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.
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.
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Mobilität, Gewerbeansiedlung, Integration – Fragen, die auch in Bamberg von Bedeutung sind. Aber: Besitzt der Bamberger Stadtrat die für Lösungen notwendige Glaubwürdigkeit?

Repräsentativer Diskussionsprozess

Die BA-Stadtratsfraktion hat hier ihre Zweifel und schlägt ein neues Bürger-Beteiligungs-modell vor.
Vorbild ist die 46.000 Einwohner zählende Stadt Filderstadt in Baden-Württemberg. Dort sind in den vergangenen knapp 20 Jahren bereits 150 Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung gelaufen. »So erfolgreich«, teilt BA-Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer in einer Pressemeldung mit, »dass bereits mehrmals im Fernsehen darüber berichtet worden ist.« Wichtig an dem Modell sei, dass es Repräsentativität beanspruchen darf: »Also nicht an den Interessen bestimmter Gruppen orientiert«, betont Ursula Redler von der Bamberger Allianz.
»Wir haben jetzt in Bamberg schon das dritte Bürgerbegehren innerhalb eines Jahres und die jeweiligen Zielrichtungen erscheinen stets sehr einseitig«, sagt Redler. Besonders krass werde das jetzt wieder bei dem Bürgerbegehren gegen ein Gewerbegebiet Muna deutlich. Leider muss man beobachten, dass nicht wenige Bürger ohne ausreichende Information unterschrieben: Darauf angesprochen, erscheine oft ein weiterer Grund für das Verhalten der Bürger wesentlich: mangelndes Vertrauen in das Handeln der Stadtverantwortlichen – was für Stadtrat und Stadtverwaltung gleichermaßen gilt.

Die Auswahl trifft der Zufallsgenerator

Was soll bei dem vorgeschlagenen Bürgerbeteiligungsmodell anders sein? Im BA-Antrag heißt es dazu: „Das Filderstadter Modell zielt darauf, Gelegenheit für Bürger zu schaffen, mitzureden und ihre Kompetenzen einzubringen. Und das gilt repräsentativ für alle Einwohnergruppen. Das Beteiligungsmanagement in Filderstadt lädt zum Beispiel auch aus den sog. beteiligungsfernen Gruppen gezielt doppelt oder sogar zweieinhalb Mal so viele Menschen ein, wie aus Gruppen, von denen man weiß, dass die Menschen sehr bereitwillig kommen. Die Auswahl aller Adressen überlasse man dem Zufallsgenerator.
Bei 100 Einladungen komme man auf fünf bis zehn Zusagen und im Endeffekt entsprechen die Teilnehmenden dann dem Querschnitt der Bevölkerung.
Insgesamt würden an diesem dauerhaft angelegten Steuerungsinstrument sowohl der Stadtrat als auch die Bürgerschaft sowie die Verwaltung in einem untereinander abgestimmten Prozess mitwirken, die Zukunft der Stadt an sich laufende verändernde Herausforderungen anzupassen.
»Natürlich kann die Gemeindesordnung nicht außer Kraft gesetzt werden«, betont BA-Fraktionsvorsitzender Weinsheimer. Aber in der Bevölkerung habe sich das Vertrauen zu den Entscheidungen der Gemeindeorgane verstärkt, weil diesen ein repräsentativer Diskussionsprozess zugrunde liegt.  > Originalformate des Filderstadter Bürgerbeteiligungsmodells
2.8.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.

Kommentare   

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+4 #15 Wolfgang Sch. 2018-08-08 12:42
Das Modell funktioniert relativ repräsentativ. Ganz bemerkenswert ist, dass Leute, die sich sonst nicht interessieren plötzlich Interesse entwickeln, weil sie sich wirklich gefragt fühlen. Ich habe mir das von einem Bekannten schildern lassen.
+1 #14 jo 2018-08-03 10:37
Es wär doch schön, wenn man sich mit der Sache an sich auseinandersetzen würde. Da scheinen manche wirklich Angst davor zu haben, dass ein wirklich repräsentatives Bürgerbeteil.-Modell ihnen die Butter vom Brot nimmt.
+16 #13 Bergradfahrer 2018-08-03 08:26
Ach und weh, die Bürger wollen das Falsche! Oder sind es einfach die falschen Bürger?
In der idealen Welt der eigenen Unfehlbarkeit ist dies die einzige Möglichkeit die Überzeugung, dass man vom Volk zu recht und absolut alternativlos ins Amt gewählt wurde, mit dem irritierend abweichenden Willen des Volkes überein zu bringen.
Ich bewundere die Dialektik und demokratische Haltung von Frau Dr. Redler und ihren Mitstreitern aufrichtig und zutiefst...nicht.

Bert Brecht schrieb nach dem Volksaufstand 1953 das Gedicht "Die Lösung":

"Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?"
+4 #12 jo 2018-08-02 22:21
an #9 Bamberger

Wer sich wirklich interessiert sollte das Video der TV-Sendung planet wissen mal anschauen: https://www.planet-wissen.de/video-buergerbeteiligung-in-filderstadt-100.html
+7 #11 babsi 2018-08-02 17:07
des is doch ales fiel zu demogradisch. und demogradie brauchd hier kei sau. in bambäch gibds sowas ned. weil wenn bambäch demogradisch wär gäbs klausimausis geile iwents ned und des wär bambächs undergang weil bauern dann nix zu dun ham und auf dumme gedangen komen. klausimausis geile iwends sin halt andis und klausimausis grösde erungenschafd des darf doch nich durch sowas wie demogradie kapud gemachd wern so isses nun mal.
+5 #10 supi 2018-08-02 16:12
na ja liebe frau redler, der bürger und gerade aus leidvoller erfahrung der bamberger bürger weiss schon sehr genau was und warum er für ein begehren unterschreibt, auch der bamberger bürger kocht mit wasser, hat mindestens 4 klassen grundschule, war bei der kommunion/konfirmation, verfügt über freischwimmer und führerschein, nur in einem unterscheidet er sich in weiten teilen vom bamger stadtrat und der verwaltung der stadt, und das nennt man verstand.

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