Der zweite Mann ist im Rennen: Jonas Glüsenkamp von der GAL will Bamberger Oberbürgermeister werden. Als dritter Mann kommt sehr wahrscheinlich der Amtsinhaber noch hinzu. Und eine Frau?

Sachpolitisch hat sich der Kandidat einen Namen gemacht

Es ist eine mittlere Überraschung, dass Bambergs Grüne den 31-jährigen Jonas Glüsenkamp ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters schicken.
Bis zuletzt glaubten viele, dass Ursula Sowa oder Christian Hader in den Ring um den Spitzenposten im Bamberger Rathaus steigen würden.
Gleich der Gesetze in den „alten“ Parteien ist mit dem 31-jährigen Jonas Glüsenkamp der Vorsitzende der örtlichen Partei Bündnis 90/Die Grünen zum Kandidaten gekürt worden. Der Partei-Vorstand und die GAL-Fraktion im Bamberger Stadtrat wollen ihn unterstützen. Der Vater von zwei Kindern und Mitarbeiter eines Energieunternehmens, lebt seit etwa zehn Jahren in Bamberg. Kommunalpolitisch ist er noch sehr unbekannt, auch seine Erfahrungen von den Abläufen des kommunalpolitischen Geschehens dürften sich in Grenzen halten. Sachpolitisch hat er sich allerdings einen Namen bei Interessierten gemacht: durch sein Engagement beim Volksentscheid Radentscheid und bei der Initiative Hauptsmoorwald. Seine Kandidatur wird dazu führen, dass beide Themen im anstehenden Wahlkampf richtig aufgemischt werden dürften. In seiner ersten Verlautbarung erklärte er, eine "Mitmachstadt Bamberg" anzustreben, weil er darin das einzige zukunftsträchtige Konzept sieht.

Gute Chancen, sollte es bei der bisherigen Kandidatenauswahl bleiben

Die relative Außenseiterrolle gegenüber dem OB-Kandidaten der CSU, Dr. Christian Lange, und dem sehr wahrscheinlich unter dem Label SPD wieder antretenden Amtsinhaber Andreas Starke sehen die Grünen offensichtlich nicht als Nachteil. Sie bauen auf den Verschleiß des Amtsinhabers, dessen Ruf im Rathaus und in der breiten Öffentlichkeit umstritten ist. Starke gilt als Mann der Winkelzüge und als jemand, dessen größte Stärke in öffentlichen Auftritten liegt. Was die Kandidatur des bisherigen 2. Bürgermeisters Dr. Christian Lange anbetrifft, so konnte der sich zu keiner Zeit aus dem Schatten seines „Chefs“ lösen.
Glüsenkamp und die GAL rechnen sich also gute Chancen aus, sollte es bei der bisherigen Kandidatenauswahl bleiben.
Wie man hört, will sich der GAL-Kandidat bis Ende des Jahres bei den Bamberger Bürger-innen näher vorstellen. Dazu sollen eine Mitmachttour und sein konkretes Wahlprogramm gehören.
20.7.19 Bilder: WeBZet; Grüne Ofr.. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.