DIGITALISIERUNG - SMARTCITY

Wie soll Bambergs digitale Zukunft aussehen?

Im November 2020 wurde der Stadt Bamberg mitgeteilt, am bundesweiten Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ teilnehmen zu können. Sie erhält dazu 15,75 Mio € Fördergeld.

Was könnte Smart City im Jahr 2030 für Bamberg bedeuten?

In einer erfolgreichen Smart City können sich die Menschen bevorzugt online organisieren. Die vollständig digitalisierte Verwaltung der Stadt stellt zum Beispiel eine Plattform für Nachbarschaftshilfe zur Verfügung; Wartezeiten im Rathaus gibt es nicht mehr. Auch die Wohnungssuche, die Ausleihe von Fahrrädern oder die Suche nach einem Kita-Platz, einer Pflegeeinrichtung sowie einem Krankentransport laufen über eine Online-Plattform.

Das mit Fördermitteln des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) in Höhe von 15,75 Mio. € und einem Gesamtbudget von 17,5 Mio € ausgestattete Projekt (davon zehn Prozent Eigenanteil der Stadt Bamberg) ist in zwei Phasen eingeteilt. Von den insgesamt sieben Jahren Realisierungszeit soll in den ersten beiden Jahren bis November 2022 eine Strategie mit Budget und Maßnahmenplan entwickelt werden. Diese wird dem Fördermittelgeber vorgelegt und nach Genehmigung im Zeitraum von 2023-2027 umgesetzt.

Neben Bamberg profitieren weitere 31 Kommunen, wie etwa die Stadt Haßfurt und der Landkreis Hof, von dem Förderprogramm.

Bestimmte Prinzipien sind als Bedingung vorgegeben

Der Finanzsenat des Stadtrates will sich am Mittwoch (20.4.21) mit der Entwicklung einer Strategie für “Smart City” befassen. Vorgabe sind die Prinzipien der Smart City Charta. Diese fordert insbesondere für diese Phase der Strategieentwicklung: eine hohe Beteiligung der Bürger/innen, die Orientierung an den Bedürfnissen der Bürger/innen und die Teilhabe aller Bürger/innen der Stadt.

Um diesen Anforderungen umfassend gerecht zu werden, hat - laut dem Sitzungsvortrag des Finanzsenats - die Stadtverwaltung im März 21 drei Workshops durchgeführt. Mit externer Beratung durch die Cassini Consulting AG, Frankfurt habe man sich der Aufgabe gestellt, “eine umfassende Partizipation der gesamten Stadtgesellschaft bei der Entwicklung der Smart City Strategie zu gewährleisten”.

Thematische Stichworte seien unter anderem das digitale Welterbe, die neue Mobilität, ein "Research Lab" der Universität Bamberg, moderne und digitale Formen der Bürgerbeteiligung und des Bürgerservice sowie wohnortnahe Quartiersprojekte und digitale Gesundheit.

In der Sitzung des Finanzsenats sollen anhand einer Präsentation die Ergebnisse dieses Prozesses vorgestellt werden. Bamberg hat bis November 2022 Zeit, um eine Strategie auszuarbeiten, welche konkreten Projekte Unterstützung finden sollen.
18.4.21 Bilder: webzet (Symbolbild in der Titelleiste). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+11 # CFRA2 2021-04-19 05:51
Gute Sache, dafür kann Andi endlich wieder neue Stellen schaffen. Zumindest aber den Leiter der Bamberg IT-Abteilung innerhalb kürzester Zeit um mind. 2 Besoldungsgruppen höher dotieren. Denn mit Überstundenabrechnung ist da nichts mehr zu machen.
Antworten | Dem Administrator melden
+2 # merci 2021-04-19 11:55
Und dann diskutiert man bei der Stadtverwaltung darüber, ob eine Online-Beteiligung der Bürger an Stadtratssitzungen sinnvoll ist und versucht das Ganze wie immer mit vorgeschobenen Kostengründen abzuwehren. Unabhängig von den Fördermitteln, die man jetzt vom Bund für die Digitalisierung erhält, wären die Zusatzkosten sicher mit dem Verzicht auf die zuletzt umstrittene Beförderung im Spitzenbereich abgedeckt. (Ich weiß schon, dass das unterschiedliche, nicht miteinander verrechenbare Kapitel im Haushalt sind. Ein bissel Polemik muss aber schon erlaubt sein.)
Ich würde sogar, um der geforderten hohen Bürgerbeteiligung Rechnung zu tragen, über eine reine Live-Übertragung (ggf. Archivierung) der Sitzungen hinaus, einen Chat oder eine Kommentarfunktion zu den verschiedenen Tagesordnungspunkten vorschlagen, damit sich die Bürger einbringen können. (Natürlich moderiert um Beleidigungen draußen zu halten und eine sachliche Ebene sicherzustellen.) Inwieweit dann die Stadträte die Kommentare beachten, ignorieren oder als Anregung bzw. Erklärung zum Sachverhalt verstehen, bleibt natürlich ihnen überlassen, Zumindest wäre die Kenntnisnahme verschiedener Standpunkte und Argumente möglich.
Antworten | Dem Administrator melden
+4 # GodFather 2021-04-20 10:58
Wo bleibt der barrierefreie Zugang zu Stadtrat Sitzungen? Das wäre mal ein erster Schritt. Aber lieber schielt man auf den großen Kuchen der ausgeschüttet werden soll. Um wahrscheinlich mal wieder eine Stand Alone Insel Lösung entwickeln zu lassen.
Von unserem Steuer-Geld. Wo bleibt also hier die Mitsprache in der Gestaltung der Strukturen? Geht das über die Rathauskoalition hinaus?
Antworten | Dem Administrator melden
Kommentar schreiben