Ohne Sicherheit kein Vertrauen

Das Impfzentrum Bamberg ist bereit. Laut verschiedener Meldungen wird die Impf-Offensive am 27.12. losgehen. Im Impfzentrum in der Brose-Arena sind 600 Impfungen pro Tag möglich.

Ein Impfling durchläuft verschiedene Stationen

Die Planungen für die Impfung gegen das Corona-Virus werden immer konkreter. Laut Mitteilung des städt. Presseamtes werden rd. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von insgesamt rd. 50 darunter zehn Ärztinnen und Ärzte, in sechs Impfstraßen bis zu 600 Impfungen am Tag durchführen können. Zum Impfstart geht es vor allem in mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheime vor Ort.
Im Rahmen des Besuchs von örtlichen Verantwortungsträgern erläuterte der Leiter des Impfzentrums, Dr. Tobias Pfaffendorf, die verschiedenen Stationen, die ein Impfling von der Aufnahme bis zum Ruheraum durchlaufen wird. Jeder Impfling könne sich schon zuhause einen sogenannten Impfbogen online herunterladen, ausfüllen und zum Impfzentrum mitbringen. Der Impfbogen werde dann in der Anmeldung gescannt und erste Gesundheitsfragen geklärt. »Jeder Impfling hat auf jeden Fall die Möglichkeit, in einem persönlichen Arztgespräch seine individuellen Fragen stellen, erst dann erfolgt die eigentliche Impfung«, betont Dr. Pfaffendorf. Im anschließenden Ruheraum werden die Geimpften überwacht. Natürlich sollte ein Impfling keine Krankheitssymptome haben, so einer der beiden kommissarischen Ärztlichen Leiter des Impfzentrums, Dr. Joachim Knetsch.

Jetzt alle an einem Strang ziehen

Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Aufgrund dessen betonte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Susanne Paulmann, wie wichtig es sei, dass jetzt alle an einem Strang ziehen und sich impfen lassen.
In welcher Reihenfolge die Bevölkerungsgruppen geimpft würden, wird final die Ständige Impfkommission des Bundes entscheiden. Am Anfang werden aber sicher die vulnerablen (besonders verletzliche) und systemrelevanten Bevölkerungsgruppen stehen - also ältere und vorerkrankte Menschen zuhause und in Pflege- sowie Altenheimen. Zu den präferierten Gruppen werden Feuerwehr, Polizei, medizinisches Personal, Erzieherinnen und Lehrerinnen gehören. Zur Priorisierung stehe ein Fragebogen mit Punktesystem zur Verfügung, nach der sich für jede/n eine Reihenfolge ergibt. Das Impfzentrum kann erst nach der Freigabe des Impfstoffes, auf der Basis der verfügbaren Impfdosen Anfragen verlässlich beantworten und die Terminvergabe vornehmen. Laut der Mitteilung der Stadt rechnet man damit, dass dies ab nächster Woche der Fall sein wird. Dann werde auch bekanntgegeben, wie die Impfwilligen mit dem Impfzentrum in Kontakt treten können.

Es gibt berechtigte Aussicht auf eine baldige Schutzimpfung. Leider kann man bisweilen den Eindruck gewinnen, dass man sich bei uns im Land weniger darüber freut, als dass aus allen Rohren geschimpft wird. Vor allem über den späten Beginn der Impfungen. Aber es gab für die Verantwortlichen gute Gründe, keine Notfallzulassung anzustreben. Insbesondere mit Blick auf die Impfskeptiker, die gerade in Deutschland zahlreich sind. Tatsache ist, dass die vertiefte Prüfung mehr Sicherheit erwarten lässt. Ohne diese Sicherheit gibt es kein Vertrauen. Und jetzt geht´s bald los.
20.12.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.