BILDUNG - SCHULE

Luftfilter sollen angeschafft werden

Nach den Sommerferien soll unbedingt Präsenzunterricht stattfinden - auch bei steigenden Inzidenzen. In Bamberg tut es Not, ist doch der C-Inzidenzwert wieder über 100 (10.9.) gestiegen. 

Freistaat Bayern stellt rd. 190 Mio € zur Verfügung

Laut einer Pressemitteilung des städt Presseamtes will die Stadt  ”alle Kräfte mobilisieren”, um möglichst bald die Schulen mit Luftreinigungsgeräten auszustatten.” Der Ältestenrat des Stadtrates beschäftigte sich gestern mit dem Thema. Um der Aufgabe gerecht zu werden, nimmt die Stadt außerplanmäßig rund 250.000 € in die Hand, heißt es in der Pressemitteilung. Weitere 250.000 € werden durch den Zweckverband Gymnasien, an dem Stadt und Landkreis Bamberg gemeinsam beteiligt sind, für die Bamberger Gymnasien investiert. Der Freistaat will bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten für die Luftfilter übernehmen und stellt den Kommunen dafür rd. 190 Mio € zur Verfügung. Rund 60.000 Klassenzimmer und 50.000 Räume in Kindergärten sollen Filteranlagen erhalten.„Unser Ziel ist es, vor allem die Klassenzimmer zeitnah auszustatten, wo der Handlungsbedarf am größten ist“, erläuterte der städt. Schulreferent Dr. Matthias Pfeufer.

Die Beschaffung der Geräte ist mit Herausforderungen verbunden

Derzeit überprüft die Hygiene Technologie Kompetenzzentrum GmbH (HTK) in den städtischen Schulen (Grund- und Mittelschulen sowie die „Blaue Schule“ und das Eichendorff-Gymnasium) sowie in den Gymnasien die Klassenräume, um den konkreten Bedarf an Raumluftreinigern zu analysieren und eine Prioritätenliste zu erstellen. Damit wird ein Beschluss des Finanzsenates umgesetzt. Diese Untersuchungen sollen bereits in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Parallel dazu wird die Ausschreibung für die mobilen Raumluftreinigungsgeräte gestartet. Die endgültige Ausstattung der Schulen wird dann nach der durch die HTK erstellten Prioritätenliste erfolgen.

Die Verwaltung hat die vergangenen Wochen genutzt, um „schwierige vergaberechtliche Fragen zu klären“, so Dr. Pfeufer. Außerdem ist es gelungen, mit Zustimmung der Rechtsaufsicht ein zeitaufwändiges europaweites Vergabeverfahren zu vermeiden. Im Ältestenrat wurde diese Vorgehensweise begrüßt, wobei man sich bewusst ist, dass die Beschaffung der Geräte mit Herausforderungen verbunden ist. Der Markt für Luftreinigungsgeräte ist nämlich unübersichtlich. Viele Kommunen suchen ebenfalls passende Gerätschaften.

Es ist schon eine große Aufgabe so kurz vor dem Schulbeginn. Laut Informationen sollen in den rd. 380 Klassenzimmern im Stadtgebiet bisher überhaupt keine Luftreinigungsgeräte vorhanden seien. Tatsache soll auch sein, dass fest installierte Anlagen als besonders wirksam bei der Entfernung von virushaltigen Partikeln gelten. Allerdings sind sie wesentlich teurer und mit einem höheren technischen und zeitlichen Aufwand verbunden als die mobilen Versionen.

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10.9.21 Bilder: webzet (Titelbild ist Symbolfoto). Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (r. Spalte u.) freigeschaltet.

Kommentare   
+17 # Charley 2021-09-11 13:14
Guten Morgen! Aufgewacht?
Da hat sich der Winterschlaf aber ziemlich hingezogen!
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+11 # Luisa 2021-09-12 02:02
Bamberg: Stadt mit eigener Rechtsauffassung und offensichtlich auch eigener Gesundheitsauffassung, wenn es um Schüler geht.
Corona ist seit 2019. Ist dieser Dr. Pfeufer gerade erst aufgewacht?
Wir haben einen Stadtrat gewählt. Wer ist dieser ominöse Ältestenrat, der Beschlüsse fasst?
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+11 # Außenseiter 2021-09-12 09:32
So viel ich weiß, kann der Ältestenrat keine Beschlüsse fassen. Er hat aber den "Vorteil", dass er nicht öffentlich ist.
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