Auf einen guten Tag

 

Solange du nicht Frieden machst mit der Person, die du bist, wirst du niemals zufrieden sein mit dem, was du bist.

Doris Mortman

So wie erwartet. Oberbürgermeister Andreas Starke will nochmal kandidieren. Er will sich dem »Wettstreit der Ideen« stellen. Vorbereitet hat er sich mit einem aufgerüsteten Presseamt im Rathaus.

Die Ankündigung bewusst in den Dunstkreis der Sandkerwa gesetzt?

Eigentlich war die Bekanntgabe schon für Jahresanfang angekündigt – nur daran haben weder er noch andere nicht so recht glauben wollen. Jetzt ist es offiziell: Oberbürgermeister Andreas Starke möchte seinen Posten noch einmal verteidigen: Er kandidiert bei der nächsten Kommunalwahl im März 2020 zum dritten Mal für das Amt. Er muss sich gegen mindestens zwei Gegenspieler durchsetzen. Sein Stellvertreter Dr. Christian Lange (CSU) warf bereits im Februar als erster seinen Hut in den Ring der OB-Kandidaten, im Juli folgte die überraschende Kandidatur von Jonas Glüsenkamp von der GAL. Derzeit ist noch offen, ob weitere Bewerber antreten werden.
Offensichtlich hat Starke bei seiner Entscheidung bewusst die Woche vor der Sandkerwa genutzt, um seine Kandidatur bekanntzugeben. Der Wahlkampf wird nach den Sommerferien starten – dann sind es noch rund sechs Monate bis zum Wahltag.

Große Erleichterung bei der SPD

Er halte nichts von einem überlangen Wahlkampf, weil das die Bürger nervt, sagte Starke bei seiner Ankündigungsrede. Das klingt gut – wie so vieles bei Starke. Er lieferte auch gleich zehn Vorschläge, die er den Wähler/innen nahe bringen möchte. Starke will eine Veränderung des Wirtschaftsstandorts weg von der starken Abhängigkeit von Automobilzulieferern, er will seinen größten Schwachpunkt, die Wohnungspolitik mit der Verwirklichung von neuen Wohnformen aufpeppen, der amtierende OB will sich für eine Verkehrswende einsetzen und für mehr Demokratiebildung durch Information und Bürgerbeteiligung. Ein Punkt, bei dem ihm eigentlich die größten Defizite attestiert werden (Bsp. Bürgerentscheide MUNA und Radentscheid).
Besonders auf die Grünen gemünzt dürfte der Wahlkampfpunkt "Klimaschutz stärken" sein, in dessen Zusammenhang er eine Initiative "Bamberg ohne Plastik" starten will. Man kann vermuten, dass das aufgerüstete Presseamt im Rathaus und der städtische Bürger-Informationsladen in der Hauptwachstraße eine wichtige Rolle für solche Wahlkampfvorhaben spielen werden.
Laut dem FT-Bericht (20.8.19) zur Wiederkandidatur Starkes soll die Entscheidung des unter dem SPD-Label segelnden Amtsinhabers bei den SPDlern große Erleichterung bewirkt haben. "Gottseidank! Das ist sehr gut für Bamberg“ wird SPD-Stadtrat Heinz Kuntke zitiert. »Alles andere wäre auch eine Katastrophe für die SPD gewesen.«
Aber wozu hat man denn das Rathaus und die Möglichkeit, mit Mitteln des Steuerzahlers Wahlkampf zu machen?
21.8.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+17 # Schwiegermuttertraum 2019-08-21 09:39
Es darf angemerkt werden, dass das Bestreiten eines Wahlkampfes mit Steuermitteln illegal wäre. Also gehen wir selbstverständlich davon aus, dass auch nur ansatzweise dahin gehende Bestrebungen unterlassen werden.
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-15 # ThoMü 2019-08-21 13:04
Man kann S. ja einiges vorhalten, gewinnen wird er trotzdem.
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+7 # Eisenbahner 2019-08-21 14:57
Ich befürchte auch, allerdings hoffe ich doch auf tiefe Schrammen!
Zitat: "Gottseidank! Das ist sehr gut für Bamberg“ wird SPD-Stadtrat Heinz Kuntke zitiert. »Alles andere wäre auch eine Katastrophe für die SPD gewesen.«
Dieses Zitat kapiere ich nicht! Was also gut für Bamberg ist, ist keine Katastrophe für Bamberg? Oder meinte er, was gut für die SPD ist, IST eine Katastrophe für Bamberg?
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+24 # Sven P. 2019-08-21 16:17
Starke gehört zu den Leuten mi SPD-Parteibuch, die den Niedergang dieser Partei bewirkt haben.
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+38 # Bambergerin 2019-08-21 13:38
Ich hoffe ja noch immer, dass sich noch ein(-e) bessere(-r) Kandidat/-in findet. Dieser Stadt kann nichts Schlimmeres passieren als eine weitere Amtszeit von Starke!
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+8 # Baba Yaga 2019-08-21 14:17
Wenn die Leute mal ihr Hirn einschalten, sind Abweichungen von der Statistik durchaus möglich.
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-15 # Heiner 2019-08-22 07:49
Für Starke gibt es keine Alternative. Die beiden Mitbewerber laufen unter "ferner liefen" Das Wissen,die Kontakte die Starke pflegt sind top für unsere Stadt. Allerdings braucht es für die Zukunft auch einen Stadtrat mit Rückgrad ,der auch mal kritisch ist. Ein Stadtrat der für die Bürger da ist und uns auch vertreten kann und will! Wünsche mir eine Liste, was welcher Bürgermeister von den dreien, was welcher Stadtrat bewegt, angestoßen hat. Natürlich braucht auch Starke eine Mehrheit hinter sich sonnst geht nix. Er ist ja kein Monarch der nur angibt. Angemerkt sei noch dass wir Bürger keine drei Bürgermeister brauchen. Zwei die an einem Strick ziehen, den dritten der immer rundlicher wird auf den können wir gern verzichten und sein Gehalt der Jugend zukommen lassen!
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+14 # Schwiegermuttertraum 2019-08-22 09:41
Alternativlosigkeit ist ein großes und inflationär benutztes Wort. Auch in der Sache sehe ich das anders.
Mit ist lieber, wenn (erstmal) keine großartigen "Kontakte" bestehen. Andernfalls ist eine unbefangene Annäherung an die wirklichen Belange dieser Stadt nicht möglich.
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+21 # GodFather 2019-08-22 13:44
Genau diese Ansicht ist das Problem. Macht korrumpiert, 12 Jahre Macht haben Starke korrumpiert, nun will er weiter machen mit seinen Seilschaften, Hinterzimmer-Deals und Polit-Marketing. Genau das bedeutet dass Bamberg weiter zurückfällt, dass die Stadtspitze in ihrer Blase hocken bleibt und die Entwicklung der Stadt immer weniger versteht. Er hätte jetzt abdanken können und die Bilanz wäre vielleicht noch positiv geblieben. Wenn er noch 6 Jahre weiter macht werden ihn selbst die jetzigen Claqueure aus dem Amt jagen wollen.
Derzeit gibt es nur einen Kandidaten der Bamberg in eine bessere Zukunft führen könnte. Man sollte dem Kandidaten überdies Respekt zollen, denn das Amt eines OB dauert 6 Jahre lang, das ist schon eine ziemlich weitgehende Festlegung der eigenen beruflichen Laufbahn in seinem Alter und damit ein sehr starkes Committment für unsere Stadt.
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+14 # Bergradfahrer 2019-08-22 08:54
Egal aus welcher Richtung man es betrachtet, Starkes "Weiter so!"-Politik geht gar nedd.
Dr. Lange käme einer Sedisvakanz gleich.
Das Eichhörnla bei mir im Garten würde den Job für einen Sack Nüssla machen und ist, wenngleich etwas sprunghaft, wesentlich niedlicher.
Was bleibt? Der Radschutzstreifenfreund und hoffen, dass er ansonsten bessere Ideen hat?

Ich frag noch mal das Eichhörnla.
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+13 # supi 2019-08-22 15:54
nun da stehen ja des bewerbers glüsenkamp chanchen neuer OB zu werden gar nicht mal so schlecht. der eine andere bewerber steht für rückwärts gewandtes verhalten, für die vergangenheit, dem anderen ist es ein besonders wichtiges anliegen einen posten zu haben und damit versorgt zu sein. andere städte haben auch schon grüne OB´s gehabt und sind gar net mal so schlecht gefahren. also zumindest ne chance hat glüsenkamp verdient und vor ort macht sich auch eine unzufriedenheit mit getroffenen entscheidungen der stadtspitze breit, so dass ein wechsel gar nicht mal so schlecht wäre.
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-26 # cityman 2019-08-22 23:37
Starke muss man wohl weiterhin akzeptieren, die anderen Bewerber kannst vergessen. Wer will denn sonst diesen kaputten Stadtrat auf die richtige Bahn bringen? Der schwarze Dauergrinser oder der grüne Blinde?
Nun macht mal 'Daumen runter '
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-3 # Heiner 2019-08-23 10:09
Auch bei Wechsel von -4 zu -2 ohne Daumen hoch hab ich recht. Leider bewirbt sich kein Dieter Weinsheimer.
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+5 # rüpel ralle 2019-08-28 19:28
Also wenn der Bewerber der Grünen, also Glüsenkamp die Wahl gewinnt, muss er eines sofort umsetzen, ansonsten ist er zum Scheitern verurteilt, er muss alle städtischen Ämter von ihren jetzigen Amtsleitern befreien und mit eigenen Leuten besetzen, sonst läuft er gegen die Wand
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