Corona-Infektionen gegeben hat, möglicherweise in einem oder mehreren Altenheimen (weil es bei Höherbetagten die größte Sterblichkeit gibt).
A.G. bezieht sich hierbei auch auf die seiner Meinung nach „schmallippige und nichtssagende Pressemeldung über den Einsatz der Bundeswehr in hiesigen Altenheimen“.
Zudem behauptet A.G., dass Landrat und Oberbürgermeister "das Thema auf ihren Video-Pressekonferenzen auffälligerweise komplett ausgespart" hätten.
Hinweis: Der WeBZet war es nicht möglich, die Aussagen ihres Leser A.G. zu überprüfen.
1.5.20 Bilder: WeBZet¸ Baureferat.Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+9 # Frank Reich 2020-05-01 13:19
Webzet wird von mehr Menschen gelesen als man vermutet. Vielleicht können Betroffene (z.Bsp. Erkrankte, Genesene oder Angehörige von Corona-Opfern) sich dazu durchringen, hier im Forum ihre eigenen Erfahrungen anonym zu schildern.
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-10 # Bergradfahrer 2020-05-01 16:09
Ist es nicht vollkommen egal, wie viele Menschen in Bamberg infiziert sind oder nicht?
Warum so eine Geilheit auf diese nichtssagenden Zahlen? Solange da keine anständigen Statistiken erstellt werden, solange nicht Moderatorvariablen wie Vorerkrankung, Alter anständig einbezogen und raus partialisiert werden, ist das alles hanebüchener Mist und besagt gar nichts.

Leider werden methodisch fundierte Arbeiten von Leuten, die eine echte Ahnung von Datenanalyse haben ignoriert.Das RKI gibt zu Einlassungen von sog. "Fachfremden" keine Stellungnahmen ab, ignoriert diese schlicht. Wahnsinn, dabei sind die im Fach Statistik fachfremd. Da fällt es recht schwer, das noch allein mit Narzissmus und Ignoranz zu erklären und nicht Vorsatz unterstellend ins Reich der Verschwörungstheorien abzurutschen.

So bekommt man am Ende von den traditionell in Statistik schwachen Medizinern Datenmüll vorgesetzt, der allerorten Angst und Irritation erzeugt. Von dem sensationslüsternen Unfug, den FT und Co tagtäglich publizieren brauchen wir gar nicht zu sprechen.

Sorry, für die harten Worte, aber langsam stinkt es mir gewaltig.
Beispiele für methodisch gute Arbeit gibt es z.B. von Prof. Dr. Christof Kuhbandner (Uni Regensburg) beispielsweise zu finden auf heise.de. Auch sind die Studien von Ioannidis (Stanford University) ganz solide.
(https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.05.20054361v1 oder auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=T-saAuXaPok)
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-1 # Bamberger 2020-05-03 16:36
Natürlich gab es Ausbrüche in Altenheimen sowohl in Stadt als auch im Landkreis. Das ist doch kein Geheimnis.
Man kann auch beim RKI relativ gut sehen, welche Altersklassen in Bamberg betroffen sind/waren:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

Einfach bei "Landkreise" auf Landkreis oder Stadt Bamberg klicken. Dann rechts auf Fälle Altersgruppe/100.000 Einwohner.
Man sieht beim Landkreis und auch bei der Stadt eine fast schon extreme Häufung bei weiblichen Ü80-Jährigen.
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-3 # Bamberger 2020-05-03 16:38
Übrigens: In der Stadt gibt es genau einen Fall U14.
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B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

Forts.

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