OB Starke startet eine Kampagne gegen die „alltägliche Plastikflut“. Ein berechtigtes Thema. An der Art der Veröffentlichung wird aber deutlich, dass er letztlich nur Wahlkampf macht.

»Ein echter Ruck geht durch die Mitte der Bevölkerung«

»Mit unserer Initiative „Bamberg plastikfrei“ ist ein echter Ruck durch die Mitte der Bevölkerung gegangen«, so wird Oberbürgermeister Andreas in den verschiedenen Publikationen der Stadt zitiert. Besonders freue ihn, dass „Bamberg plastikfrei“ auch von bestehenden Initiativen stark unterstützt wird. »Gemeinsam mit den sehr guten Initiativen und Ideen wie "Bambecher", des Unverpackt-Ladens oder der AG Nachhaltigkeit an der Universität sowie dem Angebot des städtischen Umweltamtes zum Mehrweggeschirr, haben wir eine hervorragende Ausgangsbasis zur Umsetzung der Idee«, sagt der Oberbürgermeister gemäß den Verlautbarungen des städt. Presseamtes.
Ziel der Initiative „Bamberg plastikfrei“ sei es, den »sinnlosen Plastikmüll in Bamberg zu reduzieren, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren und ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken«.

Ein Label „Bamberg plastikfrei“ in Form von Aufklebern

Starke will nun einen breitangelegten Dialog führen, um möglichst viele zu beteiligen. Neben der Tätigkeit der Mitte des Jahres gebildeten Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit mit der Uni Bamberg, wird die Stadt Bamberg zu einer offenen Bürgerkonferenz einladen, bei der im sogenannten „Open Space“-Format möglichst viele Ideen gesammelt werden sollen.
Laut der Darstellung des Presseamtes sollen neben Rathaus und den Tochtergesellschaften auch Handel und Gastronomie mit in die Kampagne einbezogen werden. Dazu wurde das Label „Bamberg plastikfrei“ entwickelt, um in Form von Aufklebern auf die Initiative aufmerksam zu machen. In Geschäften, in denen sich dieser Aufkleber findet, sind Mehrwegbehälter beim Einkauf willkommen. Zur Implementierung geht das Umweltamt in Bamberg direkt auf den Einzelhandel zu und unterstützt auch bei der Frage, wie dies im Einzelfall umgesetzt werden kann.
OB Starke startete eine breit angelegte Kampagne zu einem populären Thema. Er nutzte dazu wie sonst auch die ganze Breite städt. Publikationsmöglichkeiten. Dass sich der Umweltsenat des Stadtrates dabei mehrmals mit der Aufgabe beschäftigt hat, wird dabei nicht mal erwähnt. Konkret steht beispielsweise die Antwort auf einen vor einem halben Jahr von der BA-Fraktion eingebrachten Antrag aus. Die Fraktion fragte nach, wie die „Verfliegungen“ von Kunststoffabfällen im Außenbereich der Kompostierungsanlage im Bamberger Hafengebiet zur verhindert bzw. verringert werden können. Bei stärkerem Wind werden die Kunststoffteile weggetragen und sammeln sich zunächst im näheren Umfeld der Kompostierungsanlage an – letztlich würden sie über Wasserläufe bis ins Meer getragen. > WeBZet-Artikel „Kunststoffreste von Bio-Abfällen sauber trennen
3.11.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.