Auf einen guten Tag

                                    

Im Leben geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen und nicht dauernd Antworten zu geben.

Martina Gedeck, dt. Schauspielerin

 

 

Aktuelle Corona-Fallzahlen in Stadt und Landkreis Bamberg

Stand: 25. Januar 2021, 15Uhr > aktive Fälle in Stadt Bamberg: 1580 +0 zum Vortag  und  Lkr. Bamberg: 3248 +0 z.V.  >>> 7-Tages-Inzidenz: Stadt Bbg: 46,53  // Lkr. Bbg 91,06   > Quelle: Bay. Landesamt f. Gesundheit u. Lebensmittelsicherheit  
Zusammenstellung der verschärften Corona-Regeln in Bayern von BR24.

Wichtige Infos für Eltern in Corona-Zeiten

Der bundesweite Lockdown wurde gestern verlängert. Eltern sind besonders gespannt. Was heißt das für die Kinder-Betreuung? Und welche Ansprüche auf Entschädigungsleistungen haben sie?

Wenn es wirklich nicht mehr anders geht …

… Mit diesen Worten kann man die Sonderregelungen für Eltern in der Corona-Pandemie zusammenfassen. Der Staat zahlt eine Entschädigungsleistung für Mütter und Väter, wenn sie keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder wegen geschlossener Schulen und Kitas anderweitig betreuen zu lassen. Allerdings hat diese Corona-Lockdown-Sonderregel einige Tücken, die Eltern unbedingt beachten sollten.

1. Geld: Die Entschädigungsleistung beträgt nur 67% des Nettogehalts, also ein Drittel weniger. Bei Geringverdienern macht sich das deutlich bemerkbar. Wer beispielsweise 1.400 € netto verdient, bekommt nur noch 938 €. Diese Sonderleistung ist auf max. 2.016 € im Monat beschränkt. Somit haben also auch Gutverdiener weitaus weniger Geld.

2. Der Zeitraum: Jeder Elternteil hat zehn Wochen lang Anspruch auf diese Leistung. Ein Elternpaar kommt damit auf 20 Wochen. Für Alleinerziehende gelten ebenfalls 20 Wochen. Jeder muss für sich aber durchrechnen, ob er 20 Wochen lang mit weitaus weniger Geld zurecht kommt oder nicht doch versucht, die Betreuung der Kinder irgendwie anderweitig zu organisieren.

Schwierige Auslegung des Wörtchens zumutbar

3. Der normale Urlaubsanspruch: Eben hat ein neues Jahr begonnen, also greift wieder der volle Jahres-Urlaubsanspruch. Sollten Arbeitnehmer also nicht besser während des Lockdowns ihren normalen Urlaub verbrauchen? Schließlich gibt es dafür das volle Gehalt. Dann hat man aber im Sommer möglicherweise keinen Urlaub mehr oder man kann später im Jahr nicht mehr frei nehmen, wenn man wegen anderer Umstände dringend freie Tage bräuchte. Hier kommt es auch auf den Arbeitgeber an. Das Bundesgesundheitsministerium sagt dazu eindeutig: Der Arbeitgeber kann nicht verlangen, dass Arbeitnehmer gleich zu Beginn des Jahres ihren vollen Urlaub nehmen. So verlautet es jedenfalls das Ministerium.
Am Ende ist es eine Verhandlungssache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Und das liegt auch an Punkt 4 ...

4. Das Wörtchen "zumutbar"
Eltern, die den Corona-Sonderurlaub in Anspruch nehmen wollen, müssen nachweisen, dass sie wirklich keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben. Ist also der andere Elternteil ohnehin zuhause, gibt es keinen Anspruch. Arbeitet der andere Elternteil in Teilzeit oder im Homeoffice, dann wird es schon schwieriger. Das Gesundheitsministerium ist grundsätzlich der Auffassung, dass ein Arbeitnehmer zuhause arbeiten und auf seine Kinder aufpassen kann. Es ist nun Auslegungs- und Verhandlungssache mit dem Arbeitgeber, ob das auch bei mehreren oder sehr kleinen Kindern gilt.
Noch schwieriger wird die Auslegung des Wörtchens zumutbar, wenn es für die Kinder eine Notbetreuung im Hort oder in der Kita gibt. Das Gesetz sagt letztlich: Die Eltern müssen Betreuungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen.

5. Mehr Corona-Urlaub mit vollem Gehalt
Eltern sollten zusätzlich zu ihrem Jahresurlaub Anspruch auf voll bezahlten Urlaub für die Betreuung ihrer Kinder haben. Hier gibt es noch keine abschließende Lösung; der Punkt ist aber noch nicht ad acta gelegt.
Quelle: BR24 am 05.01.2021
7.1.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet

Kommentare   
+5 # Bamberger 2021-01-07 10:07
"Das Gesundheitsministerium ist grundsätzlich der Auffassung, dass ein Arbeitnehmer zuhause arbeiten und auf seine Kinder aufpassen kann."

Es ist schön zu hören, dass unsere hart arbeitenden Beamten im Gesundheitsministerium ihren Humor während dieser Krise nicht verloren haben.

Wenn "Aufpassen" heißt, ich parke meine Kinder 8 Stunden vor dem Fernseher, dann ja. Dann kann ich Arbeiten und gleichzeitig auf die Kinder aufpassen.
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