29.11. SMARTCITY BAMBERG ??
Seit sieben Wochen ist die Internet- und Telefonverbindung der WebZ unterbrochen. Für den betroffenen Leitungsbschnitt ist die Deutsche Telekom verantwortlich. Vor zwei Wochen wurde unter einem Gehweg ein Kabel freigelegt - seitdem ruht die Baustelle. Die StW Bamberg als Anbieter haben eine provisorische Internetverbindung aufgebaut, durch die eine eingeschränkte Herstellung der WebZ möglich ist. Gegen die Telekom wird Schadenersatz geltend gemacht. Die WebZ ist nicht als einziger Anschluss betroffen. 

 

STADTENTWICKLUNG & GESUNDHEIT

Klinikum: Planerstellen  Ziele vor 

Bamberg soll in den nächsten 20 Jahren einen Gesundheitscampus am Bruderwald bekommen. Dazu werden rd. 13 Hektar Fläche zwischen Klinikum und Waizendorfer Straße erschlossen.

Masterplan zeigt baulichen Rahmen auf

Nicht wegen der Pandemiegefahr, sondern generell wird das Wachstum des Bamberger Klinikums anhalten, sagt Klinikchef Xaver Frauenknecht in einer Sitzung des städt. Bausenats am 8.11.21. Er gehe davon aus, dass dieses Wachstum auch in den nächsten 20 Jahren anhält. Aufgrund dieser Einschätzung hat die Sozialstiftung Bamberg das Planungsbüro JSWD Architekten aus Köln beauftragt eine entsprechende Planung für die Klinik-Erweiterung vorzunehmen. In einem Masterplan entwickelte Planer Christian Mammel von JSWD die städtebauliche Kernidee des Entwurfs. Das neue Entwicklungsgebiet sei als gleichwertiger Baustein gegenüber dem bestehenden Klinikareal zu verstehen und gleichzeitig einen Zusammenschluss zwischen Bestand und Erweiterung als Gesundheitscampus zu gewährleisten. Ausgangspunkte der baulichen Entwicklung sind die Zufahrtssituation von der Waizendorfer Straße im Westen und das bestehende Klinikum mit seinen prägnanten vier Bettentürmen im Nordosten des Planungsgebietes.
Der Bausenat hat zum “Masterplan” einstimmig Ja gesagt, doch wurden “vorsorglich” auch erste Kritikpunkte genannt. Generell positiv wahrgenommen wurde die Ziele der Planer, den neuen Campus so weit wie möglich frei von motorisiertem Verkehr zu halten. Innerhalb des Gebietes werden der motorisierte Individualverkehr und der notwendige Anlieferungsverkehr in allen Realisierungsphasen auf möglichst kurzen und direkten Wegen geführt. Ein dichtes Netz aus befestigten Fuß- und Radwegen verknüpft die Baufelder untereinander.

Wie soll das Gesundheitscampus aussehen 

Kritische Fragen umfassten unter anderem die Höhe der bis zu 15 neuen Gebäude, die generell richtige Dimensionierung im Umfeld des landschaftlichen Geländes und die verkehrliche Anbindung des Campus. Namens der Grünen gab Christian Hader nur eine dezidiert grundsätzliche Zustimmung. Er sieht im Detail viel Klärungsbedarf. »Wir möchten, dass hier nochmal über die Höhe der Gebäude nachgedacht wird, um Fläche zu sparen«. sagte der grüne Sprecher. Man müsse sehen, dass ökologische und energetische Standards berücksichtigt werden. Das sehe die grüne Fraktion nicht nur bei der Verkehrserschließung, sondern auch bei einer optimalen Begrünung der Anlage - oder die mögliche Verwendung von Holz als Baumaterial, wie Lucas Büchner (ÖDP) noch anmerkte. Planer Christian Mammel wies in seiner Antwort darauf hin, dass »die Landschaftsmodulierung nur eine maßvolle Höhe der Gebäude« möglich mache. > Plan l. mit Klick vergrößern!
CSU-Sprecher Dr. Franz-Wilhelm Heller antwortete direkt auf die Einlassungen von Hader mit der Bemerkung: »Ich mache mir heute Gedanken darüber, wie ein Gesundheitscampus aussehen kann - nicht über den Fahrradverkehr.« Heute liege eine »hervorragende Planung« vor, die den Stadtrat noch Jahre beschäftigen wird. Auch Heinz Kuntke (SPD) sah das Projekt erst »in der ersten Runde«. Er hob hervor, dass diverse Gesundheitsleistungen von Klinikum Michaelsberg (St. Getreu) in den zukünftigen Gesundheitscampus am Bruderwald verlegt werden. Dadurch werde die verkehrliche Belastung der St. Getreu-Straße verringert.
Die webzet-Bablo wird über die umstrittene Westanbindung des Klinikcampus von der Waizendorfer Straße aus gesondert berichten.

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11.12.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die Mail-Adresse der webzet-blog ist im Impressum (M.u.) zu finden. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (Mitte u.) freigeschaltet. {jcomments on}

derpfleger
...legales Raubrittertum wohl gemerkt. Hr. Starke winkt alles durch was die SSB an Wirtschaftswachstum beschert. Das neue Parkhaus ist fertig... allerdings mussten die Angestellten, um mit dem Shuttle Bus fahren zu können ihre Parkkarte für den gesamten Zeitraum des Baus abgeben. Also nach dem Motto einmal Bus fahren , immer Bus fahren. Ach ja, wer glaubt die Beschäftigten parken gratis, hat sich getäuscht. Die zahlen genauso Parkgebühren, pro Arbeitstag ca. 70 Ct - 1 €... das stelle man sich bei Bosch oder Michelin vor
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robespierre
Die Landschaft wird versaut, nur damit der Michelsberg zur Kurklinik avanciert...
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supi
schon richtig mit dem innovativerem denken, aber halt bloss wer soll denken, gar noch innovativer.
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Teetasse
Lieber Gablmann, ich kann Ihnen da nur teilweise zustimmen. Welches Baumaterial genommen wird, muss im Planungsprozess sehr frühzeitig entschieden werden. Lange war klar, dass man um Beton nicht herumkommt, das ist jetzt dank vieler Pilotprojekte anders, denn hier geht es nicht allein um eine Verschalung oder sowas. Tatsächlich lässt sich der Flächenfraß eindämmen, das ist schon eine Idee, die Le Corbusier und andere Architekten der Zeit zwischen bzw. nach den Weltkriegen hatten: Höher bauen, mehr Grün dazwischen, vielleicht sogar auf Stelzen? Wir müssen innovativer denken, mal über den Tellerrand hinaus.
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nachdenkerla
bevor man über irgend eine Erweiterung fantasieren darf, sollten erst einmal die Parkplätze geklärt sein. es grenzt noch heute an Raubrittertum, wenn man 100e neue Betten und Arbeitsplätze plant ohne jemals an das Parken zu denken. will man mit Gewalt die Einnahmen des PÜD explodieren lassen? reichen die neuen asozialen Gebühren nicht aus?
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Gablmann
Hieß es nicht bisher, dass dort Wohnbauland entstehen soll?Bei diesem Planungsstand von Baumaterial zu sprechen (lt. Büchner) find ich lustig.Der Flächenfraß findet trotzdem statt, auch wenn man höher baut...Man hat irgendwie das Gefühl, dass alle Fraktionen was sagen mussten um etwas gesagt zu haben.Der Dr. Propeller hats wenigstens relativiert.
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