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Auf einen guten Tag

Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.

Otto von Leixner, (1847 - 1907), dt. Novellist, Dichter u. Literaturgeschichtler

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Starke Rache

Draußen vor der Tür. Ein neues Erlebnis für Stadtrat W.. In seinen 36 Dienstjahren hatte er noch nicht erlebt, dass ein Stadtratsmitglied draußen vor der Tür warten musste, bis das Kollegium tribunalis drinnen entschieden hat – über ihn. Wegen Geheimnisverrat.

Wenn die Stadträte das nicht merken…

Sie erinnern sich, der berüchtigte Stadtrat W. hatte vor einem halben Jahr ausgeplaudert, dass die Stadt Bamberg vier Amtsleiter in die Spitzenbesoldung A 16 befördert hat > vgl. WeBZet v. 7.4.14. Ungewöhnlich – diese Beförderungen. Nicht ungewöhnlich, dass es nicht öffentlich geschah. Nein, nicht weil wir in Bamberg sind. Eine solche Sache ist zunächst tatsächlich nicht öffentlich. Nach gefasstem Beschluss sollte (?) der Bürger aber ein Recht darauf haben, dass er von solch wichtigen Sachen erfährt. Er bezahlt ja schließlich dafür mit seinen Steuern und Abgaben. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass Stellenpläne öffentlich zu machen sind. Irgendwann, könnte man interpretieren. Vielleicht zu Weihnachten?

Aber „irgendwann“ ist natürlich nicht ganz richtig. Sie werden´s nicht glauben, das hätte schon vorher bekannt sein müssen, das mit den beabsichtigten Beförderungen in Spitzenämter. Warum? Im Stellenplan müssen solche besonderen Beförderungen drinstehen und vom Stadtrat als Teil der Haushaltssatzung vorher beschlossen werden. Standen aber nicht drin. Naja, von den Stadträten hat das im konkreten Fall auch keiner gemerkt, weil in den Haushaltsberatungen für 2014 nicht darauf hingewiesen wurde – auf die beabsichtigten Beförderungen. Wenn die Stadträte das nicht merken …

Sein ist die Rache!

Dabei müssten sie doch inzwischen Erfahrungen haben. Manche machen ihren Job schon recht gut: Da kann es schon passieren, dass gleich vier Punkte vom nichtöffentlichen Teil der Sitzung in den öffentlichen verschoben werden, weil einige Aufpasser das verlangen. Querköpfe, Störenfriede! Merken Sie sich, das mag der Herr Oberbürgermeister überhaupt nicht. Sie vermuten, dass im Schutze der Nichtöffentlichkeit z.B. Grundstückschäfte durchgewunken, Spenden bejubelt oder Beförderungen abgenickt werden sollen. Nein! Oder nur zum Teil. Das hat schon alles seine Richtigkeit, wie eben mit diesen Beförderungen. Interessiert doch ohnehin nicht, sagen Sie jetzt. Was sind schon 71 Mio € Personalkosten im Jahr! Bei einer Stadt mit 70.000 Einwohnern! Unser Oberbürgermeister ist halt großzügig. Und sein ist die Rache!

Nun steht er draußen vor der Tür, der Tropf. Und weiß nicht wie ihm geschieht. Er darf kein Wort zu seiner Verteidigung sagen. Ist auf andere angewiesen. Alles nichtöffentlich! Naja, eine Überraschung wird das Ergebnis nicht sein, bei der real existierenden GroKo. Aber irgendjemand wird es ihm schon sagen. Und Sie? Wollen Sie wissen, ob und wie W. verknackt worden ist? Wer wird es Ihnen sagen?

Denn vielleicht ist W. nur der Sack, der statt des Esels geprügelt wird. Und der Esel ist die WeBZet. Denn ohne WeBZet hätte er nicht ausplaudern können. Oh Gott! Achten Sie darauf, dass niemand sieht, dass Sie die WeBZet lesen.

25.10.14 Bilder: WeBZet; Karik.v.Christiane Pfohlmann. Hinweis: Sie können diesen Artikel an eine/n Freund/in, Bekannte/n oder Kollegen/in weiterschicken, wenn Sie das Icon in der Kopfleiste benutzen. Mit der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie die WeBZet erreichen. Unmittelbar zu den Artikeln äußern können Sie sich auf Facebook (siehe r.o.) oder mit der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet (s.Impressum).

19 Kommentare 

 

Kommentare   
0 # WeBZet 2019-01-15 08:32
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 Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 71

Bood:   Bad, Pate.
Is aans in Bood? Ist jemand im Bad?
Eä is fai mai Bood. Er ist (fai) mein Pate.

-

Boodä:   Bader. Dentist, Frisör. 
Gesd dsun Boodä? Gehst du zum Frisör?

-

Böödäla:   kleiner Trockenboden. 
Däs häng mä naufm Böödäla. Das hängen wir (hinauf) in den kleinen Trockenboden.

-

Boodhoosn:   Badehose. 
Vägäss fai dai Boodhoosn ned! Vergiss (fai) deine Badehose nicht!

-

Boodla: Tauf- oder Firmpate. Patenkind, kleines Boot. 
Früä is äs Boodla mid sain Boodla draun bai Buuch gän Boodla gfoän. Früher ist der Pate mit seinem Patenkind draußen bei Bug gern (mit dem) Haindampfer gefahren.

-

Boodn:   Boden, Baden. Speicher. 
Däs is a Foss oona Boodn.  Das ist ein Fass ohne Boden.

Miä grieng an noia Boodn. Wir kriegen einen neuen Boden (gelegt).
Geesd hoid mid dsun Boodn? Gehst du heute mit zum Baden (ins Schwimmbad).
Mai Aismboo is drom Boodn. Meine Eisenbahn ist oben (im) Boden (gelagert).

-

boodnlos:   bodenlos.
So a boodnlosa Frächhaid, wi däs, is mä nuch ned so laichd widäfoän. So eine bodenlose Frechheit, wie das, ist mir noch nicht so leicht wiederfahren.

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